31. März 2013

John Green - das Schicksal ist ein mieser Verräter

Autor: John Green
Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter


Verlag: Carl Hanser
ISBN: 978-3-446-24009-4
Erschienen: 2012
Seiten: 284




 
 
Die 16-jährige Hazel weiss, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, weil sie Krebs hat. Aber sie will deshalb nicht bemitleidet werden. Lieber vermeidet sie Freundschaften. Bis sie in einer Selbsthilfegruppe auf Augustus trifft. Gus ist intelligent, witzig, umwerfend schlagfertig und er geht offensiv mit seinem Schicksal um: Selbst in düsteren Momenten bringt er die Gruppe zum Lachen.
 
Trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit - Hazel und Gus verlieben sich ineinander. Sie diskutieren Bücher, hören Musik, gucken Filme und erörtern die Ungerechtigkeit einer Evolution, die Mutationen wie sie zulässt. Als Hazel Gus anvertraut, dass ihr grösster Wunsch es ist, den Autor ihres absoluten Lieblingsbuches kennenzulernen, macht Gus ihren Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam. Vor ihrem unvermeidlichen Ende wissen sie, dass sich die Liebe unter allen Umständen lohnt, und dass sie das Leben bis zum letzten Tag feiern wollen.
 
 
 
"Krebsbücher sind doof", sagt Hazel und ich stimme ihr zu, obwohl ich das Privileg habe gesund zu sein. Jedoch habe ich selten - nein nie! - einen solchen gefühlvollen Roman über Krebs gelesen.
 
Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, so passiert sie leider doch zu oft so oder so ähnlich auf unserer Welt. Vielleicht sogar in unserer Nachbarschaft, ohne dass wir etwas davon ahnen. Nicht nur Krebskranke, auch alle anderen Kranken, erleiden ein Schicksal, welches nicht nur sie - aber vor allem sie - als höchst unfair empfinden. Krankheiten machen vor niemanden Halt, weder vor Kindern noch vor Erwachsenen, ob jung oder alt, ob Frau oder Mann, ob dumm oder intelligent, ob...die Liste ist lang....leider....
 
Dem Autor gelingt es mit einem unscheinbaren Schreibstil ganz grosse Fragen aufzuwerfen. Das Buch zeichnet sich meiner Meinung nicht darin aus, literarisch brilliant zu sein, wenn es um die Sprache per se geht. Im Gegenteil - die einfache Sprache (unterbrochen von medizinischen Fachbegriffen) fällt gar nicht auf, denn sie soll auch überhaupt nicht schön sein. Das Leben ist es schliesslich auch nicht immer. Doch wie brilliant bringt es der Autor auf den Punkt, das Schöne im Leben darzustellen. Eine Liebe wie die von Hazel und Gus ist nur wenigen vergönnt. Sie zeigen, dass Liebe ein unkontrolliertes Gefühl ist, das nichts mit der äusseren Erscheinung eines Menschen zu tun hat. Oder wie sonst bezeichnet Hazel Gus (dem ein halbes Bein feht) als sexy, oder er umkehrt Hazel als bildhübsch (trotz Schläuchen in der Nase und ihrem ständigen Begleiter der Sauerstoffflasche).
 
Ganz allgemein habe ich mit allen Figuren des Buches mitgefühlt. Ich liebe Gus's Galgenhumor, Hazel's ehrliche Antworten und Gedanken und Isaac's (ein Freund aus der Selbsthilfegruppe, der sein Augenlicht aufgrund von Krebs verliert) Ausraster und Kommentare. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit ihren Eltern und mir war der Autor von Hazel's Lieblingsbuch grausam unsympathisch, bis sich der Grund für seine Umgangsart herausstellt.
 
Dieser Roman erzählt von grossen Gefühlen ohne gefühlsdusselig zu sein. Er erzählt von unbeantwortbaren Fragen, vom Leben und vom Tod, von Freundschaft und Liebe....er erzählt das Leben aus der Sicht von Personen, die wohl nicht das grosse Los gezogen haben, die aber das Leben genauso verdienen und es mit anderen Augen als wir sehen. Und wahrscheinlich sehen sie es sogar besser!
 
 
 
 
5  von 5 Lese-Echsen
 
 
John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt "Eine wie Alaska" (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Auch seine anderen Jugendromane wurden ebenfals für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und mit Preisen ausgezeichnet.
"The Fault in our stars" steht auf der Bestsellerliste der New York Times. Green signierte 150 000 vorbestellte Bücher. Über eine Million Fans folgen ihm auf Twitter oder seinen Videoblog.
 
Er lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis.
 
Mehr auf: John Green
 
Auch wurde ich auf seinen Youtube-Channel (u.a. mit seinem Bruder) hingewiesen und einer ganzen Community (Nerdfighteria): Vlogbrothers

28. März 2013

Janet Clark - Sei lieb und büsse

Autor: Janet Clark
Titel: Sei lieb und büsse


Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7573-4
Erschienen: 2013
Seiten: 334



 
Das Spiel ist aus.
Die Maus ist tot.
Die Katze hat gewonnen.
 
