5. Februar 2012

Ildefonso Falcones - "die Kathedrale des Meeres"

Autor: Ildefonso Falcones
Titel: die Kathedrale des Meeres

Verlag: S. Fischer
ISBN: 978-3-502-10097-3
Erschienen: 2007
Seiten: 652


Inhalt:

Der kleine Arnau flieht mit seinem Vater Bernat vor einem brutalen Lehnsherren in das mittelalterliche Barcelona. Die Stadt steht in höchster Blüte, die Viertel wachsen bis hinunter ans Meer. Im Barrio der Töpfer und Hafenarbeiter finden Vater und Sohn Unterschlupf. Während Bernat in der Töpferei seines Schwagers arbeitet, zieht Arnau durch die Strassen und Gassen Barcelonas. Dort erlebt der Junge den Bau von Santa María del Mar, einer riesigen Kirche, die vom Volk für das Volk gebaut wird. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er, welch schweres Los die Arbeit dort ist: Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch während sich die Kathedrale des Meeres in den Himmel reckt, wirft sie auch dunkle Schatten auf das Leben der Menschen. Das Volk leidet unter der Willkür des Adels, die Pest lauert vor den Toren. Und Arnaus Aufstieg zu einem der angesehensten Bürger der Stadt droht ihm zum Verhängnis zu werden: Er wird Opfer eine Intrige, und sein Leben gerät in höchste Gefahr.


Meine Meinung:

Das Buch ist genauso wuchtig wie die Kathedrale, kann ich mir vorstellen. Auf jeden Fall nichts Leichtes für zwischendurch, aber ein historisches Stück von Barcelona.

Vielleicht ist es jemandem von euch auch schon aufgefallen oder es ist bloss meine eigene Einbildung: aber historische Romane, besonders mittelalterliche, haben auch diesen "mittelalterlichen Schreibstil". Nicht dass es altes Deutsch wäre, doch es wirkt einfach trockener, weniger beschwingt, historisch und "alt" irgendwie. Dennoch verläuft die Geschichte recht flüssig und wird somit nicht sehr langweilig.

Allerdings gibt es auch bei diesem dicken Buch einige Kapitel (Tendenz in der Mitte gegen Schluss), die einfach nur langatmig wirken, als wollte der Autor die Geschichte noch nicht beenden und schreibt deswegen nochmals ein paar hundert Seiten. Das ist Schade, denn die Erzählung gefällt mir ansonsten gut und hat weitere Ausschweifungen nicht nötig.

Doch die Karte und die Legende, die sogar die Gebäude nicht nur nummeriert und benennt, sondern auch Auskünfte wie historische Daten angibt, gefallen mir sehr und helfen für das Verständnis.

Fazit:
3 von 5 Lese-Echsen





Autor:
Falcones arbeitet in Barcelona als Anwalt und leitet dort seine eigene Kanzlei. Neben seiner beruflichen Tätigkeit, bei der er sich in die mittelalterliche Rechtsgeschichte Kataloniens vertiefte, entstand in fünfjähriger Arbeit sein Erstlingswerk Die Kathedrale des Meeres, ein im Mittelalter angesiedelter historischer Roman vor dem Hintergrund des Baus der Kirche Santa Maria del Mar. Falcones ist ehemaliger spanischer Juniorenmeister im Springreiten in Spanien und bis heute aktiver Reitsportler.

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