15. Januar 2012

Alan Weisman - "Die Welt ohne uns"

Autor: Alan Weisman
Titel: Die Welt ohne uns
(Reise über eine unbevölkerte Erde)

Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-25305-5
Erschienen: 2007
Seiten: 372


Klappentext:

Angenommen, die Menschheit verschwindet von einem Tag auf den anderen von unserem Planeten: Welche Spuren hinterlassen wir auf der Erde? Alan Weisman beschreibt, wie die Welt ohne uns der Auflösung anheimfällt, wie unsere Rohrleitungen zu einem Gebirge reinsten Eisens korrodieren, warum einige Bauwerke und Kirchen womöglich als letzte Überreste von Menschenhand stehen bleiben, wie Ratten und Schaben ohne uns zu kämpfen haben und dass Plastik und Radiowellen unsere langlebigsten Geschenke an den Planeten sein werden. Schon ein Jahr nach unserem Verschwinden werden Millionen Vögel mehr leben. In 20 Jahren werden die grossen Avenues in Manhattan zu Flüssen geworden sein. Grossstädte in der Nähe von Flussdeltas, wie Hamburg, werden in 300 Jahren fortgewaschen sein. Und nach 500 Jahren wächst Urwald über unsere Stadtviertel.
Mehr dazu unter: http://www.worldwithoutus.com/

Meine Meinung:

Ein tolles Gedankenexperiment mit schaurigem Ausgang...
Generell sollten wir uns ja mehr Gedanken über unsere Zukunft machen, über unseren Planeten, über die Natur und unsere Umgebung. Die Konsumgesellschaft ist unser Untergang - sagen Pessimisten. Stimmt nicht - meinen Optimisten. Die Realisten erkennen, dass wir zumindest auf die "Verschrottung" unseres Planeten steuern.

Alan Weisman zeigt in seinem Buch auf unterhaltsame Art wie wir unsere Welt beeinflussen und erinnert uns daran, dass alles Konsequenzen hat.
Sachlich kompetent und dennoch ohne dadurch eine Machtposition auszuspielen gelingt es ihm, mit Nachdruck aber ohne Befehlston den Leser aufzuklären und zu eigenen Schritten zu motivieren.

Man muss ja nicht gleich versuchen, die ganze Welt zu retten, aber es lohnt sich seinen Alltag zu überdenken und evtl. Kleinigkeiten zu ändern.
Einziges Minus: Er bedient sich einiger Fachbegriffe aus Chemie, Physik und anderen wissenschaftlichen Fächern, die zwar allgemein bekannt sein sollten, dennoch etwas fordern oder einem mal nichts sagen.

Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen






Autor:

Seine journalistischen Arbeiten entstanden in zahlreichen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Kanada, Mittel- und Südamerika, Europa, der früheren Sowjetunion und dem Mittleren Osten. Er berichtet unter anderem für Harper's Magazine, The Atlantic Monthly, das The New York Times Magazine, The Los Angeles Times Magazine und Discover/National Public Radio.
Weisman ist Professor für Journalismus und Lateinamerikastudien an der Universität von Arizona.

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