Sina ist untröstlich. Weshalb musste ihre Familie ausgerechnet von Berlin nach Kranbach ziehen? Der einzige Lichtblick: Die angesagtesten Mädchen der Schule freunden sich mit ihr an und sogar ihr Schwarm Frederik scheint in sie verliebt zu sein. Aber kurz nach ihrem ersten Kuss verunglückt Rik und fällt ins Koma. Sina findet Halt bei ihren neuen Freundinnen - doch sie weiss nicht, dass hinter deren strahlender Fassade ein tiefer, grausamer Abgrund lauert. Plötzlich nimmt ein übles Spiel seinen Lauf, das Sinas schlimmste Albträume wahr werden lässt. Und ein Ende ist nicht abzusehen.
 


Das Cover wirkt sehr mädchenhaft, doch die Geschichte dahinter ist ein toughes Miststück. Mich hat das Buch auf jeden Fall überrascht, nicht nur weil ich noch nichts von der Autorin kenne, sondern wirklich auch die Geschichte an sich.
 
Der Klappentext wirkt viel harmloser als das, was alles noch geschieht. Diese angesagtesten Mädchen haben natürlich reiche Eltern und/oder ein Saubermann-Image, etc., wobei Sina eher zu den normalsterblichen Durchschnittsmenschen gehört. Ihr Schwarm Frederik hingegen ist zwar nicht reich, aber der Kapitän des Sportvereins und super gutaussehend. Ja, ja, kommt uns bekannt vor und klingt nach 08/15-Teenager-Geschichte. Doch dieser Roman geht weiter...
 
Nach dem ersten Kuss zwischen Frederik und Sina, verunfallt Rik mit dem Fahrrad und fällt ins Koma. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Sina glaubt nicht daran. Sie macht sich also auf die Suche nach des Rätsels Lösung, obwohl sie schon auf ihren kleinen Bruder aufpassen muss (ihre Eltern sind geschieden: Papa nie daheim, Mama chronisch depressiv und krank). Dazu kommt das neue Leben in Kranbach: neue Leute, neue Lehrer, kurz vorm Abi, Zickenkrieg mit allen Frederik-Verehrerinnen,...der Stress ist vorprogrammiert auch ohne den Unfall.  Auf ihrer Recherche lernt Sina Max kennen, Frederiks Mitbewohner. Über ihn hört sie auch zum ersten Mal von Mia, Frederiks Ex-Freundin, die auf den Tag genau vor einem Jahr Suizid begangen hat.
 
Der Schreibstil hat mich total hineingesogen. Meist wird aus Sicht von Sina geschrieben, dazwischen aber auch als Ich-Erzählerin von einer der angesagten Mädchen (was ich erst nicht ganz kapiert habe oder zumindest nicht sicher war, welche der Mädchen es ist). Dazu kommen Tagebucheinträge von Mia. Damit weiss der Leser in der zweiten Hälfte des Buches immer etwas mehr als Sina und bekommt so einen kleinen Vorsprung. Dennoch tappte auch ich lange im Dunkeln.
 
Der Autorin ist es gelungen ein komplexes Netzwerk an Freundschaften und Feindschaften, sowie Geschichten und Gerüchten in der Schule zu schaffen, das erst chaotisch wirkt, am Schluss jedoch alles logisch ist. Auch wenn der Unfall von Frederik im Vordergrund steht, was die Handlung betrifft: das Thema des Buches ist ein anderes, und meiner Meinung nach viel wichtiger: Mobbing.
 
Dieser Roman dient nicht nur zur Unterhaltung, sondern bringt auch ein wichtiges, aktuelles Thema zur Debatte: Wie weit kann Mobbing gehen? Wer mobbt wen und wie? Welchen Einfluss (welche Macht) haben Soziale Medien wie Facebook und Youtube? Kann Mobbing sogar jemanden in den Tod treiben? In diesem Buch wird klar: Ja! Mobbing ist verletzender als eine offene Wunde am Körper. Und es ist erschreckend wie einfach und aus welchen (auch banalen) Gründen dies geschieht.
 
Eigentlich erinnerte mich das Buch immer wieder an den Film: "Mean girls" (in Deutsch: Girls Club, vorsicht bissig, u.a. mit Lindsey Lohan in der Hauptrolle). Dort ist es auch ein neues Mädchen in der Schule, die sich mit den angesagtesten Mädchen, den "Plastics", anfreundet, obwohl sie die fiesesten Persönlichkeiten der Schule sind. Den Film schaue ich zwar gern, weil er irgendwie auf schadenfreudige Art witzig ist - und eben nur ein Film! Doch nach diesem Buch macht man sich seriösere Gedanken über Mobbing und dessen Konsequenzen...

 
 
4,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
Mit elf Jahren hat Janet Clark ihren ersten Roman geschrieben. Er hatte zwölf Seiten und eine Leserin. Obwohl diese sofort von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt war, brauchte es viele Jahre und Umwege über diverse Länder udn berufe, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript an eine Agentur schickte. Seitdem finden ihre Bücher immer mehr Fans. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in München.
 
Mehr auf: Janet Clark
 
 

26. März 2013

50 Random Facts about Me - TAG

Hallo liebe Leser,

da bin ich mal wieder über einen TAG gestolpert, der in der Youtube-Welt seine Runde dreht. Gefunden hab ich ihn unter anderen bei der lieben Gwen: the BookLook

50 Dinge über mich, die euch interessieren oder nicht, mir egal, ich fang einfach mal an...

1. Ich habe mich unglaublich in Portugal verliebt und hab Schwierigkeiten es zu erklären. Das Klima, die Natur, die Städte, die Leute, das Essen....einfach schön!

