3. Januar 2014

Anika Beer - Als die schwarzen Feen kamen

Autor: Anika Beer
Titel: Als die schwarzen Feen kamen



Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40147-7
Erschienen: 2012
Seiten: 447




 
Als ein gefährlicher Schwarm schwarzer Feen Marie bedroht und alle, denen sie nahesteht, in Gefahr bringt, gibt es nur einen, der ihr helfen kann: Gabriel, der mysteriöse Junge, der die dunklen Wesen zu sehen vermag, die sich in den Schatten der Menschen verbergen. Doch als Marie sich entschliesst, Gabriels Hilfe zu suchen, haben die schwarzen Feen die Grenze zu unserer Welt bereits durchbrochen...
 
 
 
Ein spannender Jugend-Fantasy-Roman, den ich nur herzlich empfehlen kann.
 
Obwohl mir Marie erst nicht allzu sympathisch war, fieberte ich schliesslich mit ihr mit. Fürchtete mich und freute mich mit ihr. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, wobei mir besonders die Schattenwesen gefallen haben, auch wenn diese sehr hässlich sind. Die Idee der Autorin finde ich besonders spannend: Dass jeder einen Schatten hat und in diesem Schatten ein dunkles Wesen, was sozusagen die Ängste und Abgründe jedes Menschen symbolisiert. So trägt jeder seine schwarzen Seiten mit sich und jeder besitzt einen Schweinehund (beziehungsweise dunkle Fabelwesen seiner dunklen Emotionen). Maries Schattenwesen sind dabei die Feen, welche sich Zugang in die Realität verschafft haben und aus ihrem Schatten flüchten. Doch die Feen sind nicht die einzigen Wesen, die ein Tor in unsere Welt gefunden haben...
 
Die Welt der Schattenwesen ist mysteriös, dunkel und unheimlich. Die Autorin hat wahres Talent zu fantastischen Geschichten bewiesen und nimmt uns auf eine Jagd gegen die Zeit mit. Einige Kapitel spielen in der Obsidianstadt (der Parallelwelt der Feen), die meisten Kapitel spielen jedoch in dieser Welt, aus der Sicht von Marie und einige Male aus Sicht von Gabriel erzählt. Die Geschichte zeigt Probleme und Abgründe der wahren Welt und bleibt dennoch ein fiktiver Roman. Eine gute Balance zwischen Recherche und Fantasie.
 
Der Schreibstil ist einfach und einfach magisch. Mit wenigen Worten entsteht eine Atmosphäre, die den Leser in das Buch saugt. Ob Streitigkeiten mit der besten Freundin in der Schule, ob der Besuch beim Therapeuten oder ein Gespräch im Krankenhaus. Die Sprache ist simpel, aber immer angepasst und nicht künstlich oder übertrieben Jugendsprache.
 
Eigentlich traue ich mich kaum, weiter zu erzählen ohne zu spoilern. Fest steht, dass das Buch ein kleiner Schatz ist und in jedes Buchregal gehört aller Liebhabern von dunklen Jugendfantasy.
 
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
 
 
Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Die Welt der fantastischen Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Anika Beer begeistert sich für Kampfkunst und fremde Kulturen und lebte nach dem Abitur einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld eine stelle an der Universität annahm.
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