29. Dezember 2013

Buchchallenge 20/13 & 20/14

Ich habe es tatsächlich geschafft, liebe Leser!
Ich habe dieses Jahr bei Mandys Buchchallenge 20/13 mitgemacht und nicht nur die mindestens 13 Bedingungen, sondern alle 20 Bücher gelesen, obwohl mein Lesejahr sonst eher schwach war.
Wer meine Rezis zu den jeweiligen Aufgaben lesen möchte, der siehe bitte *HIER*
Diese Seite werde ich nächsten Monat allerdings umwandeln, denn die Challenge wird abgelöst - beziehungsweise kommt ein Update: Buchchallenge 20/14.

Wieder sind es 20 Aufgaben, zu denen man jeweils ein Buch liest. Diesmal gibt es sogar eine Zusatzaufgabe und einige Punkte haben mit der Zahll 4 oder 14 zu tun. Da hat sich Mandy schon was bei gedacht! Ich bin auf jeden Fall jetzt schon hibbelig und freue mich auf die neue Challenge eines neuen Jahres. Wer mitmachen möchte, findet die Lesegruppe auch auf Facebook: *HIER*

Ich habe noch nicht zu allen Punkten ein Buch, aber das Jahr beginnt ja erst...



Die Aufgaben der Buchchallenge 20/14:

1. Ein Buch, das aus deiner Kindheit stammt
--> Michael Ende - der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
2. Ein Buch, mit Sternen auf dem Cover
--> Gabriella Engelmann - Goldmarie auf Wolke 7
3. Ein Buch, welches du als Geschenk erhalten hast
--> ?
4. Ein Buch, dessen Titel mit "M" beginnt
--> Lisa Genova - Mehr als nur ein halbes Leben
5. Ein Buch, dessen letzte Ziffer ISBN eine 4 ist
-->Rachel Simon - die Geschichte eines schönen Mädchens
6. Ein Buch, von einem dir unbekannten (noch nicht gelesenen) Autor
--> Michele Jaffe - Geisterblumen
7. Stell dich vor deinen SuB und lies das 14. Buch vom "Stapel"
--> Erin McKean - das geheime Leben meiner Kleider
8. Ein Buch, dessen Autor aus einem der folgenden Kontinenten kommt:
Australien/Neuseeland oder Asien oder Europa (Einschränkung: NICHT Deutschland / England)
--> Andrea Hirata - die Regebogentruppe (Asien)
9. Ein Buch, das Fortsetzung einer Reihe/Trilogie ist
--> Cornelia Funke - Tintentod
10. Lies ein Sachbuch
--> ?
11. Ein Buch, das in der Zukunft spielt
--> ?
12. Ein Buch, aus deinem Lieblingsgenre
--> Rachel Joyce - das Jahr, das zwei Sekunden brauchte
13. Ein Buch, in dem ein Kind eine Rolle spielt
--> Ransom Riggs - Insel der besonderen Kinder
14. Ein Buch, dessen Titel aus 4 Worten besteht
--> Morgan Callan Rogers - Rubinrotes Herz, eisblaue See
15. Ein Buch, dessen Autor 14 Buchstaben im Namen enthält (Vor- & Nachname)
--> Albert Espinosa - Ich komme, wenn du rufst
16. Ein Buch mit mindestens 14 Kapiteln
--> ?
17. Ein Buch, auf dessen Cover mind. 4 Lebewesen und/oder Gegenstände abgebildet sind
--> Brandon Mull - Fabelheim
18. Ein Buch, das dir schon mehrfach empfohlen wurde
--> Kjetil Johnsen - Dark Village
19. Ein Buch, das an einem Ort spielt, an dem du schon einmal gewesen bist
--> Eileen Ramsey - Jene Tage in Lissabon
20. Ein Buch, das bereits auch verfilmt wurde
-->Jodi Picoult - beim Leben meiner Schwester

Zusatzaufgabe: Ein Buch von jemanden leihen, der es ebenfalls für dich auswählt. Die Person bestimmt sozusagen, welches Buch DU aus SEINEM Regal lesen sollst.