2. Ich kann M&M's essen bis es mir schlecht wird. Oder bis die Packung leer ist...ich mag sie einfach zu sehr!

3. Ich kaufe mir in den Ferien selbst Postkarten und bekomme auch sehr gerne Postkarten. Für meine Sammlung habe ich mittlerweilen einen Ordner.

4. Auch wenn ich mal knapp mit der Zeit bin, laufe ich gerne von daheim zum Bahnhof und muss dabei Musik hören (auch wenn ich rennen muss). Und dabei laufe ich immer im Takt.

5. Meine Lieblingstiere sind Geckos (die ich in allen Materialien sammel), Elefanten, Schildkröten, Katzen & Hunde,....und Baby-Tierchen

6. Meine Fingernägel haben jede Woche eine andere Farbe. Ich liebe bunten Nagellack!

7. Ich bin kein "Ausgang-Typ". Konzerte, Kino...ok. Aber in Diskos und ähnlichen Lokalen fühl ich mich einfach nicht wohl.

8. Ich hasse Nadeln. Impfungen oder besonders Infusionen bescheren mir Gänsehaut, wenn ich nur davon spreche =S

9. Wenn ich könnte, heirate ich meine Jogginghose, die ich in 2 Farben (zum wechseln) besitze und sofort anziehe, sobald ich daheim bin. Ist einfach bequem. Wie auch mein Kapuzenpulli =)

10. Meine Lieblingseissorte wechselt immer mal wieder, weil ich in einer Eisdiele arbeite und mich einfach nicht entscheiden kann.

11. Ich würde meine Haare am liebsten offen tragen, binde sie aber im Verlauf des Tages immer zusammen, weil sie mich nerven (elektrisch, platt....da können wohl einige ein Liedchen singen).

12. Ich hasse Kopfschmerzen! Es mach mich wahnsinnig! Lieber eine üble Schnittwunde...

13. Ich kann stundenlang aufs Meer gucken. Auch langweilige Videos auf Youtube (einfach minutenlang blau) und in den Ferien fotografiere ich jede Welle einzeln.

14. Ich bekomme gerne Post und schreibe auch selbst noch mit Brieffreunden.

15. Wenn ich niesen muss, kriege ich eine Gänsehaut. Egal bei welcher Aussentemperatur.

16. Ich kriege sehr schnell kalte Hände und Füsse.

17. Ich mag es nicht Schuhe zu kaufen. Auch wenn ich schöne Schuhe finde, sind sie dann unbequem oder nicht mehr in meiner Grösse vorhanden.

18. Wenn ich ein neues Lied mag, kann ich das stundenlang und pausenlos den ganzen Tag hören, ohne dass es mir verleidet. Einfach Endlosschleife...oder Sprung in der Platte, sagen andere...

19. Ich mag es, wenn ich im Kino salziges Popcorn kaufe und während dem Film auf ein süssen Popcorn beisse.

20. Egal in welchem Alter - ich liebe Disney-Filme und werde sie immer lieben. Lacht mich aus, aber ich hab sogar Disney-Soundtrack auf meinem Ipod.

21. Wenn ich mich daheim langweile, laufe ich wie ferngesteuert in die Küche, um in den Kühlschrank zu schauen.

22. Ich liebe es, mit meiner besten Freundin neue Muffins- und Cupcakes-Rezepte auszuprobieren.

23. Ich bin ein "morning bird" und mag es nicht lange im Bett liegen zu bleiben. Dafür gammle ich gerne den ganzen Tag in meiner Jogginghose und Schlafshirt umher.

24. Ich durfte meinen Lieblingsautoren treffen =) <3<3<3

25. Ich esse Bratspeck ohni ihn vorher zu braten.

26. Ich mag den Duft meiner Farbstifte. Manchmal kritzel ich nur deswegen rum...

27. Ich liebe TV-Serien wie Prince of BelAir, King of Queens, Big Bang Theory, etc, kann aber bei Serien wie Criminal Minds oder Emergency Room und Ähnlichem nicht mitreden.

28. Ich kann das Geräusch machen von Donald Duck, wenn er wütend ist.

29. Manchmal mag ich die Vorfreude lieber als das, worauf ich mich freue.

30. Ich bin ein To-do-listen-schreiber. Jedes Wochenende mach ich mir ein Zettelchen mit Aufgaben, damit ich diese Punkt für Punkt abarbeiten kann.

31. Ich mag Radio im Hintergrund. Der läuft bei mir ständig...

32. Ich mag bunte Socken. Weisse Socken bleiben sowieso nie weiss.

33. Ich gehe prinzipiell lieber zu Fuss, wenn ich die Zeit habe und es draussen nicht stürmt und Plusgrade hat. Man sieht unterwegs einfach mehr und kosten tut's auch nichts.

34. Mein Kopf ist zu klein für Hüte, Sonnenbrillen und Haarreife. Ich finde nie was Passendes.

35. Ich kann nicht ohne Decke schlafen - sie beschützt mich vor Monstern ;-)

36. Ich mach immer erst den Zucker und danach die Milch in meinen Kaffee. Dann rühre ich um und nimm sogleich den ersten Schluck. Keine Ahnung warum, blöde Angewohnheit.

37. Ich liebe es mich in Fernweh zu suhlen.

38. Ich habe noch immer keinen Führerschein.

39. Jeden Tag nehme ich mir vor meine Gesichtspflege zu benutzen, schaffe es aber einfach nicht.

40. Ich sammle ungeheuer gerne Tassen - in allen Farben und Formen und Aufdrucken und...naja, in der Küche haben sie schon kein Platz mehr, warum ich ein paar zu kleinen Blumentöpfen umfunktioniert habe.

