7. Oktober 2013

Isabel Allende - das Geisterhaus

Autor: Isabel Allende
Titel: Das Geisterhaus


Verlag: Suhrkamp
ISBN: 978-3518381762
Erschienen: 1989
Seiten: 501




Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens.
 
Ein Debütroman, der bis heute über 30 Neuauflagen hat, in unzählige Sprachen übersetzt wurde, heute noch wie damals ein Muss für alle Leser ist und bleibt, ein Meisterwerk von Allende.
 
Es ist unglaublich, wie viel Geschichte in einen einzigen Roman passt. Im Geisterhaus lernt man die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen kennen. Und obwohl der Roman fiktiv ist, nährt er sich an Wahrheiten, an realen Begebenheiten der Geschichte Chiles und Allendes Leben und Ideen. Nach den ersten Kapiteln hatte ich schon das Gefühl seit einer Ewigkeit zu lesen. Nicht weil es langatmig ist, sondern weil einfach schon so viel passiert ist.
 
Der einzigartige Schreibstil der Autorin erweckt die Figuren sehr authentisch zum Leben. Ich habe mit den Personen gelitten, geliebt, gehasst, gefürchtet, gehofft....gelebt! Wie es normal ist, waren mir nicht immer alle Personen sympathisch. Doch wie auch im wahren Leben wechselt dies immer mal wieder. Es gibt keinen klassischen Bösewicht und gute Leute. Jede Person hat ihre dunklen und hellen Seiten, ihre Ängste und Hoffnungen, gute und schlechte Zeiten.
 
Ganz ehrlich fehlen mir die Worte dieses Buch zu beschreiben.
Mir bleibt nur zu sagen: Es ist ein Klassiker, den man wirklich gelesen haben muss. Ein Klassiker, der nicht langweilig, alt oder trocken ist. Sondern ein Klassiker, den man kennen muss und vor allem selber lesen. Ein Meisterstück von wahrer Schriftstellerei.
 
 
LESEN ! LESEN ! LESEN !
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in der peruanischen Hauptstadt Lima als erstes Kind des chilenischen Diplomaten Tomás Allende – eines Cousins des späteren chilenischen Staatspräsidenten Salvador Allende, geboren. Von ihrem achtzehnten Lebensjahr an arbeitete Isabel Allende als Journalistin und moderierte eine chilenische Fernsehsendung. 1962 vermählte sie sich mit dem Bauingenieur Michael Frías, und im Jahr darauf wurde sie von ihrer Tochter Paula entbunden. Ihr Sohn Nicolás folgte 1966.

Mehr auf:
Isabel Allende

1 Kommentar:

Catherine Madeleine Buchling hat gesagt…

Ohh, das klingt echt gut! Das subt schon ewig in meinem Regal rum... muss ich echt mal langsam in Angriff nehmen!