2. April 2012

Peter Schwindt - "Flüsternde Schatten"

Autor: Peter Schwindt
Titel: Flüsternde Schatten

Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-453-53337-0
Erschienen: 2006
Seiten: 396


Inhalt:

Ihr 16. Geburtstag stellt Rosalies Leben auf den Kopf: Sie erblickt den Hausmeister ihrer Schule, der genau vor sechzehn Jahren spurlos verschwunden ist und sie voll abgrundtiefer, aber stummer Verzweiflung ansieht. Zudem hört sie in ihrer Wohnung in der sie allein mit ihrem Vater lebt, Stimmen aus den Katakomben. Um diesen rätselhaften und beängstigenden Vorgängen nachzugehen, entschliesst sich Rosalie, die geheimen Höhlen unterhalb von Paris zu erforschen. Im Keller ihres Hauses in der Rue Lalande findet sie einen versteckten Zugang, den sie für ihre heimlichen Ausflüge in den Untergrund nützt.
Im Antiquariat, in dem ihr Freund Ambrose arbeitet, trifft sie eines Tages den geheimnisvollen Quentin Pylart, zu dem Rosalie eine starke Verbindung spürt. Er lädt sie zu seinem Weihnachtsempfang ein; dort gelingt es ihr, aus seiner Bibliothek eines der Libri Mortis, der Bücher des Todes, zu entwenden.
Ein Phantom in den Katakomben von Paris, ein doppeltes Ebenbild in einem Spiegel, ein geheimnisvolles Medaillon, seltsam reale Träume, ein rätselhafter Retter mit grünen Augen...


Meine Meinung:

Das Cover hat mir ja schon echt gefallen und auch der Klappentext sprach mich sofort an. Einziges "Problem": erst nach dem Kauf gemerkt, dass es der Auftakt einer Trilogie ist...

Doch man liest sich schnell hinein, wird bald in Rosalies Welt gesogen und wandert mit ihr durch die Katakomben von/in Paris. Der Autor weist auch darauf hin, dass es diese Kanäle unter der Stadt gibt und dass man diese (geführt!) sogar besichtigen kann (teilweise), obwohl diese Geschichte komplett fiktiv ist. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass dort unten einige Legenden und Gruselmärchen zustande kamen.

Der Autor muss auch selbst dort gewesen sein, weil er die Schauplätze sehr realistisch zu beschreiben weiss und nicht durch Schlichtheit glänzt. Sein Schreibstil ist eher "adjektiv-lastig", allerdings hatte ich selten das Gefühl, dass es "überlastet" sei.

Rosalie empfand ich persönlich als eher unpassenden Namen für das Mädchen, dessen Figur er zeichnet. Doch an so etwas sollte man nicht lange kritisieren, denn auch daran gewöhnt man sich. Denn die Geschichte hat schliesslich viel Interessanteres zu bieten:
- die libris mortis
- die Geheimgänge der Katakomben Paris
- der geheimnisvolle Quentin Pylart
- der Spiegel und das Medaillon
- ein geheimnisvoller Retter mit grünen Augen
- eine Mutter mit Geheimnis im Koma , eine verschwiegene Grossmutter
- ein guter Freund...oder doch mehr?
- und und und...

Das Ende war eher abrupt, woran man aber auch merkt, dass es von Anfang an schon als Trilogie gedacht und somit so konzipiert wurde.

Unterm Strich aber ein spannende Rätseljagd in der Unterwelt der französischen Hauptstadt. Wenn mir das 2. Buch in die Finger kommt, sag ich nicht nein...

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen




Autor:
Geboren wurde Peter Schwindt 1964 in Bonn. Er studierte Germanistik, Komparatistik und Theaterwissenschaften in Berlin, brach seine Uni-Karriere aber nach vierzehn Semestern und einem Schein erfolgreich ab. Ungebrochen aber blieb seine Leidenschaft für Film, Theater und Literatur. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem als Software-Redakteur, Lektor für Comiczeitschriften und Drehbuchautor.
Schwindt lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in der Nähe von Frankfurt.

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