16. Dezember 2012

Charlaine Harris - "Echte Morde"

Autor: Charlaine Harris
Titel: Echte Morde


Verlag: Feder&Schwert
ISBN: 978-3-86762-096-3
Erschienen: 2011
Seiten: 239


Inhalt:

Eine Mordserie nach dem Vorbild berühmter Tötungsdelikte erschüttert die kleine Gemeinde Lawrenceton im US-Bundesstaat Georgia. Die 28-jährige Hobbydetektivin Aurora Teagarden gehört dem Club "Echte Morde" an, einer Gruppe von Krimifans, die sich einmal im Monat trifft, um sicht mit berühmten oder ungelösten Verbrechen zu befassen. Doch als sie zu Beginn einer dieser Treffen die Leiche eines Clubmitglieds findet, das nach dem Vorbild ihres aktuellen Falls geötet wurde, gerät Roes Welt völlig aus den Fugen - im Guten wie im Schlechten.


Meine Meinung:

"Echte Morde" ist der erste Band von 8 aus der Reihe mit Aurora Teagarden, einer Bibliothekarin, die Kriminalfälle löst. Davon wurden bisher 3 Bände ins Deutsche übersetzt.

Da ich sehr viele verschiedene Genres lese und nicht nur ausschliesslich Krimis, scheinen diese Bände eine Serie toller "Krimis für zwischendurch" zu sein: vergleichsweise wenig Seite, dennoch unglaublich spannend. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2 "Knochenerbe", den ich mir auf jeden Fall besorgen muss.

Die Geschichte um Aurora (kurz auch Roe genannt) verliert selten an Geschwindigkeit. Spätestens wenn der nächste Mord geschieht ist sie (und der Leser) wieder in heller Aufregung und möchte das Rätsel endlich lösen. Schliesslich läuft ein Mörder mit ziemlich kranken Hirn immer noch frei herum und keiner weiss, wen er sich als Nächstes aussucht. Obwohl ich diese Mordserie fast etwas zu viel empfand anfangs, passt es am Schluss doch alles hervorragend zusammen und schliesslich heisst der Titel ja auch schon im Plural "Morde".

Die Hauptfigur empfand ich als sehr realitätsnahe Person, mit der sich der Leser sehr gut identifizieren kann (falls man das bei einer Mordserie wirklich möchte). Abgesehen von einer Stelle, wo mich ihre Reaktion etwas irritierte, war Aurora eine sehr authentische Frau, wie es sie wohl überall geben kann. Auch die anderen Mitglieder des Krimiclubs und weitere Figuren (Nachbarn, Freunde, Eltern, Polizisten, etc.) sind gut gelungen, obwohl ich anfangs Schwierigkeiten mit solch vielen Namen hatte. Dennoch kommt man sehr schnell hinein, meint die Gemeinde zu kennen und bekommt einen Überblick über alle Figuren, da jeder mal mehr mal weniger näher beschrieben ist und in Aktion tritt.

Der Schreibstil war sehr angenehm und wirkte kein bisschen künstlich auf mich, sodass ich mich voll ins Lesevergnügen stürzen konnte. Die Geschichte habe ich praktisch an einem Stück durchgelesen, weil's mich einfach immer wieder hineinsog. Inwiefern die "echten Morde", die als Vorbilder für die fiktiven Morde dieses Romans herhalten, ebenfalls real sind, habe ich nicht weiter recherchiert. Ich denke jedoch, dass die Möglichkeit sicher besteht, oder dass es zumindest schon ähnliche Fälle gegeben hat.

Sehr gefallen hat mir auch die Tatsache, dass der Leser nicht extra in eine falsche Richtung gelotst wird oder es fiel mir nicht als solches auf. Ich persönlich finde, dass dieses künstliche "den-Leser-auf-falsche-Fährten-schicken" leider die Atmosphäre zerstören kann und der Leser somit merkt, dass er auf den Holzweg gebracht werden soll, es aber genau deswegen nicht glaubt, was wiederum keine Spannung aufbaut. In diesem Roman hatte ich jedoch bis zum Schluss keine Ahnung, wer die Morde begeht.

"Knochenerbe" (Band 2) und wahrscheinlich auch "3 Zimmer, Leiche, Bad" (Band 3) werde ich mir besorgen müssen, denn von Aurora Teagarden les ich gerne mehr!

Fazit:



5 von 5 Lese-Echsen




Autorin:


Charlaine Harris, geboren 1951 in Tunica (Mississippi) ist auch die Autorin von der Sookie-Stackhouse-Romane (= Vorlage zur TV-Serie True Blood) und dominiert seit Jahren die Bestsellerlisten der New York Times. Sie lebt heute mit ihrem Mann und 3 Kindern in Magnolia (Arkansas).

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