 

20. Dezember 2013

Beatrix Gurian - dann fressen sie die Raben

Autor: Beatrix Gurian
Titel: Dann fressen sie die Raben



Verlag: Arena
ISBN: 978-3 401-06683-7
Erschienen: 2012
Seiten: 370



 
Nach dem vermeintlichen Selbstmord ihrer Schwester fühlt sich Ruby permanent beobachtet und verfolgt. Jemand steckt ihr das Foto eines toten schwarzen Jungen zu. Warum? Was hat das mit den rätselhaften Andeutungen ihrer Schwester zu tun, die um ihr Leben kämpft? Die Polizei hält alles nur für einen schlechten fremdenfeindlichen Scherz. Doch dann steht Ruby plötzlich ihrem Verfolger gegenüber. Und erst jetzt merkt sie: Das Netz ist viel weiter gespannt und bösartiger, als sie es für möglich gehalten hätte. Nur sie allein kann die Täter stoppen. Wenn sie nicht sofort handelt, wird es noch mehr Opfer geben...
 
 
 
 
Manchmal ist ein Buch ganz anders als der Klappentext ahnen lässt. Manchmal ist das gut, manchmal gefällt dies weniger. In diesem Fall weiss ich nicht recht, ob mir das gefällt oder nicht. Allerdings führt die Geschichte ganz woanders hin als erwartet, nur um dann doch irgendwie absehbar zu sein. Das Ende lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück: Irgendwie mochte ich die Geschichte, besonders gegen Schluss. Aber irgendwie konnte sie mich auch nicht fesseln. Einige Dinge waren zu offensichtlich bzw. man ahnt falsche Fährten und anfangs hatte ich Mühe in die Geschichte hinein zu kommen. Die Spannung verliert an Fahrt oder einige Stellen wirken leider künstlich.
 
Nicht zu vergessen ist dabei allerdings, dass es sich zwar um einen Thriller handelt, allerdings zur Jugendliteratur zählt und somit "schwächer" und "harmloser" ist als Romane für Erwachsene. Es geht zwar um Mord und Verschwörung und Intrigen, aber nicht so blutig und nicht ganz so psycho-ängstigend. Es gibt die Verwirrung wer gut ist und wer böse, allerdings für Erwachsenen-Triller-Leser sind die Andeutungen schon fast Leuchtreklamenpfeile, was wiederum die Spannung schwer mildert. Obwohl ich das Thema nicht harmlos finde und schon ziemlich bösartig für Jugendliteratur, ist die Umsetzung dennoch dem Alter angepasst, finde ich.
 
Auch der Schreibstil passt zum Alter, denn nicht nur die Jugendsprache von Ruby und ihren Freunden / Feinden hat diesen typischen Wortschatz. Die Autorin nimmt auch mehr als einmal Referenz auf Aktuelles: Ein Typ ist mal lässig wie Jack Sparrow, ein andermal muss Heidi Klum für einen Vergleich herhalten und alles spielt in München, an Orten, die es wirklich gibt.
Den Titel finde ich leider etwas an den Haaren herbeigezogen. Diesen Satz aus einem Kinderlied (...fällt er in den Graben, dann fressen ihn die Raben...") wird zwar mehrmals erwähnt, wirkt aber beiläufig. Man bekommt sogar das Gefühl, die Autorin musste den Satz extra in den Roman einbauen,, damit man den Titel versteht. Deshalb finde ich, hätte man bestimmt einen besseren Titel gefunden. (Auch wenn mir das Cover mit den Raben und den Herbstblättern sehr gefällt).
 
Ausserdem finde ich die erwachsenen Charaktere nicht allzu gelungen. Ich kann mir vorstellen, dass die Autorin die Sicht wie Jugendliche ihre Eltern wahrnehmen etwas übertrieben hat und sie mir deshalb ebenfalls künstlich oder teils sogar unpassend vorkommen. Eigentlich ist genau dies das Fazit über das ganze Buch: Die Autorin kann gut schreiben und benutzt starke Charakterkarikaturen, um ihre Figuren zum Leben erwecken. Bei mir blieb jedoch der saure Nachgeschmack des Künstlichen, weshalb es also nicht ganz geklappt hat...vielleicht liegt's am Alter...
 
