12. Dezember 2012

Nicholas Sparks - "das Leuchten der Stille"

Autor: Nicholas Sparks
Titel: Das Leuchten der Stille


Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-40551-6
Erschienen: 2007
Seiten: 397


Inhalt:

Als John Tyree Savannah begegnet, weiss er, dass er die Frau seines Lebens gefunden hat. Zum ersten Mal hat er ein klares Ziel vor Augen: so schnell wie möglich seinen Militärdienst ableisten, zu dem er sich aus reiner Orientierungslosigkeit gemeldet hatte, und dann mit Savannah eine Familie gründen. Doch alles läuft anders als geplant. Die Anschläge vom 11. September erschüttern Amerika schwer, und auch John kann sich dem verstärkten Gefühl der Verantwortung nicht entziehen. Daher verlängert er seinen Vertrag noch einmal, um seinem Land zu dienen. Aber der Preis ist hoch. Wenig später erhält er einen Brief von Savannah: Sie will nicht mehr länger auf ihn warten - denn sie hat sich in einen anderen verliebt. Doch John kann sie nicht vergessen. Als er endlich heimkehrt, sucht er sie auf. Sie ist verheiratet, aber sie hat die Vergangenheit noch nicht ganz hinter sich gelassen. Darf John jetzt noch um sie kämpfen?


Meine Meinung:

Ein kitschiges Cover, ein kitschiger Titel, ein Seufzer...genau, Sparks.
Aber irgendwie hatte ich diesmal wieder richtig Lust auf eine romantische Geschichte. Etwas Gefühlsduselei tut gut zwischendurch.

Der Schreibstil von Nicholas liest sich wie immer flüssig. Er schafft es irgendwie über grosse Gefühle so natürlich zu schreiben, obwohl vielen von uns solche grossen Worte wahrscheinlich eher schwer über die Lippen wollen. Doch trotz grosser Romantik verliert er die Realität nicht aus den Augen. Denn trotz fiktiver Geschichte, kann man sich diese Erzählung auch gut im realen Leben vorstellen. Auch in diesem Buch gibt es ein Happy End, doch ist es nicht jenes, welches man erwartet...oder wünscht.

Leider waren einige Dinge sehr absehbar, was einfach immer etwas schade ist. Natürlich ist es kein Krimi, wo die Spannung automatisch die Hauptrolle spielt. Doch wenn zu viele Dinge vorhersehbar sind, verliere ich das Interesse daran. Abgesehen davon kann ich kaum etwas kritisieren bei diesem Roman. Wahrscheinlich habe ich noch zu wenig Nicholas Sparks Bücher gelesen und irgendwie werd ich auch nicht richtig warm mit ihm, doch schlecht unterhalten fühlte ich mich bisher nie.

Es ist eine scheinbar leichte Geschichte mit Herz, die jedoch viel tiefgründiger und aufwühlender wird, je weiter man liest. Die Charaktere um die Hauptfiguren erkranken, John's Einsätze im Irak oder es gibt andere Probleme, die die beiden nicht recht zusammen kommen lassen. Trotzdem verbindet sie die Vergangenheit, die Erinnerung an wunderbare Sommerwochen, die sie gemeinsam am Strand verbrachten. Dabei fand ich gerade die Nebenfiguren viel interessanter. Nicht wegen deren Krankheiten an sich, sondern wie Herr Sparks mit den Symptomen und Schicksalsschlägen umgegangen ist. Denn irgendwie behandelt er die Krankheiten zwar sehr oberflächlich, und gleichzeitig zeigt er dennoch die volle emotionale Belastung auf und wie ein solches Schicksal auch viele andere Leben mitbeeinflusst.

Unterm Strich erst ein durchschnittlicher Liebesroman, der sich in einen wunderbaren Sparks-Roman entwickelt. Der somit erst als leichte, emotionale Geschichte scheint, am Schluss jedoch doch mehr zum Denken anregt.

Fazit:

3, 5 von 5 Lese-Echsen




Autor:

Nicholas Spars, 1965 in Nebraska geboren, lebt mit seiner Frau und den fünf Kindern in North Carolina. Mit seinen gefühlvollen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 46 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt.

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