19. Januar 2013

Kate le Vann - Dass das Glück dich findet

Autor: Kate le Vann
Titel: Dass das Glück dich findet


Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-85399-1
Erschienen: 2010
Seiten: 238







 
Ich kann mich noch so gut an Sarah erinnern. Wir waren ständig zusammen, und ich liebte sie mehr als jeden sonst auf der Welt. Aber sie starb, bevor ich sie richtig kennenlernen konnte. Da war sie sechsundzwanzig. Und sie war meine Mutter.
 
Jahre später begibt Rain sich auf Spurensuche nach London. Wie hat Sarah gelebt? Rain findet ihr altes Tagebuch. Und darin statt Antworten nur noch mehr Fragen. Wer war Sarah wirklich? Und mit all den Mosaikstienchen, die Rain zusammenträgt, kommt sie nicth nur ihrer Mutter immer näher...
 
 

 
Ein knallpinkes Cover schrie regelrecht nach mir auf diesem Aktionstisch, und dass obwohl ich Pink nicht einmal mag. Doch die Geschichte klang nett, das Buch war hübsch anzusehen und sehr günstig...und so war es auch nach der Lektüre: kein Knüller, aber was Nettes und Hübsches für zwischendurch.
 
Rain war mir von der ersten Sekunde sehr sympathisch und auch die weiteren Figuren mochte ich. Die Anzahl Figuren hielt sich allgemein in Grenzen, was ich eine nette Abwechslung fand, füllen doch viele Autoren ihre Bücher nur so mit Personen, dass man erst alle Namen "lernen" muss. Hier geht es um Rain, ihre Eltern, ihre Grossmutter, einem Typen und 2 Freundinnen. Weitere Figuren treten nur jeweils in einer Situation auf.
 
Das Gleiche spiegelt sich im Schreibstil: nett, flüssig, aber auch recht einfach gehalten. Ohne recherchiert zu haben, denke ich, dass es sich um einen Jugendroman handeln muss, denn so benimmt sich Rain auch sehr oft (im Alter von 16 Jahren). Leider ist besonders die Geschichte um Rain und diesen Typen sehr absehbar. Vom ersten Augenblick findet sie ihn zwar unverschämt hübsch, nervt sie aber. Dann sind sie irgendwie gezwungen Zeit miteinander zu verbringen und sie will sich nicht in ihn verlieben, was wir aber schon auf der ersten Seite ahnten und ja....blablabla...das Ende könnt ihr euch selber denken, oder? ;)
 
Die Geschichte über das Tagebuch fand ich hingegen sehr gelungen, da die Autorin zum einen Tagebucheinträge der Mutter von damals sowie auch Tagebucheinträge von Rain im Jetzt geschrieben hat. So bekommt der Leser immer noch etwas mehr Information als die Handlungen ansonsten preisgeben. Hervorheben möchte ich hier besonders die witzige Wortwahl und der Schreibstil, mit welchem sich die Tagebucheinträge vom Rest der Geschichte abheben.
 
 
 
Also irgendwie ist die Geschichte auf eine nette, zauberhafte Art unterhaltsam, aber leider nur wenig überraschend. "Leichte Kost" zur Unterhaltung, wie ich sagen möchte, eine Art "Lese-Snack".
 
 
3,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Kate le Vann wurde in Dorcaster geboren und lebtehute in London. Sie ist Journalistin und hat für viele Zeitungen und Zeitschriften geschrieben, darunter "Cosmo Girl" und "Vogue".
 
 
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