 
 
3 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Beatrix Gurian wurde 1961 geboren. Bevor sie ihren Traum vom Bücherschreiben verwirklichen konnte, studierte sie Theater- und Literaturwissenschaften. Danach arbeitete sie knapp zehn Jahre als Redakteurin bei verschiedenen Fernsehproduktionen. Seit 2000 schreibt sie Romane für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.
Mehr auf: Beatrix Gurian
 

16. Dezember 2013

Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr

Autor: Jojo Moyes
Titel: Ein ganzes halbes Jahr




Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-26703-1
Erschienen: 2013
Seiten: 520
(+ Leseprobe eine Handvoll Worte)



 
Louisa Clark weiss, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiss, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiss nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird - und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
 
Will Traynor weiss, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiss, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiss nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
 
 
 
"Eine bittersüsse Geschichte über Liebe, Lernen und Loslassen" (Daily Mail) steht auf dem Buchumschlag - und eine bittersüsse Geschichte über Liebe, Lernen und Loslassen ist zwischen den Buchdeckeln zu finden. "Lou und Will werden die Leser genauso in ihr Herz schliessen wie Emma und Dex aus Zwei an einem Tag" (The Independent) - und ich kann nur bestätigen, dass man dieses Buch lesen und lieben muss, wenn man schon die Geschichte von Emma und Dex ins Herz geschlossen hat.
 
Die Geschichte wird hauptsächlich von Louisa erzählt. Drei "Gastkapitel" sind aus Sicht von anderen Figuren (die Eltern von Will und die Schwester von Lou). Dies fand ich sehr interessant, allerdings zu wenig. Mich hätte zudem die Sicht von Will oder auch seinem Pfleger Nathan interessiert. Oder auch öfters aus der Sicht von anderen Figuren geschrieben. Denn "nur" ein Kapitel die Sicht zu wechseln, empfand ich irgendwie unvollständig. Entweder ganz oder gar nicht, und besonders bei diesem Thema wären verschiedene Sichtweisen äusserst aufschlussreich.
 
Ansonsten ist der Schreibstil und der Aufbau des Buches gut gelungen, wenn auch nichts besonderes. Die Personen habe ich schnell ins Herz geschlossen, obwohl mir vereinzelte Figuren lange unsympathisch blieben. Gegen Ende wird es sehr emotional und ich muss zugeben, das Buch mit feuchten Augen fertig gelesen zu haben. So viel sei über das Ende verraten (ohne, dass ich spoilern möchte): Ich bin sehr froh, dass es kein Happy End im Hollywoodstil hat, kein offensichtliches und lange erwartetes "alles-wird-gut-und-wir-haben-uns-alle-lieb-Ende". Denn das ist nicht das Leben. Das ist nicht echt, nicht authentisch. Somit schrieb Jojo Moyes meiner Meinung nach das treffenste Ende überhaupt.
Die Liebesgeschichte zwischen Lou und Will beinhaltet immer mal wieder auch Klischees. Was sich liebt das neckt sich. Zwei absolut verschiedene Personen verschiedener Klassen, etc. verlieben sich....Kennen wir. Lieben wir, ja ok. Dennoch wird es zum Glück erst gegen Ende kitschig, wenn man so will. Und auch hier finde ich, hat die Autorin eine gute Balance zwischen Gefühlsduselei und echtem Leben getroffen. Deswegen berührt der Roman - er ist traurig und süss, echt und verträumt, hart aber wahr und doch zum verlieben!
 
Das Thema über Tetraplegiker und Sterbehilfe ist ernst, aber real. Ich liebe Bücher, die sich mit wahren Problemen des Lebens auseinandersetzen. Auch Jojo Moyes hat es geschafft, über ein heikles Thema fundiert und dennoch in unterhaltsamen Rahmen zu schreiben. Sie hat es zudem geschafft, ihre Meinung nicht das Buch bestimmen zu lassen, sondern eine Problematik aufzuzeigen, mit Einblick verschiedener Sichten und betroffenen Personen. Doch muss jeder Leser selber darüber nachdenken und sich eine Meinung darüber bilden. Inwiefern kann man den Betroffenen umstimmen? Wer muss was akzeptieren lernen? Was definiert ein gutes Leben? Wie können Eltern ihr Kind sterben lassen? Was macht echte Liebe aus?....
 
