5. Dezember 2012

Cornelia Funke - "Tintenblut"

Autor: Cornelia Funke
Titel: Tintenblut


Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-0467-4
Erschienen: 2005
Seiten: 708


Inhalt:

Meggie las zum hundersten Mal den Abschiedsbrief an ihre Eltern:

Liebster Mo! Liebe Resa!
Bitte macht euch keine Sorgen. Farid muss Staubfinger finden, um ihn vor Basta zu warnen, und ich gehe mit ih. Ich will gar nicht lange bleiben, ich will nur den Weglosen Wald sehen und den Speckfürsten, den Schönen Cosimo und vielleicht noch den Schwarzen Prinzen und seinen Bären. Ich will die Feen wiedersehen und die Glasmänner - und Fenoglio. Er wird mich zurückschreiben. Ihr wisst, dass er es kann. Macht euch keine Sorgen. Capricorn ist ja nicht mehr dort.
Bis bald, ich küsse euch tausendmal, Meggie.


Meine Meinung:

Selten (oder nie?) hat mir ein zweiter Teil besser gefallen als der erste Teil! Im zweiten Band taucht Cornelia Funke mit dem Leser und ihre Figuren in die Tintenwelt ab - hinaus aus unserem Alltag, hinein ihn die Fantasiewelt. Fenoglio hat sich dort schon eingelebt und wir werden es ihm gleichtun.

Es braucht viel Kreativität, um eine solch bunte, gemischte Welt zu erschaffen. Leider habe ich erst spät gemerkt, dass hinten im Buch noch eine Karte der Tintenwelt ist, damit man den Weglosen Wald, Ombra, die Nachtburg, die Mäusemühle und die verschiedenen Verstecke der Spielleute findet. Aber auch ohne Karte gelingt es die Tintenwelt zumindest in Gedanken auferstehen zu lassen, denn wie schon im ersten Teil kennt die Autorin die Kunst der Beschreibung: nicht zu viel "Blabla", aber genug Details für die Vorstellungskraft.

Mo spielt nur noch indirekt eine wichtige Rolle, Hauptakteure sind diesmal besonders Meggie, Farid und Staubfinger. Dazu kommen Fenoglio und viele neue Freunde und Feinde. Die einen mochte ich davon sehr, andere weniger, wobei dies nicht einfach in Gut und Böse einzuteilen ist. Manchmal darf man ja auch Sympathien haben für einen Bösewicht, wenn dieser gut geschrieben ist, oder? Seit ich den Film gesehen habe und somit ein Gesicht von Staubfinger, wurde dessen Figur noch viel lebendiger und ich konnte mir sogar jedes Stirnrunzeln bei ihm vorstellen. Am wenigsten sagte mir der Schöne Cosimo zu, obwohl er eher zu den Guten gehören müsste.

Auch auffällig im zweiten Teil: der Schluss. Den ersten Band konnte man noch gut als eigenständiges Buch lesen. Beim zweiten Band ists klar, dass noch ein Dritter kommt und die Geschichte eindeutig noch nicht zu Ende ist. Auch wird man den zweiten Teil kaum verstehen, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Ich denke, dies wird uach der Fall im nächsten Buch sein. Doch bin ich schon gespannt, welche Figuren da auf mich warten, welche Kreaturen sich im Wald verstecken, welche Burg und welcher Fürst gewinnt und was mit den Hauptakteuren passiert. Bleibt die Familie um Mo, Meggie und Resa in der Tintenwelt? Da gibt es nur eine Möglichkeit: weiter lesen.

Fazit:
4 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Cornelia Funke, geboren am 10. Dezember 1958 in Dorsten, Nordrhein-Westfalen, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin, deren phantastische Romane international erfolgreich sind und mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Bücher in 37 Sprachen übersetzt wurden. Ihren Durchbruch schaffte sie mit "der Herr der Diebe".

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