30. Januar 2012

Robert Harris - "Pompeji"

Autor: Robert Harris
Titel: Pompeji

Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-72148-7
Erschienen: 2007
Seiten: 379


Inhalt:

Auch im Sommer des Jahres 79 n. Chr. kommen die Reichen und Schönen wieder aus Rom nach Pompeji, Stadt der Ausschweifungen und der Intrigen. Doch dann bebt die Erde, und der mächtige Aquädukt Aqua Augusta, der das Wasser von den Hängen des Vesuvs zu den Küstenstädten führt, versiegt. Attilius, aus Rom entsandter neuer Wasserbaumeister, soll den Schaden beheben. Die Zeit drängt, denn Wasser bedeutet nicht nur Leben, sondern für den skrupellosen Geschäftsmann Ampliatus vor allem Geld und Macht. Ausgerechnet dessen Tochter Corelia kommt einer Verschwörung auf die Spur und bittet Attilius um Hilfe. Während die beiden fieberhaft dunkle Machenschaften aufdecken, sendet die Natur weitere Vorboten drohender Gefahr.


Meine Meinung:

Ab und zu ein historischer Roman...das ist nicht nur lehrend, sondern kann auch spannend sein, wie Robert Harris zu beweisen weiss.
Ich war zwar nie in Pompeji, obwohl man heute die Ruinen besuchen kann und sicher jeder zumindest vom Vulkanausbruch schon gehört hat.

Pompeji liest sich wie einen Krimi in alter Zeit. Man hat nicht das Gefühl in einer Geschichtsstunde über den Ausbruch des Vesuvs zu sitzen. Die Geschichte mit dem Geschäftsmann, Attilius und Corelia ermöglicht dem Leser besser und sorgt für einen roten Faden durch das ganze Buch, als wenn man von allen Menschen im Allgemeinen und Ganzen schreiben würde. So kann man sich in einen Zeugen damals hineinversetzen und die tollen Beschreibungen von Harris erlauben es gut, sich in diese damalige Zeit zurückzudenken.

Anfangs schien es zwar ein wenig langweilig. Ein Wasserschaden ist (zumindest heutzutage) nichts allzu weltbewegendes mehr. Und obwohl es für später wichtig ist, scheint es erst überhaupt nichts mit dem Vulkan zu tun zu haben. Mit der Zeit kommt man jedoch schnell in die Geschichte, spätestens wenn man von der Verschwörung liest.

... und das Ende ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Knall !

Fazit:
3 von 5 Lese-Echsen





Autor:
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren. Nach seinem Geschichtsstudium in Cambridge war er als BBC-Reporter, als politischer Redakteur des »Observer« und ständiger Kolumnist der »Sunday Times« tätig. Die historischen Hintergründe seiner Romane recherchiert Harris als Historiker exakt. Trotzdem schreibt er keine Sachbücher: Er will die Leser gleichzeitig unterhalten und informieren. Mit »Vaterland« gelangt er 1992 in die internationalen Bestsellerlisten. Robert Harris ist heute ständiger Kolumnist bei der Times. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem alten Pfarrhaus in Kintbury bei London.

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