Einziger Abzug: In der Mitte fand ich die Geschichte manchmal etwas langatmig. Das ist allerdings Geschmackssache und somit meine persönliche Einschätzung.
 
 
 
 
4,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Jojo Moyes, geboren 1969, ist in London aufgewachsen und hat Journalistik studiert. Sie schrieb für die "Sunday Morning Post" in Hongkong und den "Independent" in London und aktuell u.a. für den "Daily Telegraph". Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.
Mehr auf: Jojo Moyes

11. Dezember 2013

Ein Buch, das....TAG

Meine lieben Leser,

dieser TAG geistert schon länger durch die Youtube-Büchergemeinde und eigentlich kann man den alle Jahre wieder machen. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich ihn noch nie machte und dachte mir heute: Das muss sich ändern =) Hier der TAG mit Büchern des Jahres 2013. Viel Spass!


EIN BUCH, DAS....

1. dich zum lachen gebracht hat
Schmitz' Katze von Ralf Schmitz - nicht (nur) weil er Komiker ist (und seine Katze anscheinend auch), sondern weil mich unglaublich viele Situationen an meine eigenen Katzen erinnerten.

2. dich zum weinen gebracht hat
Life of Pi, Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel - weil das Leben die besten Geschichten schreibt!
Ziemlich beste Freunde von Philippe Pozzo di Borge - aus demselben Grund

3. dich nachdenklich gemacht hat
Bekenntnisse von Nelson Mandela - weil er ein unglaublicher Mann war und dieses Buch viel über ihn, aber auch generell Südafrika und die dortigen Probleme veranschaulicht.

4. dich nicht losgelassen hat
Die verlorenen Spuren von Kate Morton - weil diese Autorin es jedes Mal schafft, dass ich sogar 600+-Seiten dicke Bücher in einem Tag verschlinge.

5. dich total enttäuscht hat
Landkarte der Zeit von Felix J. Palma - wurde sehr gehyped, dicker Schinken, durch den ich mich leider durchkämpfen musste.

6. dich überwältigt hat
das Geisterhaus von Isabel Allende - weil DAS noch grosse echte Erzählkunst ist

7. dich überrascht hat
Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater - unglaublich, aber das war mein erster Roman von ihr und ich war so begeistert, dass es garantiert nicht das letzte Buch dieser Autorin bleibt

8. du nicht beenden wolltest, weil es so gut war
Siehe Punkte #2, #4 und #7

9. du abgebrochen hast
Sylvanus Now von Donna Morrissey - weil ich zu faul war, Englisch zu lesen

10. du eigentlich nicht lesen wolltest
Sylvanus Now - zu Ende gelesen, weil ich abgebrochene Bücher nicht rumliegen lassen kann

11. zu dem du ein zwiegespaltenes Verhältnis hast
Möchtegern von Milena Moser - weil die Textart von einem Roman abweicht, was irgendwie interessant ist, allerdings auch den Lesefluss störte

12. du optisch wunderschön findest
das Mädchen mit den gläsernen Füssen von Ali Shaw - einfach zauberhaft

13. Bücher, die du unbedingt als nächstes lesen möchtest
Die Töchter des Mondes / Märchenadaptionen von Gabriela Engelmann / Twin Soul die Verbotenen / Rabenherz und Elternseele / Jodie Picoult / und ganz generell: SUB abbauen =)

3. Dezember 2013

Donna Morrissey - Sylvanus Now

 
 

Autor: Donna Morrissey
Titel: Der Geruch von Salz



Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-13772-0
Erschienen: 2009
Seiten: 326





 
Sylvanus, ein junger Fischer aus einem entlegenen Küstenort in Neufundland, ist im Einklang mit sich und der Natur, und er liebt Adelaide, die nichts mehr hasst als das säuerliche Einerlei des Alltags, das Meer und den Fisch, den sie täglich einsalzen muss. Sylvanus’ Charme und seine innere Stärke siegen schließlich über ihren Schwur, niemals einen Fischer zu heiraten, und damit beginnt der lange karstige Weg in ihr Inneres ...

