16. Oktober 2012

Hannu Raittila - "Sintflut"

Autor: Hannu Raittila
Titel: Sintflut

Verlag: Random House
ISBN: 978-3-442-73779-6
Erschienen: 2007
Seiten: 317


Inhalt:

Woran es der Welt mangelt, sind Leute, die immer wieder einen neuen Anfang wagen. Getreu dieser Grundüberzeugung hat Opa Leinonen seit nunmehr fast hundert Jahren gelebt. Mit überbordender Experimentierfreude und einem untrüglichen Sinn für das perfekte Marketing hat er viel erreicht: Er hat das elektrische Licht in sein finnisches Dorf gebracht, hat Parallelvergaser erfunden - und er hat vor langer Zeit die Sommerversammlungen der Laestadianer, einer religiösen Bewegung in Finnland, erdacht. Inzwischen haben sich diese Trefffen zu Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu achtzigtausend Menschen entwickelt. In diesem Jahr wird das unerschütterliche Vertrauen der Laestadianer jedoch auf eine ungewöhnliche Probe gestellt. Kaum hat die Veranstaltung begonnen, setzt sintflutartiger Regen ein. Zunächst bringt das weder Opa Leinonen noch seinen Enkel Johannes aus der Ruhe, denn da sich die Laestadianer vor nichts fürchten, wird weiter gepredigt, sich vergnügt, so manches Geschäft gemacht, gelacht und geliebt. Doch schon bald ist geniale Improvisation gefragt...


Meine Meinung:

Eigentlich weiss ich kaum etwas über dieses Buch zu berichten, denn ich habe das Gefühl überhaupt nichts verstanden zu haben. Dabei weiss ich nicht einmal, ob das ein Mangel an Intelligenzmeinerseits ist, oder ob mir dieser Roman aus anderen Gründen einfach nichts sagt.

Das Hauptproblem ist die Schreibweise, weil der Autor sich ausschliesslich des Passives bedient und somit praktisch keine direkte Rede vorhanden ist. Dies empfand ich als schwierig und unnatürlich, was meinen Lesefluss beträchtlich beeinflusste. Auch ist die Geschichte aus mehreren Sichten, also von mehreren Personen erzählt, die allerdings nur durch einen Absatz getrennt werden. Dadurch, dass alle diese Erzähler aus der Ich-Position erzählen, und das von Anfang an, brauchte ich sehr sehr lange, bis ich ungefähr eine Ahnung hatte, welcher Ich nun welches Ich wirklich ist. Und bis zum Ende bin ich mir noch nicht bei allen sicher: Natürlich gibt es da diesen Opa Leinonen und seinen Enkel. Dann gibt es so eine Leila, einen Tontechniker und irgendeiner, der Würste mit seiner Frau bei dieser Veranstaltung verkauft. Was die gemeinsam haben: diesen Roman bzw. dass sie alle an dieser Veranstaltung sind.

Manchmal glaubte ich, dass die Geschichte einen Zeitsprung in die Vergangenheit macht. Aber auch dies fand ich eher mit der Zeit heraus, als das Kapitel schon wieder fertig war oder wegen offensichtlichen "Fehlern" (Da erzählt der Tontechnicker von der neusten Technologie von Mikrofonen etc, auf der nächsten Seite wird die Geschichte erzählt, wie der Opa Leinonen eine Glühbirne anzündet und somit die Elektrizität in das kleine Dorf bringt - das kann ja nicht zum gleichen Zeitpunkt geschehen!).

Da ich zur Sorte gehöre "auch wenn mir das Buch nicht gefällt muss ich es zu Ende lesen", habe ich mich durchgebissen. Ich wollte wissen, was am Schluss passiert (der Acker, wo die Veranstaltung ist, wird durch den Regen matchig und alles versinkt im Dreck), aber nun bin ich etwa gleich schlau wie nach dem Klappentext. Somit kann ich eu nicht einmal viel verraten.

Unterm Strich: ich hab schon von dem Autor gehört und dass er gut sei, aber ich persönlich konnte nichts mit diesem Buch anfangen...

Fazit:
0 von 5 Lese-Echsen





Autor:

Hannu Raittila, geboren 1956, gilt als einer der wichtigsten Autoren Finnlands. Man kennt ihn als Verfasser von Kolumnen, Hörspielen, Drehbüchern, Erzählungen und mehreren Romanen. Für "Canal Grande" erhielt er den Finlandia-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung des Landes.

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1 Kommentar:

Nicole hat gesagt…

Ich finde deinen Blog echt klasse, also hab ich dir einen Blogaward verliehen! :) Herzlichen Glückwunsch, für die Regeln schau einfach mal auf meinem Blog vorbei.

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