7. Januar 2012

Paulo Coelho - "Der Zahir"

Autor: Paulo Coelho
Titel: Der Zahir

Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-23580-7
Erschienen: 2006
Seiten: 342

Inhalt:

Der Zahir ist die Geschichte eines Mannes, dessen Frau verschwindet. Alles hält er für möglich - Entführung, Erpressung, nur nicht, dass Esther ihn ohne ein Wort verlasen, sich ihm entzogen haben könnte. Die Irritation, die sie verursacht, ist so stark wie die Anziehung, die sie ausübt. Was für eine Form des Lebens führt sie, welches besondere Glück ist ihr, fern von ihm, beschieden? Das Verschwinden von Esther gerät zu etwas, das die Gedanken des Mannes bis zur Besessenheit ausfüllt; es erlaubt auch keine Nähe zu der schönen Marie, die sich in ihn verliebt hat. Der Mann weiss, nur wenn er Esther findet, kann er die Obsession überwinden.

Meine Meinung:
Die Geschichte entzückt auf besondere Art. Coelho's Schreibstil ist zwar sehr eigen und mir manchmal immer noch...naja...komisch. Oft sind in seinen Büchern Bibelzitate oder sind sonst irgendwie religiös angehaucht. Manchmal wird er mir zu ausführlich (gerade religiös) und manchmal reisst er mich vollkommen mit den Geschichte hinweg.

Damals sah ich eine Buchaktion (das waren "Packete" zusammengestellt nach Autor für einen unschlagbaren Preis) und da ich sowieso einmal den Alchimisten lesen wollte und auch wissen, wieso sooooo viele Leute den gut finden (oder welch anderen Grund gibt es, dass seine Bücher sogar an jedem Bahnhofskiosk in millionen Sprachen übersetzt im Regal liegen?!).
Also hab ich mir diese Packet eingepackt und bin überrascht:
wie gesagt, der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Die Geschichten sind jedoch wirklich gut! Ich würde es besonders denen empfehlen, die gerne auf Sinnsuche sind, denn darin ist dieser Schriftsteller echt ein Meister!

Ich versuch mich weiter an seinen Büchern, weil irgendwie gefallen mir seine Bücher schlussendlich doch.

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autor:
Paulo Coelho wurde 1947 in eine gutbürgerliche brasilianische Familie hineingeboren, sein Vater Pedro ist Ingenieur, seine Mutter Lydia Hausfrau. Er hat eine ältere Schwester namens Sonia. Paulo Coelhos Leben war von Beginn an religiös geprägt. Als siebenjähriger Junge besuchte er die Jesuitenschule San Ignacio in Rio de Janeiro, in der er bei einem schulischen Lyrikwettbewerb einen Preis erhielt. Coelho studierte Rechtswissenschaften gegen den Wunsch seines Vaters, der ihn gerne in seinen Fußstapfen als Ingenieur gesehen hätte, unterbrach 1970 jedoch sein Studium, um als Hippie eine zweijährige Weltreise durch Südamerika, Nordafrika und Europa zu unternehmen.
Coelhos anschließende Tätigkeit als Theater- und Drehbuchautor sowie sein in dieser Zeit währender Drogenkonsum wurden von seinen streng katholischen und konservativen Eltern scharf verurteilt. Sein rebellisches Aufbegehren gegen die Vorstellungen und Ziele seiner Eltern führte aufgrund der Annahme, ihr Sohn sei geistesgestört, zu insgesamt drei Einweisungen in die psychiatrische Anstalt „Casa de Saúde Dr. Eiras“ (1966, 1967 und 1968), wo er auch mit Elektrokrampftherapie behandelt wurde. Die Erfahrung stationärer psychiatrischer Behandlung schilderte er später in seinem Roman Veronika beschließt zu sterben.

Mehr auf: Paulo Coelho

Keine Kommentare: