27. Juni 2012

Susan Hill - "das Gemälde"

Autor: Susan Hill
Titel: Das Gemälde

Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-66350-9
Erschienen: 2009
Seiten: 158


Inhalt:

Schwarze Gondeln auf dem Canal Grande, Feierende und Maskenträger - ein mysteriöses Venedig-Gemälde vergiftet Jahrzehnte schon Professor Parmitters Dasein. An einem Winterabend enthüllt der alte Herr seinem Schüler Oliver die makabre Macht des Werkes: Menschen hat es verschlungen, Tote sichtbar gemacht. Oliver ahnt nicht, dass der Fluch auf einen Jüngeren übergehen will...


Meine Meinung:

Eine unglaublich tolle Geistergeschichte!
Auf dem Umschlag steht der Tipp es bei Kerzenlicht zu lesen. Dies hab ich zwar nicht gemacht, aber genau diese Stimmung packt Susan Hill in ihre Erzählung.

Ohne grosses TamTam rundherum und grosser Einführung, erzählt es die Geschichte einer unerfüllten Liebe, einem ominösen Gemälde und einem Rätsel, das bis zum Schluss nicht ganz gelöst werden kann. Das sollte aber weiter nicht stören, weil es wohl kaum eine rationale Lösung dafür gäbe und es der Geschichte den Zauber stehlen könnte.

Die Kapiteleinteilung folgt der Erzählung von Professor Parmitter und dann auch mal von Oliver (beide erzählen als "Ich), was mir ein wunderbares Bild erschaffen hat von dem alten Professor in seinem Sessel bei Kaminfeuer und Whisky. Es hat zwar einige Klischees, aber diese fallen als solche nicht wirklich auf bzw. schaffen die dunkle Stimmung des Buches überhaupt erst.

Was mir besonders gefällt, ist auch der Umschlag: schlicht schwarz mit dieser weissen Maske. Mit diesen wenigen Seiten ist es ideal für Zwischendurch, für auf Reisen oder auch als Geschenk.
Einfach rundum ein schmuckes Buch - und sehr spannend.
Kleines Buch und grosses Wow!

Fazit:
5 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Susan Hill, geboren 1942 in Yorkshire, ist eine der bekanntesten Autorinnen Englands. Zu ihren erfolgreichsten Werken zählt die Schauergeschichte "die Frau in Schwarz", der sie mit "das Gemälde" einen würdigen Nachfolger an die Seite gestellt hat.
Sie lebt heute mit ihrer Familie in einem Landhaus in Gloucestershire.

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26. Juni 2012

John Ajvide Lindqvist - "Menschenhafen"


Autor: John Ajvide Lindqvist
Titel: Menschenhafen

Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16538-4
Erschienen: 2009
Seiten: 556


Inhalt

"Papa, was ist das? Da drüben auf dem Eis?"
Ein strahlend schöner Wintertag. Anders steht mit seiner sechsjährigen Tochter im Luchtturm der Insel Gavasten und schaut aufs Meer hinaus. Eis, überall Eis. Und Schnee. Was hat seine Tochter da in der Ferne ersphät? Da ist doch nichts. Kurz darauf läuft Maja hinaus, um nachzusehen - und der Albtraum beginnt. Obwohl sie auf der freien Eisfläche nicht verschwinden kann, passiert genau das. Plötzlich ist sie weg. Spurlos verschwunden. Anders und seine Frau haben kein Kind mehr...
Jahre später erreichen Anders plötzlich mysteriöse Botschaften. Lebt Maja etwa noch?


Meine Meinung:

Das Cover passt super zur Geschichte und hat mich mit dem Klappentext schon richtig neugierig gemacht. Doch leider kam ich auch nach knapp 200 Seiten nicht ganz in die Geschichte rein.
Dabei weiss ich nicht recht an was das gelegen haben könnte...

Anfangs gibts es viele eher kurze Kapitel, die mich eher verwirrten, weil es mir zu viele Namen und zu viel Zeitsprünge (ohne Jahresangaben) gab. Auch irritierte mich der Name "Anders" erstmals, da ich diesen aus dem Norden nicht kannte und es mir meist am Satzanfang nicht als Name aufgefallen ist, sondern mein Kopf es als "Anderes" verarbeitet hat (und ich fragte mich: was anderes? hahaha). Aber gut, diese Sprünge sind wichtig und erklären die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln von verschiedenen Personen, die sich in der Hauptrolle dementsprechend abwechseln (im ganzen Buch jedoch 3 Hauptfiguren).

Der Schreibstil ist sehr lebendig und der Autor beschreibt sehr detailgetreu und weiss mit Worten Gefühle beim Leser auszulösen. Besonders Angst beschreibt der Autor auf verschiedene Art - denn es gibt auch verschiedene Angstempfindungen.

Die Geschichte selbst entwickelte sich ganz anders als ich es erwartet habe und führt sogar in die Fantasyecke, in Unerklärliches und schwarzer Magie. Das Ende hat für mich aber nicht alles aufklären können und so spinnt der Autor ein spannendes Netz voller toller Ideen zusammen, kann sie am Schluss jedoch leider nicht alle Rätsel lösen, was mich etwas enttäuschte. Vieles ist jedoch auch schwer bis gar nicht erklärbar, deswegen sei ihm das verziehen.

Ganz allgemein denke ich, dass  ich das Buch nicht schlechtreden darf, denn ich kann mir gut vorstellen, dass es viele Fans hat. Aber meinen Geschmack hat es dann doch nicht so getroffen, aber wie soll ich ein Bauchgefühl beschreiben?

Fazit:
3,5 von 5 Lese-Echsen





Autor:

John Ajvide Lindqvist, geboren 1968, ist aufgewachsen in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Dort leben auch die Helden seines weltweit erfolgreichen Romandebüts "So finster die Nacht", das für das internationale Kino verfilmt wurde. Der "schwedische STephen King" (Dagens Nyheter) begann seine Karriere als TV-Standup-Comedian und widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben von Thrillern mit Horrorelementen.

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25. Juni 2012

Hape Kerkeling - "Ich bin dann mal weg"


Autor: Hape Kerkeling
Titel: Ich bin dann mal weg:
Meine Reise auf dem Jakobsweg

Verlag: Malik
ISBN: 978-3-8902-9312-7
Erschienen: 2008
Seiten: 344


Inhalt:

Der beliebte Komiker und Moderator Hape (Hans-Peter) Kerkeling beschreibt in „Ich bin dann mal weg“ die Erlebnisse auf seiner Pilgerreise entlang des Jakobsweges nach Santiago de Compostela im Jahr 2001. Er erzählt amüsant von den Menschen, die er unterwegs trifft, oder von maroden Pilger-Rasthäusern. Fern seiner komischen Seite betrachtet er auch tiefsinnig sein eigenes Leben. Man lernt ihn von einer ganz neuen Seite kennen. Das Buch zur Reise verkaufte sich millionenfach und löste in Deutschland eine neue Begeisterung fürs Pilgern und Wandern aus.
Meine Meinung:

Für mich das beste Buch über eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela!

Mal ehrlich: Dieser ganze Hype, dass alle plötzlich erleuchtet werden wollen, pilgern und wandern gehen, weil es gerad angesagt ist und auf "pseudo-Selbstfindungstrip" gehen wollen. Für mich haben diese Leute den Sinn und Zweck einer Pilgerreise nicht kapiert. Aber nun gut...Hape Kerkeling erzähtl fantastisch - mal witzig, mal überlegt - über seine Erlebnisse.
Da kann man schon verstehen, dass sogar Sportmuffel auf Wandern Lust bekommen!

Seine ehrliche Art begeistert durchs ganze Buch und es wird nie langweilig. Ob sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede oder Naturhindernisse, es passiert immer wieder etwas.
Es sei angemerkt, dass dies natürlich die Hightlights seiner Reise sind und man auf dem Pilgerweg doch lange Zeit eher alleine läuft und es nicht ganz so ein Fest ist wie mit Hape. Ausserdem finde ich persönlich, ist es sehr abhängig von der Person selbst, wie offen man auf Leute und Kultur zugeht, damit solche Treffen wie Hape es erlebt sich überhaupt ergeben.

Unterm Strich zeigt der Komiker und Autor auf amüsante Weise eine andere Seite von sich, ohne seinen bekannten Charme zu verlieren. Besonders seine lebhaften Beschreibungen seiner Blasen, Aufschürfungen und anderen Verletzungen, die dieser Weg sicherlich mit sich bringt, haben mir gefallen (ja, ich weiss, man sollte seine Schadenfreude nicht allzu ausleben, sonst trifft es einem selbst). Dennoch: Ich habe Tränen gelacht und bin auch mal ins Nachdenken gekommen...Top!

[Tipp: Dieses Buch als super Alternative für jene, denen der Jakobsweg von Paulo Coelho zu religiös ist)

Fazit:
5 von 5 Lese-Echsen





Autor:
Hape Kerkeling zählt seit über 20 Jahren zu den beständigsten und erfolgreichsten Film- und Fernsehstars in Deutschland. Er ist Comedian, Moderator, Entertainer, Schauspieler, Sänger, Parodist und Kabarettist in einer Person.

Mehr auf: Hape Kerkeling

13. Juni 2012

Schönste Buchcover

Nun hab ich bei Jan (Lost Pages) einen tollen Post gesehen, in welchem er seine Lieblingscover zeigt. Das fand ich so schön, dass ich es auch gleich versuchen wollte, denn seien wir mal ehrlich: Ein Buchcover kann eindeutig zum Kauf verführen! Ist es euch schon passiert, dass ihr euch ein Buch gekauft habt, weil ihr so von dem Deckblatt begeistert ward, jedoch dann leider von der Geschichte weniger?

Jan hat es unglaublicherweise auf 3 Titel geschafft. Ich hingegen kann mich kaum entscheiden und schaffe es zumindest auf 4.

Platz 4: Die Bücher von Carlos Ruiz Zafón

 
Besonders die Nebeltrilogie finde ich sehr gelungen: die Farben strahlen etwas Mystisches und Kräftiges aus, jedes auf seine eigene Art und gut zum Buchinhalt passend.
Aber auch der verschnörkelte Laternenpfahl hat es mir echt angetan und ist zu einem "Zafon-Merkmal" geworden, nach dem ich in der Buchhandlung die Augen offen halte...


Platz 3: Mamas Vermächtnis - Herrad Schenk

Ich liebe diese kleineren / dünneren Bücher mit einer gefühlvollen Geschichte und solchen Blumenornamenten oder Ähnliches auf dem Cover. Es wirkt zwar meist etwas mädchenhaft, aber genau das hat auch seinen Zauber. Die Schuhe mit Schmetterling sind in diesem Fall einfach noch die Sahne auf dem Küchlein!






Platz 2: Unsichtbare Stimmen
- Carolina de Robertis

Auch Rücken können entzücken! Muss ich mehr dazu sagen? Ja...die Schrift passt hervorragend und "schmückt" den Rückenausschnitt wie es eine schöne Kette wohl am Dekolté machen würde.



Platz 1: Der Duft der Mondblume - Di Morrissey

Für mich momentan top! Die Farbkombi versprüht eine Wärme, die man nur der Sonne gleichsetzen kann. Es macht Lust auf Reisen und wenn man die Augen schliesst, riecht man vielleicht sogar die hawaiianische Vanille oder die Blumen...




Welche Cover-Schätze liegen bei euch daheim?
Wurdet ihr schon von einer schönen Verpackung verführt?

11. Juni 2012

Susan Wiggs - "Bevor der Tag sich neigt"

Autor: Susan Wiggs
Titel: Bevor der Tag sich neigt

Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3-86800-346-8
Erschienen: 2004
Seiten: 446


Inhalt:

Nach fünfzehn Jahren kehrt Jessica nach Texas ins Haus ihrer Schwester Luz zurück. Noch einmal will sie ihre Tochter sehen, die einst von Luz adoptiert wurde. Und es wird das letzte Mal sein, denn Jessica hat erfahren, dass sie bald erblinden wird. Luz hat Angst, das Mädchen zu verlieren, das sie liebt wie ihr eigenes Kind. Sie ahnt nicht, dass Jessica noch ganz andere Geheimnisse vor ihr verbirgt...


Meine Meinung:

Es gibt Bücher, deren Cover eher wenig sagen oder wie in diesem Fall "ach nein, wie kitschig! Sicherlich 08/15 Lovestory!". Doch damit wird diesem Roman Unrecht angetan, denn hinter diesem doch kitschigen Cover verbirgt sich eine zauberhafte Geschichte.

Nicht allein die Problematik, dass Jessica ihr Baby damals ihrer Schwester "übergeben" hat, sondern auch die Frage nach dem leiblichen Vater und Jessica's Erblindung bieten genug Zündstoff für die Geschichte. Im grossen Ganzen ist der Roman jedoch nicht spannend, sondern regt ziemlich zum Nachdenken an. Wie erklärt man einer Tochter - mitten in der Pubertät - dass sie nicht ihre Tochter ist, sondern dass ihre Tante ihre leibliche Mutter ist? Wie fühlt sich die Angst einer Mutter an ihr Kind zu verlieren? Was macht eine Familie aus? Und welche Ängste hat eine Fotografin, wenn sie die Diagnose "Erblindung" bekommt? Wie wird sich ihr Leben als Blinde ändern?
So viele Fragen werden in diesem Buch verarbeitet ohne allerdings als "schwere Kost" empfunden zu werden.

Die Autorin selbst hat eine Schwester, die ihr unglaublich lieb ist und die (wie man aus der Widmung am Anfang und in der Danksagung am Schluss interpretieren kann) auch blind ist. Ohne die Autorin zu kennen, habe ich das Gefühl, dass sie sehr viel von ihrer Schwestern-Beziehung in diesem Roman verarbeitet - aber auch geehrt hat.
Sie beweist unglaubliches Feingefühl für die Figuren, deren Sorgen und Ängste, ihren Träumen, aber auch der realen Welt.

Um euch ein Gefühl für den Roman zu geben:
Es gab einige Stellen, bei denen ich immer ein bestimmtes Lied im Kopf hatte (wie eine Art Soundtrack zum Film): "Feels like home" von Edwina Hayes. Eine emotionale Melodie, die erst eher melancholisch klingt, im Text sich aber Hoffnung und die Schönheit von Liebe und dem Leben verbirgt - wie in diesem Roman!

Fazit:

4,5 von 5 Lese-Echsen





Autorin:

Susan Wiggs hat in Harvard studiert und als Lehrerin gearbeitet. Sie hat in den USA zahlreiche historische Romane veröffentlicht, bevor sie zu ihrem eigentlichen Genre fand, und stand immer wieder auf der Bestsellerliste. Susan Wiggs lebt mit ihrer Famiie an der Pazifikküste.

Mehr auf: Susan Wiggs

5. Juni 2012

Di Morrissey - "der Duft der Mondblume"

Autor: Di Morrissey
Titel: Der Duft der Mondblume

Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-50813-8
Erschienen: 2011
Seiten: 568


Inhalt:

Der Duft der Blüten, die Pracht der Farben und das strahlende Licht - Hawaii ist für die junge Australierin Catherine das Paradies. Als Bradley, ein amerikanischer Offizier, ihr einen Antrag macht, scheint ihr Leben zunächst perfekt. Doch schon bald fällt ein Schatten auf ihr Glück: Die unkonventionelle Catherine eckt in den konservativen Militärkreisen an, von den Frauen der anderen Offiziere fühlt sie sich unverstanden, und Bradley hat immer weniger Zeit für sie. Erweist sich das Paradies als goldener Käfig?


Meine Meinung:

Bei diesem Roman muss ich einfach wieder einmal das Cover loben! Die Farben haben etwas Exotisches und dennoch Unaufdringliches und geben ein Gefühl von Wärme und eine Vorstellung des Garten Edens.
Genauso ist es mit der Geschichte an sich: ein Paradies.

Di Morrissey gelang mit dieser Geschichte eine nette Erzählung mit einer starken Frau und vielen sehr sympathischen Figuren im Mittelpunkt. Man fühlt sich sehr schnell in der Welt von Catherine wohl und wenn man die Augen schliesst, kann man sogar die Blumen und Ananasstauden riechen, die salzige Brise des Meeres auf der Haut spüren und das Vogelzwitschern und die nahe Brandung hören - sich einfach ins Paradies träumen! Die Autorin schafft es, dem Leser ein schönes Hawaii zu zeigen, das nicht nur vom Tourismus geprägten Postkartenmotiv lebt. Man merkt, dass sie selbst schon mehrmals auf der Insel war und weiss, ihre Empfindungen und Eindrücke gekonnt aufs Papier zu bringen.

Was mich hingegen etwas enttäuschte, war die Tatsache, dass alles ziemlich voraussehbar war. Das heisst, die "Rahmengeschichte" mit Catherine und Bradley: sie heiratet jung, verlässt die Familie in Australien, weil sie sich in einen jungen, attraktiven Offizier verliebt. Bradley ist anfangs der Traumtyp par excellence: romantisch, zuvorkommend, etwas abenteuerlustig und ein sicherer Hafen für Catherine. Logisch, dass die zwei sich bei Schirmchen-Drinks am Strand bei Sonnenuntergang dermassen verlieben und für alle das Traumpaar darstellen. Dass danach jedoch die freiheitsliebende Catherine sich immer mehr für Hawaii interessiert, sich mit Einheimischen anfreundet und ihre eigene Hobbys und Talente auslebt, während Bradley immer mehr der typisch-amerikanische Traum eines Marineoffiziers nur noch seiner Karriere hinterherrennt, war dann auch absehbar, dass die zwei sich auseinanderleben und streiten.
Erfrischend waren dann die verschiedenen hawaiianischen Bekanntschaften, die mit viel Liebe von der Autorin gezeichnet wurden, sodass man sie auch schnell ins Herz schliesst. Leider war dann auch die Bekanntschaft von Catherine mit PJ, dem braungebrannten, hübschen Surfer, erst sehr nach Muster, wenn auch nicht langweilig.

Ganz allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte einfach so vor sich hin plätschert, der Schreibtstil sehr angenehm war und es niemals wirklich langweilig wurde, da die Autorin immer wieder neue kleine Ereignisse einbaut. Dennoch fand ich es im Nachhinein etwas langezogen für über 550 Seiten, da auch der grosse Knall zwischen Catherine und Bradley erst im letzten Drittel richtig passiert (wobei ich genau das spannend fand und schon lange darauf gewartet habe, da der Klappentext dies ja schon andeutet).

Ich würde das Buch besonders den Liebhabern von Sarah Lark empfehlen, oder denen, die "das Orchideenhaus" von Lucinda Riley gefallen hat. Vom Genre wie auch vom Schreibstil und den Romanpersonen ist es ähnlich und macht Lust auf Reisen.
Vielleicht ist es mir ja auch mal vergönnt, diese paradiesischen Insel besuchen zu dürfen...

Fazit:
3,5 + von 5 Lese-Echsen




Autorin:
Die australische Autorin Di Morrissey wurde 1948 in Wingham, New South Wales geboren und gilt als die erfolgreichste Schriftstellerin Australiens. Sie wuchs in der Gegend von Pittwater auf, das im Norden von Sydney liegt. Zu ihrer Ausbildung ging Di Morrissey nach London, wo sie an der Fleet Street Journalismus lernte. Sie arbeitete für CBS in Honolulu, wo sie mit ihrem Mann hinzog, da er im Staatsdienst tätig war. Hier übernahm sie auch eine winzige Rolle in der TV-Serie Hawaii Fünf-Null. Nach ihrer Rückkehr nach Australien begann sie, Romane zu schreiben. Sie lebt heute auf einer Farm in Byron Bay, New South Wales.

Mehr auf: Di Morrissey

2. Juni 2012

Jeremy May - Schmuck aus Papier

Liebe Leser

Kennt ihr Jeremy May?
Wenn nicht, wollt ich ihn euch einmal vorstellen...

Schon etwas länger her, zappte ich durchs Fernsehprogramm und blieb an einer Doku hängen. Da zerschnitt ein Mann doch tatsächlich ein Buch! Das tat mir zuerst furchtbar weh, aber das ist eben wie bei einem Unfall: man möchte nicht mehr hinschauen, schaut aber eben auch nicht weg. Also hab ich weitergeschaut und erfahren, dass der Mann das Buch zerschneidet, weil er Bücher eben liebt und aus dem Papier Schmuck fabriziert - alles von Hand und Unikate!!!

Nun bin ich letztens wieder über seinen Namen gestolpert und fand seine Seite: *klick*


Der Schmuck ist einzigartig und eine echt tolle Idee. Leider natürlich auch für einen gewissen Preis...400 Euro pro Ring!
Auf Anfrage kreiert Jeremy May aus deinem Lieblingsbuch einen Ring oder mittlerweilen auch Hals- und Armbänder! Er schneidet die Form aus dem Buch und klebt alle Seiten zusammen, presst sie mehrmals zusammen und bearbeitet das Ganze mit Lack und Kleber, bis es so hart wird, dass er (als wäre es Holz) das Ringloch ausbohren kann und den Ring abschleifen. Die schwarzen Buchstaben zeichnen dabei ein individuelles Muster und der Schmuck ist praktisch unzerstörbar!

Ein tolles Video auf Youtube zeigt die Herstellung:



Dieser Ring hat es mir übrigens ganz besonders angetan, wenns doch nicht so teuer wär! Doch der Preis ist fair - die Arbeit ist das wirklich wert!