5. Januar 2012

Carlos Ruiz Zafón - "Der Schatten des Windes"



Autor: Carlos Ruiz Zafón
Titel: der Schatten des Windes


Verlag: Suhrkamp
ISBN: 3-518-45800-0
Erschienen: 2005
Seiten: 563


Klappentext:
Als sich der zehnjährige Daniel Sempere, der allein mit seinem Vater im grauen Barcelona der Franco-Ära lebt, auf dem geheimen "Friedhof der vergessenen Bücher" ein Buch aussuchen darf, greift er nach einem verstaubten Exemplar von Der Schatten des Windes. Daniel ist fasziniert von dem Buch und macht sich auf die Suche nach seinem Autor, einem gewissen Julián Carax, von dem keiner zu wissen scheint, ob er noch lebt oder was ihm widerfahren ist. Mit den Jahren gerät Daniel immer mehr in den Bann dieser mysteriösen Gestalt, und die Menschen, denen er begegnet, und die Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in einem Spiel, dessen Regeln er nicht kennt. Fast ist es, als ob sich die vergangene Geschichte in seinem eigenen Leben wiederhole, das von dem Schatten furchtbarer Ereignisse verdunkelt zu werden droht.


Meine Meinung:
Gehört absolut zu meinen Lieblingsbücher und lässt mich bis heute nicht los. Selten habe ich mich so schnell und intensiv in den Schreibstil eines Autoren verliebt. Carlos Ruiz Zafón besitzt eine unvergleichliche Art Bilder so zu beschreiben, dass man völlig in die Geschichte eintaucht und seine Umgebung vergisst. Mich hat er ziemlich schnell ins Buch hineingezaubert, sodass ich heute noch nach Barcelona möchte.


Die Geschichte selbst hat meiner Meinung nach eine gute Mischung direkter Rede und Beschreibung. Selten sind es zuviele Adjektive, sodass die Sätze lang oder kompliziert erscheinen, aber auch selten sind ganze Seiten nur direkte Rede, sodass es einem Theaterstück gleichen könnte. Ein ebenfalls guter Mix gelingt ihm, was das Genre betrifft. Ich nenne es einen genialen Schmöker: etwas Geschichte, etwas Liebe, etwas Krimi, etwas mysteriös....etwas von allem!


Dieses Buch habe ich eher zufällig gefunden, d.h. ich spazierte in meiner Lieblingsbücherei und was auf Suche nach neuer Lektüre. Zugegeben, ich bin da auch mal Cover-orientiert, also wenn das Bild mich anspricht, nehme ich das Buch in die Hand wie ferngesteuert. Ob ich es dann wirklich kaufe, liegt am Klappentext und / oder der ersten Seite. Als ich diesen Titel gelesen habe, konnte ich mir erst nichts darunter vorstellen: wie soll denn der Wind einen Schatten haben? Aber genau dies hat mich auch fasziniert und da fehlte es bloss noch, dass ich den Klappentext gelesen habe. Der Friedhof der vergessenen Bücher, Barcelona, ein Geheimnis...schon hat es mich gepackt....und die Verkäuferin mir das Buch in eine Tüte verpackt!


Fazit:
5 von 5 Lese-Echsen





Autor:

Carlos Ruiz Zafón ist in Barcelona geboren und wuchs dort auf. Er besuchte die Jesuitenschule Sarrià (Col·legi de Sant Ignasi). Sie hat ihren Sitz in einem in der Stadt gelegenen gotischen Schloss aus rotem Backstein, mit Türmen und geheimen Gängen, die nach seiner Aussage seine Phantasie und die Lust auf das Geschichtenerzählen angeregt haben. Er war zuerst in Barcelona in einer Werbeagentur tätig, ging 1994 nach Los Angeles und konzentrierte sich völlig auf das Schreiben. Neben seiner Arbeit an Romanen ist er als Drehbuchautor und Journalist für die spanischen Zeitungen El País und La Vanguardia tätig.

Mehr auf: Carlos Ruiz Zafón

Ich hatte das Glück, dass der Autor mit das Buch signierte und sogar eine Widmung auf Spanisch schrieb: por Ramona, que empezó a querer en estas páginas..., was soviel bedeutet wie "für Ramona, die mit diesen Seiten begann (es) zu mögen"...
Mein erstes Buch von diesem Künstler - ein wahrer Beginn einer Liebe


Keine Kommentare: