12. April 2012

Rhiannon Lassiter - "Böses Blut"

Autor: Rhiannon Lassiter
Titel: Böses Blut

Verlag: Fischer Schatzinsel
ISBN: 978-3-596-85297-0
Erschienen: 2008
Seiten: 393


Inhalt:

Wenn dir dein Name zum Verhängnis wird...

Eine verborgene Tür führt in ein geheimes Spielzimmer. Dort liegt ein Stapel alter Kinderbücher, aus denen die Namen einzelner Charaktere herausgestrichen sind. Vor vielen Jahren haben sich hier drei Mädchen ein düsteres Spiel ausgedacht. Was sie spielten, wurde real, doch dann geriet das Spiel ausser Kontrolle. Die Mädchen verliessen den Ort ihrer Kindheit und versuchten, das Spiel zu vergessen.

Doch die aus der Phantasie befreiten Kreaturen blieben am Leben. Tief im Wald warten sie noch immer auf längst fällige Opfergaben, und sie rasen vor Wut. John, Katherine, Catriona und Roland sind die Einzigen, die das Spiel beenden können, und treten das gefährliche Erbe der Mädchen an. Doch sie werden zu hilflosen Spielfiguren...


Meine Meinung:

Es lebt! Die Geschichte, die Figuren, die Fantasie....das Buch lebt!

Als Tochter der Jugendbuchautorin Mary Hoffmann, zeigt auch Rhiannon Lassiter ihr Talent mit Worten Welten zu erschaffen, Kreaturen auferstehen zu lassen, den Leser zu fesseln und die Fantasie die Überhand gewinnen zu lassen.

Anfangs erinnerte die Konstellation von 2 Jungen plus 2 Mädchen, die durch eine Tür in eine ihnen unbekannte Fantasiewelt gelangen ziemlich an Narnia. Doch die Geschichte entwickelte sich komplett anders.
Natürlich haben John, Katherine, Catriona und Roland eine Art Heldenrolle, doch sie spielen nicht die einzigen Hauptrollen...und auch nicht die einzigen Helden.

Unheimliche Puppen mit ausgestochenen Augen, Insekten mit Kindergesichtern, lebendige Bäume, Krähenvögel-Menschen, Bücher, Märchen, Katzen, Alice, ein dunkles Irgendwas im Wald....die blühende Fantasie von Lassiter nutzt jede Gelegenheit zur Überraschung. Spannung entsteht automatisch, da neue Figuren eine immer neue Rolle spielen. Dennoch wird der Leser nicht in ein "Personenchaos" gestürzt und ausschliesslich mit der Tatsache verwirrt, einfach so viele Namen in die Geschichte zu weben wie möglich.

Erst weiss der Leser etwas mehr als die Figuren, da der Leser einzelne Puzzlestücke aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptpersonen serviert bekommt. Später jedoch ist der Leser auf gleichem Wissenstand und ist somit genauso gespannt, was als nächstes passiert und wie man das Problem wieder lösen kann - bzw. das Spiel der Mädchen beenden.
Denn unlängst gerät man selbt in den Strudel der Vorkommnisse und wird vom "Namenfresser" verfolgt...

...denn Namen haben Macht!

Auch erwähnen wollte ich das supertolle Cover, welches sich auch auf den Innenseiten des Buches verbreitet.
So ranken sich die Blumen und Strauchäste auch über die obere linke und untere rechte Ecke der Seiten...



Fazit:
4,5 von 5 Lese-Echsen





Autorin:
Rhiannon wurde 1977 in London als älteste Tochter der Jugendbuchautorin Mary Hoffman geboren. Sie lebt und arbeitet in Oxford, wo sie an der Universität Oxford im Corpus Christi College Englische Literatur studierte. Sie schrieb ihren ersten Roman 2367 – Experiment Hex im Alter von 19. Sie schreibt Artikel und Rezensionen für den Armadillo-Verlag ihrer Mutter, eine Zeitschrift für Kinderbücher. Am liebsten liest und schreibt sie Fantasy und Science-Fiction.

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