21. Januar 2012

Marie-Sabine Roger - "das Labyrinth der Wörter"

Autor: Marie-Sabine Roger
Titel: das Labyrinth der Wörter

Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21284-7
Erschienen: 2010
Seiten: 221


Inhalt:

Nachmittage mit Margueritte

Germain ist vom Leben alles andere als verwöhnt. Seine Mutter zog ihn mit Kopfnüssen und harschen Worten gross, und in der Schule scheiterte er, weil die Lehrer ihn von vornherein für einen Dummkopf hielten. Mit Mitte vierzig und ohne festen Job haust er nun in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette - doch ob es Liebe ist, kann er nicht sagen, denn die hat er noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennenlernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt...


Meine Meinung:
Von solchen Geschichten träumt man doch. Wieviele alte Leute gibt es heutzutage im Park, die alleine auf einer Bank sitzen oder nicht mehr aus dem Haus kommen? Warum sollte man sich immer mit Gleichaltrigen treffen?
Germain und Margueritte zeigen, dass es auch anders geht!

Die beiden Hauptfiguren hab ich sofort ins Herz geschlossen. Auch die Art der Autorin, Kleinigkeiten wie die Tauben zu beschreiben, lässt vermuten, dass sie eine gute Beobachterin und selber Taubenliebhaber ist oder dann eine schöne, blühende Fantasie besitzt. Ihre Worte scheinen genauso gewissentlich gewählt zu sein, wie Margueritte sanft mit Germain umgeht und umgekehrt. Fast möchte man daneben sitzen und ihnen beim Vorlesen zuhören.
Das Buch ist einfach zu kurz...

Mittlerweilen wurde das Buch ja verfilmt und ich finde Gerard Depardieu die perfekte Wahl für diese Rolle! Und auch die Film-Margueritte schliesst man schnell ins Herz!


Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Marie-Sabine Roger wurde 1957 in Bordeaux geboren, lebte lange in Südfrankreich und ist 2011 nach Kanada umgezogen. Sie arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Ihr letzter Roman Das Labyrinth der Wörter wurde in Frankreich und Deutschland ein Bestsellererfolg. Das Buch wurde mit dem Prix Lycéens des Allemands und dem Prix Inter-CE ausgezeichnet und mit Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus in den Hauptrollen verfilmt.

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