41. Ich liebe es, anderen Geschenke zu machen - und zwar nicht an Geburtstagen und Weihnachten.

42. Ich schwitze lieber, als dass ich friere.

43. Ich mag meine Nase nicht.

44. Auf meinem Bein habe ich 5 Narben von einem Schienbeinbruch von einem Fahrradunfall.

45. Ich hab lieber Natur- und Silberschmuck, als Goldschmuck.

46. Ich mag das Happy-Birthday-Lied nicht. Es zu singen und besonders, wenn's für mich gesungen wird. Wenn ich Leute schlecht singen hören möchte, guck ich DSDS oder so.

47. Einige Freundinnen nennen mich Frosch, weil meine Lieblingsfarbe Grün ist und ich ziemlich lange Zehen habe.

48. Ich laufe sehr gerne Barfuss (warum man meine Zehen auch sieht...)

49. Ich kann ein grausamer Gewohnheitsmensch sein.

50. Ich mag Fussball und gucke am liebsten die Europa- und Weltmeisterschaft. Auch kann ich (obwohl ich blond und weiblich bin!) erklären, was Offside ist =)


So, nun kennt ihr mich ein Stückchen besser und ich hoffe damit keine Leser zu verlieren =) Nein Scherz, jeder hat so seinen Sprung in der Schüssel denke ich. Also nehmt diesen TAG auch bitte mit einem Augenzwinkern. Ich fand die Idee einfach ganz witzig und es hat Spass gemacht. Also falls jemand auch über sich plappern möchte....du bist somit getaggt !

24. März 2013

Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon

Autor: Pascal Mercier
Titel: Nachtzug nach Lissabon


Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-73436-8
Erschienen: 2006
Seiten: 495


 
Mitten im Unterricht steht der Lateinlehrer Raimund Gregorius auf und verlässt seine Klasse. Aufgeschreckt vom plötzlichen Gefühl der verrinnenden Zeit, lässt er sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck hat er ein Buch von dem Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Ausführungen über das Leben, über Liebe, Einsamkeit, Endlichkeit, Freundschaft und Tod ihn nicht mehr lsolassen. Er macht sich auf die Suche nach den Spuren dieses faszinierenden Menschen. Langsam meint Gregorius zu ahnen, wer der Schriftsteller war. Doch was hat das für Konsequenzen für sein eigenes Leben? Kann man denn einfach so ausbrechen und alles Gewohnte hinter sich lassen? Dieser Roman ist ein vielstimmiges Epos von einer Reise nicht nur durch Europa, sondern auch durch unser Denken und Fühlen.
 
 
Nehmen wir den Zug mit Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri) und reisen nach Portugal. Wer sich kein Ticket leisten kann, sollte sich zumindest das Buch oder notfalls den Film leisten.
 
Sich einfach aus dem Staub machen, alles stehen und liegen lassen, nicht an die Konsequenzen denken und Risiken und Sicherheiten abwiegen, keine Pläne machen...einfach aus dem Leben flüchten, um in ein neues zu starten? Gregorius nimmt den Nachtzug nach Lissabon nicht, um aus seinem gewohnten Leben zu flüchten, was er schon auf der Reise nach Portugal schmerzlich vermisst. Er ist auf der Suche nach einem portugiesischen Schriftsteller und Arzt, einem Poeten und Widerstandskämpfer, jagd einer Geschichte hinterher, die nicht seine ist....aber zu seiner wird.
 
Mit diesem Roman dem Autoren nicht nur eine mitreissende, spannende Reisegeschichte gelungen, sondern auch eine wertvolle, philosophische Erzählung und somit nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Reise, in die jeder Leser unweigerlich eingesogen wird. Wer während der Lektüre dieses Buches nicht selbst ins Grübeln kommt, mal in melancholischer Stimme ist oder Reiselust verspürt - der ists meiner Meinung gefühlslos.
 
Dies hat natürlich auch zur Konsequenz, dass der Schreibstil gehobener ist. Dabei sind es keine Fremdwörter (trotz etwas Portugiesisch, welches zwar übersetzt wird) oder anderen hochgestochen Vokabular, welches das "normale Volk" nicht versteht - oder zumindest selten. Die Geschichte aus Sicht von Gregorius wird in einem flüssigen, angenehmen Stil erzählt und durch die Briefe und Buchkapitel von Amadeu de Prado ergänzt (die hauptsächlich philosophischer Natur sind).
 
Die Begegnungen mit diversen Persönlichkeiten, ob Familie, Freunde oder Bekannte aus Prados Leben, die wiederum Bekannte und sogar Freunde von Gregorius werden, sind irgendwie detailreich ohne Details zu nennen beschrieben. Der Autor schafft eine gewaltige Atmosphäre, die dem Leser nicht an der Wortwahl oder dem Schreibstil auffällt, sondern die Atmosphäre ist einfach - ungekünstelt, echt und doch unbewusst.
 
Der Film konnte diese Atmosphäre sehr gut aufgreifen und ich habe mich genüsslich in den wundervollen Bildern verloren. Zwar muss ich anmerken, dass es einfacher ist, wenn man schon selbst einmal in Lissabon war. Ausserdem war ich schon davor grosser Portugal-/Lissabon-Fan, weswegen ich den Film nur schon deswegen schaute. Die Rollenbesetzungen (u.a. Jeremy Irons als Gregorius, Christopher Lee, Jack Huston, Mélanie Laurent, Martina Gedeck, Bruno Ganz, August Diehl, etc) fand ich sehr passend.
 
