25. Dezember 2012

Ernest Hemingway

Autor: Ernest Hemingway
Titel: Der alte Mann und das Meer


Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-22601-4
Erschienen: 1959
Seiten: 144


Inhalt:

84 Tage war der kubanische Fischer Santiago aufs Meer hinausgefahren, ohne einen Fang zu machen. Immer weiter wagte er sich in den Golf hinein. Als er schließlich einen riesigen Schwertfisch harpuniert, beginnt ein zwei Tage und zwei Nächte währender verzweifelter Kampf mit einem Rudel Haie, die den Fisch anfallen. «Man kann vernichtet werden, aber man darf nicht aufgeben» - das Credo des alten Mannes deckt sich mit dem Hemingways.


Meine Meinung:

Erstens sollte meiner Meinung das Buch "der alte Mann und der (grosse) Fisch" heissen,, weil er mit dem Fisch wohl mehr kämpft als mit der See an sich. Im Gegenteil, das Meer wird recht nebensächlich behandelt, dient mehr als Kulisse, obwohl er (Hemmingway / der Fischer) das Meer auch als seine Geliebte bezeichnet. Ausserdem erinnert die Geschichte stark an "Moby Dick", welche nur wenige Jahre vorher erschien.

Der Fischer Santiago ist etwas brummig, ein Einzelgänger, obwohl ihm ein junger Freund immer wieder Gesellschaft leistet. Hinaus ins Meer fährt er jedoch alleine als er seinen Fang des Lebens an der Angel hat. Es beginnt ein ruhiger Kampf darum, wer zuerst ermüdet. Der Fisch zieht anfänglich das Boot noch weiter in die See, sodass der Fischer das Land nicht mehr sieht. Der Fischer hingegen lässt sich ziehen und fischt sich kleine Fische, um zu überleben. Tage und Nächte harrt er aus, bis der Fisch seine Kreise zieht und der Fischer Angelschnur gewinnt. Als der Fisch springt, wird dem Fischer erstmals bewusst, wie gross sein Fang überhaupt ist und ist überwältigt. Schlussendlich gewinnt er sogar den Kampf, hat jedoch das Problem, den Fisch in den Heimathafen zu bringen. Da der Fisch zu gross für's Schiff ist, bindet er ihn an dessen Seite fest, was wiederum Haie anlockt.
Der Kampf ist noch nicht vorüber, denn nun muss sich der Fischer gegen Haie wehren, um sein Leben zu bewahren und um seinen Fang nach Hause zu bringen. Wieder gewinnt er Kämpfe, doch bis er schlussendlich im Heimathafen ankommt, sind nur noch Teile seines Fisches angebunden und er selbst komplett erschöpft. Dennoch: Es war sein Fang seines Lebens!

Die Geschichte ist wohl die Bekannteste von Hemingway und obwohl der Inhalt bekannt ist, ist es lesenswert. Denn bei diesem Buch ist es nicht nur der Inhalt an sich, sondern alles was dahinter steckt, was zählt. Ausserdem ist es ein Klassiker mit vergleichsweise wenigen Seiten.

Diese Erzählung ist die letzte veröffentliche Geschichte Hemingways zu seinen Lebzeiten. Allerdings wurde sie erst stark kritisiert und viele rätselten, wer dieser Fischer und der Junge war, bzw. wer den Figuren als Vorbild diente. Auch wurde die Geschichte verfilmt und gewann später mehrere Auszeichnungen. Hemingway erhielt ausserdem den Nobelpreis für Literatur 1954.

Trailer zum Film:



Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autor:

Ernest Hemingway wurde am 21. Juli 1899 als Sohn eines Arztes in Illinois geboren. Nachdem er 1917 vorzeitig die High-School verliess, wurde er Reporter bei einer Lokalzeitung in Kansas City. 1918 ging er mit einer Kolonne des Roten Kreuzes an die italienische Front, wurde verwundet und kehrte nach Kriegsende 1919 in die Heimat zurück. In den 20er Jahren lebte er für einige Zeit in Paris im Kreise illustrer Künstlerpersönlichkeiten (u.a. James Joyce und F. Scott Fitzgerald).
Nach schwerer Krankheit schied der Schriftsteller am 2. Juli 1961 freiwillig aus dem Leben.

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