26. Juni 2012

John Ajvide Lindqvist - "Menschenhafen"


Autor: John Ajvide Lindqvist
Titel: Menschenhafen

Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16538-4
Erschienen: 2009
Seiten: 556


Inhalt

"Papa, was ist das? Da drüben auf dem Eis?"
Ein strahlend schöner Wintertag. Anders steht mit seiner sechsjährigen Tochter im Luchtturm der Insel Gavasten und schaut aufs Meer hinaus. Eis, überall Eis. Und Schnee. Was hat seine Tochter da in der Ferne ersphät? Da ist doch nichts. Kurz darauf läuft Maja hinaus, um nachzusehen - und der Albtraum beginnt. Obwohl sie auf der freien Eisfläche nicht verschwinden kann, passiert genau das. Plötzlich ist sie weg. Spurlos verschwunden. Anders und seine Frau haben kein Kind mehr...
Jahre später erreichen Anders plötzlich mysteriöse Botschaften. Lebt Maja etwa noch?


Meine Meinung:

Das Cover passt super zur Geschichte und hat mich mit dem Klappentext schon richtig neugierig gemacht. Doch leider kam ich auch nach knapp 200 Seiten nicht ganz in die Geschichte rein.
Dabei weiss ich nicht recht an was das gelegen haben könnte...

Anfangs gibts es viele eher kurze Kapitel, die mich eher verwirrten, weil es mir zu viele Namen und zu viel Zeitsprünge (ohne Jahresangaben) gab. Auch irritierte mich der Name "Anders" erstmals, da ich diesen aus dem Norden nicht kannte und es mir meist am Satzanfang nicht als Name aufgefallen ist, sondern mein Kopf es als "Anderes" verarbeitet hat (und ich fragte mich: was anderes? hahaha). Aber gut, diese Sprünge sind wichtig und erklären die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln von verschiedenen Personen, die sich in der Hauptrolle dementsprechend abwechseln (im ganzen Buch jedoch 3 Hauptfiguren).

Der Schreibstil ist sehr lebendig und der Autor beschreibt sehr detailgetreu und weiss mit Worten Gefühle beim Leser auszulösen. Besonders Angst beschreibt der Autor auf verschiedene Art - denn es gibt auch verschiedene Angstempfindungen.

Die Geschichte selbst entwickelte sich ganz anders als ich es erwartet habe und führt sogar in die Fantasyecke, in Unerklärliches und schwarzer Magie. Das Ende hat für mich aber nicht alles aufklären können und so spinnt der Autor ein spannendes Netz voller toller Ideen zusammen, kann sie am Schluss jedoch leider nicht alle Rätsel lösen, was mich etwas enttäuschte. Vieles ist jedoch auch schwer bis gar nicht erklärbar, deswegen sei ihm das verziehen.

Ganz allgemein denke ich, dass  ich das Buch nicht schlechtreden darf, denn ich kann mir gut vorstellen, dass es viele Fans hat. Aber meinen Geschmack hat es dann doch nicht so getroffen, aber wie soll ich ein Bauchgefühl beschreiben?

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autor:

John Ajvide Lindqvist, geboren 1968, ist aufgewachsen in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Dort leben auch die Helden seines weltweit erfolgreichen Romandebüts "So finster die Nacht", das für das internationale Kino verfilmt wurde. Der "schwedische STephen King" (Dagens Nyheter) begann seine Karriere als TV-Standup-Comedian und widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben von Thrillern mit Horrorelementen.

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Kommentare:

Jacy hat gesagt…

Schon der Titel lässt einem einen Schauer über den Rücken laufen... ich muss für solche düsteren Bücher die mit der Angst spielen immer den passenden Moment abwarten. Immer kann ich sowas nicht lesen ^^

the librarian lizard hat gesagt…

Ich hatte es auch etwas länger im Regal. Dann hatte ich plötzlich Lust darauf, welche während der Lektüre wieder abflaute, aber sich gegen Ende wieder sehr steigerte! Also wenn die Stimmung passt, ist es allemal empfehlenswert.