Philosophie zu verfilmen ist jedoch schwierig und so ist es auch hier der Fall, dass nicht alles übertragbar ist. Wer den Film schaut ohne das Buch zu kennen, wird ihn möglicherweise mögen. Wer den Film schaut und das Buch kennt, wird vielleicht beides mögen oder nicht. Aber sicher werden ihm/ihr die Unterschiede auffallen: einige Personen kommen im Film gar nicht vor. Orte wie Coimbra, zu welchen Gregorius reist, oder seine kurze Rückkehr in die Schweiz, nur um wieder nach Lissabon zu fahren - im Film gestrichen! Am meisten enttäsucht hat mich jedoch die Vater-Sohn-Beziehung der Prados, die im Film viel gestörter / feindseliger dargestellt wurde, ohne es zu erklären. Im Buch werden jedoch Feinheiten sichtbar, die mich die Beziehung mit ganz anderen Augen sehen liess. Die Krankheit des Vaters - im Film gestrichen. Die kleine Schwester von Prado - unerwähnt. Gregorius' Begegnung mit Estefânia - im Film ganz anders. Das Filmende und das Buchende - sehr unterschiedlich. Beide Male bleibt es offen, beide Male soll der Leser / Zuschauer sich sein Ende selbst interpretieren. Das gefällt mir hier besonders, obwohl ich sonst weniger ein Liebhaber von Cliffhanger bin. Doch hier passt es einfach. Undenklich hätte der Autor hinter dieser Geschichte einen gezielten Punkt gesetzt! Das Filmende sagt mir zwar etwas mehr zu, vielleicht weil man dort eher eine Art Happy End interpretieren könnte...
 
 
 
Absolut lesenswertes Buch - nicht nur wegen der Geschichte per se, sondern deren Inhalt.
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
(Film: 4 von 5 Lese-Echsen)
 
 

 
Pascal Mercier ist das Pseudonym vom Schweizer Autoren Peter Bieri. Er wurde 1944 in Bern geboren und ist heute Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Für sein Romanwerk wurde er mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 2006 ausgezeichnet.
 
Mehr auf: Peter Bieri
Film-Website: Nachtzug nach Lissabon
 
 
 
 
 
 


20. März 2013

Leipziger Buchmesse

Jaaa...ihr habt sicher schon darauf gewartet: mein Bericht über die Leipziger Buchmesse.
Und was soll ich sagen: es war voll aber toll, etwas chaotisch aber auch fantastisch und vor allem mein erstes Mal an einer Buchmesse.



TAG 1 - Freitag

Also eigentlich schon Donnerstag, weil ich ja aus der Schweiz eine längere Anreise hatte. Aufstehen um 5.00 Uhr morgens (macht ja nix, wenn man sowieso schon aufgekratzt ist), dann den Fernbus von Zürich nach Frankfurt und dort umsteigen in den Fernbus Frankfurt nach Leipzig. Keine schlechte Verbindung und preislich echt eine Alternative, sofern man die Zeit und Nerven hat stundenlang Bus zu fahren....

Freitag morgen steh ich schon am Hauptbahnhof Schlange: um überhaupt eine nicht-volle Strassenbahn zum Messegelände zu erwischen. Denn dort fahren erst mal 3 volle Bahnen vorbei, bis ich wie in einer Sardinenbüchse eine Ecke abkriege. So kam ich schonmal später als gewollt bei der Messe an, doch einmal dort....was für eine tolle Glashalle! Trotz einer Menge Leute konnte man sich noch normal bewegen und hat genügend Sauerstoff abgekriegt (was ich nun im Vergleich zu Samstag echt zu schätzen weiss). So schlenderte ich von Stand zu Stand, in Halle zu Halle und sammelte fröhlich Leseproben, Lesezeichen, Wettbewerbe und Eindrücke. Zuerst schaute ich bei der Lesung von Michaela Holzinger ("Funkensommer") vorbei. Dann kam Ursula Poznanski, doch weil ich ihr Buch "die Verratenen" nicht hatte (und nicht kaufen werde, weil ich keine Lust auf Serien habe), holte ich mir dennoch eine Signierkarte von ihr. Auch ohne Buch, aber doch getroffen habe ich Josephine Angelini, die (mangels Autogrammkarten) meine Leseproben von "Göttlich" signierte und mit mir für ein Foto posierte. Das Sahnehäubchen kommt jedoch bekanntlich am Schluss: Maggie Stiefvater! Sie las aus "Rot wie das Meer", erzählte wie sie auf die Idee kam, beantwortete Fragen aus dem Publikum und danach hiess es Schlangenstehen....für ein super Foto mit ihr, der schönsten Signatur (inkl. Pferdekopf), die ich jemals in ein Buch bekam und ein paar Sätzen mit der super sympathischen Autorin.


