26. Januar 2012

Stefanie Gerstenberger - "das Limonenhaus"

Autor: Stefanie Gerstenberger
Titel: das Limonenhaus

Verlag: Diana
ISBN: 978-3-86800-442-7
Erschienen: 2009
Seiten: 448
(inkl. Gespräch mit Autorin)


Inhalt:

Ein Haus voller Trauer und Zitronenduft birgt ein altes Geheimnis...

Nach dem Tod ihres Zwillingbruders will Lella ihre kleine Nichte Matilde zu sich nach Köln holen, wie sie es Leonardo einst versprochen hatte. Doch der sizilianische Clan ihrer Schwägerin verweigert ihr das Mädchen, denn zwischen den beiden Familien steht eine alte Fehde. In einem Moment der Verzweiflung entführt Lella die kleine Matilde und erhält dabei Unterstützung von Phil, einem deutschen Fotografen. Im "Limonenhaus", dem alten Haus von Lellas Mutter, suchen die drei zunächst Zuflucht. Doch erst als Lella hier auf eine alte Familienbibel mit einigen losen Tagebuchseiten stösst, beginnt sie das schreckliche Ausmass der Familienfehde zu erahnen und welch tragische Geschichte sich dahinter verbirgt. Schon bald sehen sie Lella und Phil in ein Geflecht aus Lügen und alten Geheimnissen verstrickt, das sie jedoch auch mit jedem weiteren Tag immer intensiver aneinander und an die kleine Matilde bindet...


Meine Meinung:

Die Hauptfigur Lella war mir anfangs (trotz meiner Meinung nach blödem Namen) recht sympathisch und ich verfolgte gerne ihre Schritte mit Matilde, die auch wirklich ein süssen Mädchen zu sein scheint.
Auch als sie die Tagebuchseiten entdeckt und die Geschichte an Fahrt bekommt, war ich begeistert...

Leider musste ich dann immer wieder feststellen, dass Stefanie Gerstenberger immer wieder die Geheimnisse andeutet, jedoch nicht weiter darauf eingeht. Es war immer so ein wenig als würde sie die Betonung (wie im Klappentext) auf die Vergangenheit, das Geheimnis, das Unerklärliche legen, die Geschichte spielt sich allerdings vielmehr mit dieser italienischen Familie im Hier und Jetzt ab.

Ich weiss nicht, ob die Autorin selbst erst die Idee mit den Tagebuchseiten verwenden wollte und sich ihre Erzählung etwas verselbstständigt hat im Laufe des Schreibprotzeses oder ob dies bewusst immer mal wieder auf die Seite rutscht.

Schliesslich kann ich nicht sagen, dass das Buch nicht gelungen ist. Ich hatte mir bloss etwas anderes erhofft, da ich sonst auch gerne Familiengeheimnisse lese und dann ein "relativ einfach gestrickter Streit" einer Familie in Italien lesen durfte. Auch darf eine Liebesgeschichte natürlich nicht fehlen, aber zuviel möcht ich nicht verraten...

Die Geschichte ist gut, auch wenn sie manchmal einfach so dahinplätschert, ist es doch unterhaltsam.

Fazit:
3 von 5 Lese-Echsen




Autorin:

Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Während der folgenden Jahre als Requisiteurin für Film und Fernsehen musste sie viele Drehbücher lesen und begann selbst zu schreiben.

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