Adelaides widerständiges, drängendes Wesen, die Schönheit und Unmittelbarkeit der Natur kontrastieren mit der rücksichtslosen Ausbeutung der Fischer, die schon in den 1950er Jahren durch globale Veränderungen ihre Existenzgrundlage zu verlieren drohten.
 
 
 
Das Buch las ich auf Englisch. Obwohl es nicht mein erstes englisches Buch war, hatte ich meine Mühe mit der Sprache. Die Autorin hat einen wunderbaren Wortschatz, den sie auch einzusetzen versteht, ich allerdings weniger verstehe. So hatte ich leider oft das Gefühl, die Geschichte zwar zu verstehen, allerdings wunderbare Beschreibungen zu verpassen, Feinheiten nicht zu spüren und die kleine Poesie zwischen den Zeilen nicht zu verstehen.
 
Somit blieb mir nur die Haupthandlung, die ich leider langweilig fand. Der Buchkauf wahr wohl eine Cover-Entscheidung und ausserdem kannte ich schon andere Bücher von Donna Morrissey, die mir auch gut gefielen. Dennoch war dies keine Garantie für ein englisches Lesevergnügen...leider.
 
Die Fischergemeinschaft sprach mich nicht an, das Leben im Norden ebenso wenig. Die Beziehung zwischen Adelaide und Sylvanus und einigen Nebenfiguren (z.B. Sylvanus' Mutter) fand ich sehr gelungen und einfühlsam. Die Gespräche (die meist einfacher zu verstehen waren, jedoch auch sehr "nach dem Schnabel gewachsen", mal mit Schimpfwörtern oder auch häufige Ausrufe wie "oh my God" und Ähnliches) zeugen von Menschenkenntnis und guter Beobachtungsgabe. Allerdings habe ich jetzt noch ein Durcheinander mit einigen Namen und kann diese immer noch nicht ganz zuordnen (sind allerdings alles Nebenfiguren). Die ausländischen Schiffe bleiben leider eine stille, gesichtslose Bedrohung. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Fischerdorf und deren Bewohnern, die ihren Job bzw. Lebensinhalt verlieren (könnten). Der Roman erzählt somit den Alltag von Adelaide und Sylvanus, die auf eine unerfreuliche Abwechslung stossen und dafür eine Lösung benötigen. Doch so ist das Leben...es wird nicht immer fair gespielt, Pläne können nicht durchgesetzt werden, Träume und Wünsche zerstört werden...
 
Lange habe ich gebraucht, um überhaupt in die Geschichte rein zu kommen. Mehrmals wollte ich sogar komplett abbrechen und einmal lag es eine längere Pause in der Schublade, weil ich ein anderes Buch las. Schlussendlich bin ich froh, es zu Ende gelesen zu haben (denn von der Hälfte und gegen Ende hat es mir doch besser gefallen). Allerdings konnte es mich bis zum Schluss nicht gefangen nehmen und wie gesagt, habe ich wohl viel von der Schönheit der Sprache verpasst, was ich bedauere, allerdings nicht ändern kann.
 
 
 
1,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
Donna Morrissey, geboren 1956, ist in einem kleinen Fischerdorf an der Küste Neufundlands aufgewachsen und lebt heute in Halifax. Ihr erster Roman, ›Kit's Law‹, gewann im Jahr 2000 den Canadian Booksellers Association Libris Award sowie diverse weitere Auszeichnungen. ›Downhill Chance‹ und ›Sylvanus Now‹ (dt. ›Der Geruch von Salz‹, dtv 13772) wurden jeweils mit dem renommierten Thomas Head Raddell Award, einem hochdotierten kanadischen Literaturpreis, geehrt. Ihre Romane wurden in verschiedene Sprachen übersetzt.

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