TAG 2 - Samstag

Am Vorabend ergab sich ein Gespräch mit meiner Zimmergenossin im Hostel und siehe da - sie ist auch wegen der Buchmesse hier, hat sogar auch einen Bücherblog und....sie hat weiss von einem Lagerverkauf! Wie bitte? Eine ganze Lagerhalle voller Kisten voller Bücher und jedes Buch kostet nur 1 Euro?!?! Es gibt einen Büchergott!!! Also bin ich mit der lieben Janine (meiner Zimmermitbewohnerin) am Samstag erst mal zu Momox marschiert und verbrachte dort 2 Stunden im Buchhimmel. Als die Zeit für die von uns gewünschten Signierstunden näherrückt, sortieren wir schweren Herzens unseren Einkaufswagen und beeilen uns zum Messegelände zu kommen. Angekommen, stelle ich mich in die lange Warteschlange der Hohlbein-Fans, währendessen Janine sich schon einmal zum Arenaverlag durchkämpft. Als ich dort ankomme, treffe ich nicht nur auf Janine, sondern auch auf Gabriella Engelmann, die Janine's Buch signierte und fürs Foto posierte und über meine 2 Büchertüten vom Lagerverkauf grinst. Ja, sie sind schwer. Nein, ich konnte nicht weniger kaufen...eher lieber sogar mehr, aber ich bin kein Hulk-Tintenfisch mit 8 Armen und unglaublicher Kraft. (Erste Zweifel, wie ich das nach Hause bekomme...). Weiter geht's zur Lesung von Janet Clark, wobei Janine auf meine Taschena aufpasst und ich mich durch die Hallen kämpfe auf der Jagd nach Büchern, die ich signieren lassen möchte. Zur Signierstunde von Janet Clark treffe ich am ArenaStand ungeplant auf meine Lieblingsbuchtuber BuchlingJanine und Gwen von TheBookLook! Die beiden sind ja noch sympathischer als in ihren Videos und als dann Gabriella Engelmann und Antje Szillat noch dazustossen ist die Runde so gemütlich, dass ich gar nicht mehr weg will. Doch Janine steht mit meinem Buch in der Warteschlange bei Janet Clark und wartet auf mich. Später trennten sich jedoch unsere Wege, wobei ich mich in die Warteschlange von Joshua Sauer stelle und herrlich lange Zeit habe die Glashalle zu bestaunen. Mit einem Blick auf mein vollgekritzelter Notizzettel, suche ich Jorge Gonzáles (ich musste einfach sehen, ob der in echt auch so crazy "hola-chicas-"mässig drauf ist) und habe dabei die Lesung von Gabriella Engelmann im Pyjama vergessen und folglich verpasst =( menno
Irgendwann sah ich auch mal Sebastian Fitzek, bei dem der Stand immer so voll war, dass ich mich gar nicht erst einreihte, aber zumindest einen Blick auf ihn und seine abenteuerliche Kulisse (medizinische Liege, etc. zum neuen Buch "der Nachtwandler") erhaschen konnte.
Meine Signaturen
 

Ziemlich kaputt, aber glücklich schlurfe ich abends wieder ins Hostel. Froh aus der vollen Strassenbahn und dem Messegelande zu sein, froh wieder Sauerstoff zu bekommen, froh meine Beute auszupacken, zu begucken und zu streicheln und Eindrücke mit Janine auszutauschen.

TAG 3 - Sonntag

Diesen Tag habe ich mir offen gelassen, ob ich nochmal zur Messe gehe oder Leipzig anschaue. Da keine absolute Must-see-Autoren mehr auf der Liste waren und ich schon jetzt ziemlich fertig, spazierte ich durch Leipzig, war aber früh zurück im Zimmer. Janine war schon abgereist und unsere Zimmergenossen (zum Glück unser "Laut-Schnarcher", der den Amazonas absägte die letzten Nächte) auch. So kuschelte ich mich mit einem Buch (welches fange ich bloss an?) aufs Bett und versuchte meine Taschen (musste dank dem Lagerverkauf sogar eine neue kaufen) so geschickt wie möglich zu packen.

Montag ging die Reise mit Fernbus los und ich wollte meine Schätze nur ungern in den Kofferraum miteinsperren, musste ich dann aber doch. Der Bus war bis auf den letzten Platz ausgebucht, doch die Stimmung war entspannt...noch....denn als der Fahrer eine Pause einlegen musste (dürfen rechtlich nicht länger als 4 Stunden am Stück oder so fahren), hielten wir auf einer Raststätte. Durchsage: 30 Minuten, dann sind wieder alle beim Bus. Eine halbe Stunde nachdem wir schon wieder losgefahren sind, klingelt das Telefon des Fahrers. Folgende Durchsage im Bus: Es steht noch einer an der Raststätte wir müssen umkehren. =( da fing ich an zu rechnen: das bedeutet 1 Stunde Verspätung, was wiederum heisst ich komme mind. eine Viertelstunde nach Abfahrt meines Anschlusses in Frankfurt an. Mist! Doch die Fahrer und deren Zentrale konnten es regeln, der andere Bus wartete und wir konnten noch etwas Zeit aufholen zum Glück. Der (Entschuldigung, aber ist wahr) zurückgebliebene Vollidiot wollte erst noch diskutieren, für den Rest der Fahrt machte er jedoch keinen Piep mehr. Könnte man Leute denken hören, wäre in diesem Bus die Hölle losgewesen!

Schlussendlich kam ich trotzdem im Zeitplan daheim an. Mit vollen Taschen, tollen Erinnerungen, einem Rest an Nerven und schmerzenden Gliedern, aber egal....eine tolle Reise war es!

Ich danke an dieser Stelle auch allen lieben Leute, die ich treffen durfte !!!
Und by the way begrüsse ich auch gleich alle neuen Leser, die sich plötzlich auf meiner Followerliste erschienen sind. Herzlich Willkommen!

Die liebe Janine (BuchlingJanine) und die süsse Gwen (theBookLook)


 
Meine Beute (sieht nach weniger aus, als dass es sich gewichtstechnisch anfühlt):
 
Dan Brown - Sakrileg & Diabolus
Alex Rovira & Francesc Miralles - Einsteins Versprechen
Libba Bray - der geheime Zirkel Gemmas Visionen
Maggie Stiefvater - Rot wie das Meer
Tess Gerritsen - der Anruf kam nach Mitternacht
Jan-Philipp Sendker - Herzenhören
John Grogan - Marley und ich
Laura Walden - das Geheimnis des letzten Moa
Janet Clark - sei lieb und büsse
Sebastian Fitzek - der Nachtwandler
Jodie Picoult - beim Leben meiner Schwester
Heather Graham - Mörderisches Paradies
Sam Savage - Firmin, ein Rattenleben
Pascal Mercier - Lea
Erin McKean - das geheime Leben meiner Kleider
Ann Eriksson - mehr als ein Leben
Morgan Callan Rogers - rubinrotes Herz, eisblaue See
Joshua Sauer - Nichtlustig, das DICKE Cartoonbuch
 
 
Ausserdem konnte ich diese tolle Nichtlustig-Todes-Tasse nicht stehen lassen:
 
 
 

10. März 2013

Katie MacAlister - Blind Date mit einem Vampir

Autor: Katie MacAlister
Titel: Blind Date mit einem Vampir


Verlag: LYX (Egmont)
ISBN: 978-3-8025-8138-0
Erschienen: 2008
Seiten: 473



 
Als Joy sich von ihrer Freundin Miranda die Zukunft voraussagen lässt, erfährt sie zu ihrer Freude, dass sie bald den Mann fürs Leben kennenlernen wird. Doch was soll sie davon halten, dass ihr Traumprinz angeblich ein Vampir ist? Kurz darauf fährt Joy zu einem Gothic Festival nach Tschechien und wird dort Zeugin rätselhafter Vorgänge...
 
 
 
Sex and the City mit Vampiren? So kam es mir zumindest vor, und ich bin kein nennenswerter Fan von Sex an the City. Aber die Lust auf ChickLit hat mich gepackt und nach dem Twilight-Hype wollt ich mich auch mal in die Welt der Vampire wagen...
 
Joy und ihre Freundin Roxy lassen sich bei ihrer gemeinsamen Freundin Miranda die Zukunft voraussagen beziehungsweise stossen mit Gin in einem Kreis von Kerzen an und wünschen sich den absoluten Traummann, wobei besonders Roxy die Helden aus ihren Lieblingsvampirromanen als Vorlage benutzen. Roxanne ist es dann auch, die Joy überredet sie auf der Reise nach Tschechien zu diesem Gothic Festival zu begleiten, das ganz in der Nähe liegt von Dantes Schloss. Denn Dante ist der Autor ihrer beider Lieblingsbücher und schliesslich sollen die Prophezeihungen von Miranda doch wahr werden...warum dann nicht etwas nachhelfen, wenn man sich aktiv auf Vampir-Traummann-Jagd begibt?
 
Anfangs sind mir die Freundinnen und auch weitere Figuren äusserts sympathisch, wenn auch etwas chaotisch und eben Plappermäuler wie wir Frauen eben sind. Die Tatsache, dass verschiedenste Männer natürlich atemberaubend gut aussehen und die Kommentare von Joy und Roxy sind zu Beginn auch sehr köstlich zu lesen. Dass mit der Zeit aber gleich 3 Männer auf Joy fliegen, wobei Roxy sich hoffnungslos an Dantes Hals wirft, war mir dann aber irgendwann doch etwas zu viel.
 
Der Schreibstil ist flott, frech und trifft genau den "Frauen-Kaffeeklatsch-Männerbeurteilen-Ton". In der zweiten Hälfte wird dies jedoch etwas überbenutzt, was zwar zeigt, dass die Autorin diesen Stil eindeutig beherrscht, mir persönlich aber bisschen auf den Magen schlug. Die tolle vorlaute Joy entwickelt sich zu einer hyperaktiven und leicht sexsüchtigen Heldin, Roxy hingegen benimmt sich immer mehr wie ein 16-jähriger Justin Bieber Fan in der ersten Reihe eines seiner Konzerte.
 
Der Schluss wurde mit Pfeffer gewürzt und bietet Spannung wie auch einige Krimi-Elemente. Die Geschichte gewinnt an Tempo und das Chaos von Vermutungen, wer nun ein Vampir ist und wer ein Mörder ist, wird endlich gelöst. Leider bedient sich die Autorin für mich etwas zu sehr an überdramatischen Mitteln, womit Hollywood wohl stolz wäre wie die Schlussszene inszeniert wird. Joy kämpft um ihren Traummann, den sie gefunden hat, doch der Vampir hat sie als Geliebte auserwählt. Der Mörder nimmt sie zur Geisel in einer Höhle und die Polizei steht zwar schon längst auf dem Gelände bei Ermittlungen und trifft Vorbereitungen vor der Hölle, hört aber den Tumult nicht als dort drin alles drunter und drüber geht....ausser natürlich ganz am Schluss als der Held fast stirbt und das Böse besiegt wurde und die ängstliche aber doch toughe Joy errettet wird....
 
