20. Mai 2012

Jonathan Stroud - "die Eisfestung"

Autor: Jonathan Stroud
Titel: Die Eisfestung

Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-13268-5
Erschienen: 2003
Seiten: 282


Inhalt:

Mitten im klirrenden Winter treffen sich Emily, Simon und Marcus in der Nähe einer verlassenen Burg. Der enigmatische Marcus überredet Simon und Emily zu einem verrückten Plan: Hineingelangen in die verbotene Festung, die Burg erobern! Obwohl Emily und Simon wenig über Marcus wissen, lassen sie sich von seiner Begeisterung anstecken. Als sie einen Weg in die Ruine finden, schlägt Emily vor, dort zu übernachten.

Was als unschuldiges Spiel beginnt, nimmt eine unheilvolle Wenung, als Simon und Emily Marcus ein paar Tage später wiedersehen: Er ist grün und blau geschlagen. Das war sein Vater, sagt Marcus und verschanzt sich in der Burg, gemeinsam mit seinen neuen Freunden. Aus der Besetzung wird Ernst, als zuerst Marcus' Vater, dann der Burgwächter, eine Sozialarbeiterin, die Polizei und schliesslich die Feuerwehr anrücken. Die Verteidiger setzen alles daran, ihre Stellung zu halten, doch der Zweifel wächst: Wie weit können sie einander wirklich trauen?


Meine Meinung:

Als ich das Buch für einen kleinen, netten Preis entdeckt habe und den Namen des Autoren sah, musste ich es einfach nach Hause nehmen. Jonathan Stroud - der Autor, der mich mit seinem Dämon Bartimäus aus der gleichnamigen Trilogie Tränen lachen liess: das muss doch einfach gut sein!

Der Roman kommt eigentlich mit wenigen Personen aus: Die drei Hauptpersonen Emily, Simon und Marcus. Dazu kommt noch ein Burgwächter und später der Vater von Marcus. Sieht man mal von den eher gesichtslosen Polizei und Feuerwehr ab, waren dies eigentlich schon alle. Doch mehr braucht die Geschichte auch nicht, denn was die drei in der Burg alles erleben ist genügend spannend.

Wer von uns hat als Kind oder auch noch als Jugendlicher nicht eine Burg(-ruine) besucht und sich vorgestellt, dort heimlich zu übernachten? Alte Zeiten wieder aufleben zu lassen, dem Burgwächter an der Nase herumführen und zu für eine Nacht sich ins Mittelalter zurückträumen? Genau diesem Kinderabenteuer hat sich der Autor gekonnt bedient und entwickelt eine simple und dennoch fantasievolle Geschichte. Die drei Charaktere gewinnen schnell  Symphatien, obwohl man ihnen dennoch nicht gleich alles glaubt. Genau die richtige Mischung, die es auch Emily und Simon gegenüber Marcus ergehen sollte.

Sehr toll fand ich auch die Tatsache, dass auf den ersten Seiten eine Skizze, eine Art Bauplan, von der Burg zu finden ist. Es zeigt die verschiedenen Stockwerke mit ihren Grundrissen und den Zimmern, sodass man beim Lesen immer wieder nach vorne blättern kann und sehr gut nachvollziehen kann, wo man sich gerade verbindet. Allerdings ist dem Autor eine dermassen lebhafte Sprache eigen, dass man es auch ohne Plan und mit geringer Raumvorstellung schaffen würde, sich im Kopf selber den Grundriss aufzuzeichnen.

Ohne das grosse Ende verraten zu wollen, sei hier bloss angemerkt, dass hinter der Geschichte von Marcus noch eine weitaus grössere und mächtigere Angelegenheit verborgen liegt, die hier jedoch nur angeklungen wird bzw. erst gegen Ende seine wahre Grösse zeigt. Deswegen fand ich die Bezeichnung Psychothriller für dieses Jugendbuch etwas übertrieben oder dann passend, hätte man diese Hintergrundgeschichte mit Marcus in den Fokus genommen. So wie es ist, liegt der Fokus auf der Burg und dem Abenteuer einzudringen und sie zu verteidigen, was auch niemals spannend wurde. Für geübte Thriller-Leser, glaube ich, bringt es eher keine Gänsehaut.

Schlussendlich kommt die Eisfestung nicht an den Erfolg von Bartimäus an. Dennoch ist es ein tolles Leseabenteuer, besonders für junge Leser, von einem Meister einer lebhaften Sprache!

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autor:
Bereits mit sieben Jahren begann Jonathan Stroud Geschichten zu schreiben. Nach einem Studium der Englischen Literatur an der Universität von York verfolgte er zunächst eine Karriere im Verlagswesen, wo er in London als Lektor und Herausgeber von Sachbüchern für Kinder arbeitete. Mitte der 1990er Jahre begann er seine eigenen schriftstellerischen Werke zu veröffentlichen und verzeichnete mit seinen ersten Büchern recht schnell Erfolge.
Heute lebt Stroud zusammen mit seiner Tochter Isabelle, Sohn Arthur und seiner Frau Gina, einer Grafikerin, die auch Kinderbücher illustriert, in St Albans in Hertfordshire in der Nähe Londons.

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Kommentare:

Froschkönigin hat gesagt…

huhu, supersüßer blog <3 hast du lust auf gegenseitiges verfolgen?
hab schon mal den anfang gemacht

schau bei mir vorbei, mein blog ist noch ganz neu <3
Froschkönigin

NATALiJA WANTS YOU! ♥ hat gesagt…

das Buch hört sich sehr interessant an :-)

Full of Joy hat gesagt…

Hey, bei uns kommt heute auch noch ein Buchtipp, vielleicht interessiert es dich ja und du schaust mal vorbei? Über eine neue Leserin freuen wir uns immer;)
http://full--of--joy.blogspot.de/
LG

the librarian lizard hat gesagt…

Hallo zusammen!
Danke für die lieben Komis, freut mich, dass es euch bei mir gefällt =)