21. Januar 2012

Volker Häring - "Ein Bus namens Wanda"

Autor: Volker Häring
Titel: Ein Bus namens Wanda
(Abenteuer Alltag entlang des Mekongs)

Verlag: Dryas
ISBN: 978-3-940855-14-5
Erschienen: 2009
Seiten: 245


Inhalt:

Der Mekong ist mit seinen etwa 4.500 Kilometern der zehnlängste Strom. Er gilt als Lebensader Südostasiens und fliesst durch China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Bis heute ist nicht festgelegt, wo der Ursprung des Mekongs liegt, da dieser aus mehreren Quellflüssen in teils schwer erreichbaren Gebieten von Tibet entsteht. Auch schiffbar ist der Fluss bis heute auf mehr als der Hälfte seiner Länge nicht.

Mit Fahrrad, Bus und Boot begleitet Volker Häring den Mekong vom tibetischen Hochland bis in die kambodschanische Tiefebene und erzählt dabei vom Leben entlang des drittgrösssten Stroms Asiens. Er trinkt Wein mit in die Jahre gekommenen chinesischen Ministranten, lernt in Laos die Langsamkeit kennen und entdeckt die unbekannten Mekongufer Kambodschas.

Eine Reise entlang des Mekongs ist immer auch eine Reise in Umwegen. Die sind mal rührend, mal traurig, meistens aber heiter - und führen immer zum Ziel: Dem Mythos Mekong näher zu kommen. Ohne falschen Pathos udn immer mit einem Schuss Ironie.


Meine Meinung:

Der Autor beweist hier nicht nur seinen Sports- und Abenteuergeist, sondern auch sein Talent Geschichten zu erzählen. Beschwingt schildert er seine Erlebnisse in Asien, mit Liebe und Humor - mehr Humor als mancher vielleicht bei den Reisestrapazen noch aufbringen würde. Denn natürlich läuft nicht immer alles nach Plan, schon gar nicht bei einer solch langen Reise. Im Nachhinein las ich zwar, dass er es in Etappen teilte und nicht in einem Stück von Tibet bis nach Kambodscha radelte, padelte oder im Bus ruckelte...

Wir als Leser können seine Reise in einem Rutsch mitverfolgen, auch dank der Karte am Schluss mit der eingezeichneten Route inklusive den Ortsnamen (die man ja nicht immer weiss, wie aussprechen). Ausserdem hat es in der Mitte des Buches noch private Fotos: er und sein chinesischer Freund, komische Schilder, Landschaftsbilder, sein Fahrrad auf nem Boot....

Toll sind auch die Informationen über Land und Leute, die er so nebenbei einfädelt und man somit nicht das Gefühl bekommt Geschichtsunterricht zu haben, sondern echt interessante Kleinigkeiten erfährt. Einige wahrscheinlich auch nützlich, falls man selbst mal in diese Länder vereisen möchte. Als Tourist-Guide würd ich es dennoch nicht empfehlen. Aber als Ferienlektüre...

Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen





Autor:

Schon mit vier Jahren bekam Volker Häring eine Kindergitarre. Später lernte er Klavierspielen und spielte irgendwann auch in China mit seiner Schulband. Nach dieser Reise ins Reich der Mitte konnte er von China nicht genug bekommen. Selbst mehrmals mit dem Fahrrad durch China und andere Länder gefahren, organisiert er heute Radtouren in Asien.

Mehr auf: Volker Häring - China by bike

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