30. Januar 2012

Leonie Swann - "Glennkill"

Autor: Leonie Swann
Titel: Glennkill

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-46415-9
Erschienen: 2007
Seiten: 376


Inhalt:

Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaft der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche - bis es ihnen schliesslich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.


Meine Meinung:

Maude, Sir Ritchfield, Miss Maple, Heide, Cloud, Mopple the Whale, Othello, Zora, Melmoth....ganz ehrlich, die Schafe haben tolle Namen!
Und tolle Charaktere eigentlich auch: der eine ist schlau, der andere hat die beste Nase, wieder einer frisst am meisten, ein anderer ist der schnellste Renner....

Man ahnt fast nicht, was für Probleme Schafe nur schon im Alltag haben.
Dass sie uns Menschen nicht verstehen und wir uns komisch verhalten, in den Augen eines Schafes, entzückt anfangs noch. Leider wird es auf fast 400 Steien danach allerdings dermassen breitgetreten, dass ich für nächste Zeit keine Schafe mehr sehen mag.

Der Tod des Schäfers George Glenn ist mysteriös, soviel steht fest. Dass andere Dorfbewohner da mit im Spiel sind, ist naheliegend, doch des Rätsels Lösung ist nicht so einfach. Die Autorin baut eine Vergangenheit auf, ein Ereignis vor 7 Jahren, dass sich mit George und Abraham (kurz Ham genannt) passiert ist. Schon damals passierte ein Mord...doch dieser wurde nie aufgelöst...

In dem Buch ist George nicht der einzige Tote, nicht der einzige mit einem Geheimnis und generell möcht ich sagen: man hätte viel mehr auf die Krimigeschichte eingehen können und weniger Müh auf die Beschreibung der Schafe verwenden sollen. Denn dass das Schaf Zora die Nachdenkliche ist, brauch ich nicht das ganze Buch lang ihre Schafsgedanken (Friss ich jetzt Klee oder doch lieber Löwenzahn?) lesen...

Ab der Mitte war ich gelangweilt und las nur noch weiter, weil ich wissen wollte, wer der Mörder ist. Am Schluss hatte ich jedoch das Gefühl, dass man die Geschichte auch auf 200 Seiten locker erzählen hätte können und die Schafe dabei nicht an Sympathie eingebüsst hätten.

Schade, ich hatte eigentlich gutes über das Buch gehört...

Fazit:
2 von 5 Lese-Echsen





Autorin:
Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Glennkill" entstand in Paris, wo sie sich manchmal nach dem Landleben sehnte - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Mit "Glennkill" gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Das Buch stand monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten, wurde in 25 Länder verkauft und mit dem renommierten "Friedrich-Glauser-Preis" für das beste Krimi-Debüt ausgezeichnet. Leonie Swann lebt heute in Berlin.  

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1 Kommentar:

nervi hat gesagt…

Ich selber habe über dieses Buch auch nuuuur gutes gehört. Es war ja auch auf der Bestsellerliste.
Und ich musste leider schon ab der ersten 100 Seiten aufgeben, da ich es einfach langweilig fand.
Bisher überlege ich immer noch, ob ich nochmal anfangen soll, zumal ich immer wieder mal gute wie auch schlechte Meinungen über dieses Buch höre.