6. September 2012

Steve Lopez - "der Solist"

Autor: Steve Lopez
Titel: Der Solist

Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-4423-7336-9
Erschienen: 2009
Seiten: 320


Inhalt:

Eine bewegende wahre Geschichte von Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und der Magie der Musik

Auf dem Weg in sein Büro bei der Los Angeles Times hastet Steve Lopez durch das Armenviertel der Stadt, als er Nathaniel Ayers hört, der sich auf einer Violine, die nur noch zwei Saiten hat, das Herz aus seiner Seele geigt. Lopez bleibt stehen, spricht mit ihm und schreibt eine Kolumne über den verstörten, aber brillanten Musiker, der ein hochbegabter Student des Elitekonservatoriums Juilliard School war, bevor er an Schizophrenie erkrankte. Damit beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die das Leben beider Männer grundlegend verändert.

Meine Meinung:

Eine wahrlich berührende Geschichte. Das Leben schreibt eben doch noch die besten Geschichten, obwohl es in diesem Falle ein trauriges Schicksal ist...

Nathaniel Ayers ist anders...er verflucht Radfahrer und Raucher, schimpft über andere Irre und misstraut jedem. Dennoch kommt diese Freundschaft zwischen ihm und Lopez zustande. Warum setzt sich Lopez so sehr für diesen Verrückten ein?

Was diese beiden Menschen sich gegenseitig geleistet haben nennt man: Menschlichkeit.
Es ist egal, was du machst und wer du bist - solange du den anderen mit Respekt behandelst und jedem eine Chance gibst. Der erste Eindruck ist nicht immer richtig und vom ersten Eindruck, kann man nicht die ganze Geschichte eines Menschen kennen. Und bei manchen lohnt es sich besonders, ihre Geschichte zu hören...oder zu verfilmen: wie geschehen mit diesem Buch. In den Hauptrollen: Oscar-Preisträger Jamie Foxx und Robert Downey jr. !

Der Schreibstil liest sich flüssig, aus der Ich-Position von Steve Lopez geschrieben. Somit erhält man auch ausschliesslich seine Sicht, die jedoch schon genug spannend ist. Die Sicht von Nathaniel zu verstehen, wäre sowieso zu kompliziert. Denn Ausschnitte seiner Gespräche verwirren den Leser schon genügend.

Die Erzählung sensibilisiert für Obdachlose, für das Problem in Skit Row (Armenviertel/Strasse in L.A.), aber auch für Krankheiten, die oft stigmatisiert wurden / werden oder zu spät erkannt. Nathaniel bekommt die Diagnose Schizophrenie. Doch jeder Fall ist individuell er bei ihm liegt die Grenze zwischen Wahnsinn und Genie eben sehr nahe.

Als Geschichte hat mich zwar der Roman nicht unbedingt aus den Socken gehauen, aber der Inhalt, die Problematik an sich, hat mich doch sehr berührt und auch auf den Film neugierig gemacht.
Das Buch ist sehr zu empfehlen, da es nicht nur Unterhaltungs- sondern besonders Wissenswert hat!

Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen





Autor:

Lopez stammt ursprünglich aus Pittsburg und studierte an der San José State University. Lopez ist der Autor dreier Romane: Third and Indiana, The Sunday Macaroni Club und In the Clear, außerdem schrieb er eine Zusammenfassung seiner Arbeit für The Philadelphia Inquirer mit dem Titel Land of Giants.
Die Beziehung zwischen Ayers und Lopez wurde am 22. März 2009 in einer Episode des Nachrichtenmagazins 60 Minutes behandelt.

Mehr auf: Steve Lopez über Nathaniel (L.A. Times)

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