18. Januar 2012

Anne Enright - "das Familientreffen"

Autor: Anne Enright
Titel: das Familientreffen

Verlg: btb
ISBN: 978-3-442-74004-8
Erschienen: 2009
Seiten: 344


Inhalt:

Als Kinder vertrauten sie einander stets alle Geheimnisse an - und nun ist ihr wunderbarer Bruder Liam, das schwarze Schaf der weitverzweigten, blauäugigen, trinkfesten Familie Hegarty, tot. Mit Steinen in den Hosentaschen hat er sich ins Meer gestürzt. War er wieder einmal nur betrunken? Seine Schwester Veronica, die ihm von allen Familienmitgliedern am nächsten stand, ist die Einzige, die es wagt, nach dem wahren Grund zu fragen. Und während sie im Dubliner Elternhaus die Beerdigung vorbereitet, überwältigten sie plötzlich die Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit - an ihre Grossmutter, die aus Vernunftgründen auf die Liebe ihres Lebens verzichtete, an ihre Mutter, die sich nach den vielen Geburten und Fehlgeburten nicht einmal die Namen all ihrer Kinder merken konnte. Und schliesslich an jenen Tag, an dem ihrem Bruder Liam, gerade neun Jahre alt, im Haus der Grossmutter etwas angetan wurde, vor dem sie ihn hätte bewahren müssen.

Meine Meinung:

Ein schöner, emotionaler Familienroman. Ausgezeichnet mit dem Booker-Preis und dies zurecht.

Die Geschichte wird von der Schwester Veronica in der Ich-Form erzählt, was es umso leichter macht, sich in ihre Situation zu versetzen und ins Buch zu kommen. Man ist sofort gefangen dank dem Schreibstil von Anne Enright.
Obwohl es anfangs sehr schlicht und ruhig daherkommt, gewinnt die Erzählung schnell an Fahrt wegen den Erkenntissen über Liams Tod und anderen Ungereimtheiten der Familie, die nach und nach ans Licht kommen.

Für mich war es eine ideale Mischung zwischen Gedanken und etwas traurig (wegen der "Todesatmosphähre natürlich) aber auch Krimi und die Suche nach des Rätsels Lösung. Allerdings ist es auch schon wieder was her, als ich das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen habe, und im Nachhinein wirkt das es eher durchschnittlich. Also ein gutes Buch, das ich leicht und sehr gerne gelesen habe, es später im Buchregal zwischen all den anderen Geschichten jedoch Mühe hat herauszustechen.

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Nach dem Besuch des Lester B. Pearson United World College of the Pacific im kanadischen Vancouver studierte Enright Philosophie am Dubliner Trinity College. Danach ging sie mit einem Stipendium an die University of East Anglia und belegte Kreatives Schreiben.
Enright lebt in Bray im County Wicklow, ist verheiratet mit einem Theaterintendanten und -regisseur und hat zwei Kinder.

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