11. November 2012

Cornelia Funke - "Tintenherz"

Autor: Cornelia Funke
Titel: Tintenherz

Verlag: Cecilie Dressler
ISBN: 978-3-7915-0465-0
Erschienen: 2003
Seiten: 566


Inhalt:

In einer stürmischen Nacht taucht bei Meggie und ihrem Vater Mo ein seltsamer Gast auf. Er warnt die beiden vor einem Mann names Capricorn. Am nächsten Morgen reisen Mo und Meggie überstürzt zu Tante Elinor. Diese verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, das an der ganzen Aufregung schuld ist. Meggie hat es vor Jahren schon einmal gelesen. Doch jetzt wird es zum Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie in große Gefahr gerät.


Meine Meinung:

Lange, lange...war diese Trilogie auf meinem SUB, zählte immer zu den "Muss-man-gelesen-haben" Klassikern, wunderschöne Cover und doch...aber nun habe ich endlich den ersten Band gelesen und sie hatte Recht: "Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz." (S. 16)

Der Schreibstil gefiel mir von Anfang an, denn er passt einfach zu genau in diese Geschichte: verträumt und detailliert, würzig und spannend und doch nicht zu kompliziert (ist ja ein Jugendbuch). Die Autorin hat einen grossen Schatz an Wörter, die sie einzusetzen weiss, um Meggie, Mo, Staubfinger, Capricorn und all ihre Freunde zum Leben zu erwecken.

In der Mitte allerdings hatte ich kurz das Gefühl, dass es doch etwas in die Länge gezogen wird. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich immer nur Zeit hatte für 20 Seiten am Stück zu lesen und diese künstlichen Unterbrechungen wirkten somit "verlängernd". Oder die Tatsache, dass ich den Film vor dem Buch schon kannte und somit eigentlich auch schon das Ende. Mich freute es jedesmal, wenn mir eine Szene auffiel, die im Film nicht vorkommt oder verändert wurde. Einige Stellen gefallen mir im Buch viel besser, bei anderen verstehe ich die Veränderungen aufgrund der Machbarkeit des Filmes. Ich finde Brendan Fraser herrlich als Mo und auch Staubfinger ist hervoragend gewählt. Allerdings wurde mir bei der Lektüre bewusst, dass ich mich nicht an Elinor im Film erinnern konnte. Mir scheint sie spielt im Buch eine einiges wichtigere Person als im Film. Allerdings überrascht es nicht, dass ein Buch intensiver erlebt wird als der Film, oder?

Auf jeden Fall freue ich mich auf den zweiten Teil, den ich völlig unvoreingenommen "verdauen" darf. Nun will ich wissen, wo Basta und die Elster abgeblieben sind. Wohin verschlug es Staubfinger? Was passiert mit all den Feen und Kobolden in Capricorns alten Dorf?
Das Buch ist an sich abgeschlossen und trotzdem bietet es noch Fragen, die eine Fortsetzung fordern. Ich bin aber glücklich, dass es sich nicht um einen so offensichtlichen Cliff Hanger handelt. Das mag ich nur bei wenigen Büchern.

Bewiesen hat die Autorin aber sicherlich eins: sie hat unglaublich viel Fantasie und ist sehr begabt, uns all diese Fantasiewesen und Welten näher zu bringen.

Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Cornelia Funke, geboren am 10. Dezember 1958 in Dorsten, Nordrhein-Westfalen, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin, deren phantastische Romane international erfolgreich sind und mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Bücher in 37 Sprachen übersetzt wurden. Ihren Durchbruch schaffte sie mit "der Herr der Diebe".

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