Mit einem Zwinkern und Augenrollen somit ein ChickLit-Spass für richtige Frauenzimmer oder solche, die es werden wollen. Mir persönlich wurde es gegen Ende immer unauthentischer, aber lustig war es dennoch.
 
 
3,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Katie MacAlister (* als Marthe Arends im August 1969 in Umkreis Seattle, Washington) ist eine US-amerikanische Autorin, welche historische, zeitgenössische und paranormale Romanzen schreibt.

Sie veröffentlicht vorwiegend unter den Namen Katie Maxwell und Marthe Arends. Ihre Bücher sind regelmäßig mit anglophilien Einflüssen versehen, und enthalten oft eine Heldin mit starkem männlichen Gegenpart. Sie steht auf der New York Times-Bestsellerliste und hat bereits als Vogelkäfig-Reinigerin, Wellenlöterin, Fortran-Programmiererin und Verkäuferin bei Harrods gearbeitet. Katie lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren Hunden.

Mehr auf: Katie MacAlister
 
 
 
 


2. März 2013

Best Blog Award

Hat's mich wieder erwischt - nein, zum Glück nicht die Grippe, sondern ein Award ! Wie habe ich mich gefreut darüber.

Verliehen hat ihn mir eine liebe unbekannte Maren, die ich immer noch suche (also falls du dies liest, zeig mir doch gerne mal den Weg zu deinem Blog, danke). Bei der Suche stiess ich auf eine weitere liebe Maren, die dann die "falsche" war, mir aber schlussendlich auch den Award verliehen hat. Das habe ich eigentlich nicht so gemeint, freue mich aber dennoch darüber - nicht nur über die Auszeichnung meines Blogs, sondern auch neue Bloggerfreunde zu finden.

Und hier ist der hübsche Award:


Infos
Blogger suchen sich 20 Blogs aus, die unter 200 Follower haben und ihnen gefallen. Wenn man nominiert wurde, muss man das Bild veröffentlichen und die Fragen unten beantworten. Danach nominiert man neue 20 Blogs und benachrichtigt diese.

Fragen

- Was magst du beim Kochen lieber: Nachttisch oder deftige Gerichte?
Tja, ich bin eine bekannte Naschkatze und somit tendiere ich zum Nachttisch. Zu einem hausgemachten Kartoffelstock zum Beispiel, sag ich aber auch nicht nein. Mal so, mal so.

- Was ist die wichtiger an einer Person: Persönlichkeit oder Erscheinung?
Klar die Persönlichkeit. So abgedroschen es klingt, aber wir wissen alle, dass die inneren Werte zählen. In der hübschesten "Verpackung" muss nicht immer das hübscheste / beste "Produkt" sein...

- Wann hast du den Blog gegründet?
Vor etwa einem Jahr: 5. Februar 2012

- Welche Person hat dich dazu inspiriert, in dieser Welt etwas Neues anzufangen?
Im echten Leben wie auch in der Bloggerwelt - - > Freunde

- Verfolgst du viele Blogs?
Anfangs mehr als jetzt, aber das liegt bloss am Zeitaufwand. Ich schaue immer gerne mal bei meinen Lieblingsblogs vorbei, auch wenn ich nicht jede Buchrezension ganz durchlese, dazu fehlt die Zeit oder das Buch interessiert mich sowieso nicht. Reinschauen lohnt sich aber immer, mein SuB bedankt sich oft...

- Kochst du lieber oder lässt du dich lieber bekochen?
Ich koche (und backe) sehr gerne auch selbst. Beim "Bekochen-lassen" kommt's auf den Küchenchef an =)

- Welches Buch liest du momentan?
Siehe links oben ;) Im Moment ist es Blind Date mit einem Vampir von Katie MacAlister

- Welches Kleidungsstück hat bis jetzt am längsten in deinem Kleiderschrank überlebt?
Hmmm...mal überlegen. Ein Kinderbadetuch? Oder ein T-shirt, in das ich nicht mehr passe, es aber mit Erinnerungen verbinde.

- Was ist dein Lieblingsrezept?
Da gibt's mehr als eins. Ich liebe Muffin- und Cupcake-Rezepte. Ich mag den Maisauflauf meiner Familie und Pizza geht sowieso immer (aber das gehört wohl nicht zu Rezepten).

- Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig?
Ehrlichkeit, Vertrauen und Hilfsbereitschaft stehen weit oben. Wenn man noch Humor hat, umso besser =)

- Was ist dein Lieblingsfilm?
Filme, die ich immer gucken kann oder auswendig kenne: the Bucket List, Eat Pray Love, Bridewars, Forest Gump, Fluch der Karibik, der Einsatz, Mona Lisas Lächeln, Burlesque, Finding Nemo....und zu viele...


Ich nominiere:

Little-miss-head-in-the-clouds
Bücher Universum
Lesensdurst
Büchereckerl
DieKlee's Bücherblog
Secrets of Stories
Page-turner

Ich weiss, dass es keine 20 Blogs sind, aber dafür ist der Award ernst gemeint. Ausserdem haben einige Blogs, die mir sehr gefallen, mehr als 200 Leser und ich möchte auch lieber noch unbekanntere Blogs unterstützen.

Glückwunsch der Nominierten und Danke nochmals an Maren (und ihre Bücherwelt) !

Eure Lese-Echse