22. Februar 2014

Àlex Rovira & Francesc Miralles - Einsteins Versprechen

Autoren: Àlex Rovira & Francesc Miralles
Titel: Einsteins Versprechen



Verlag: List
ISBN: 978-3-548-61142-6
Erschienen: 2013
Seiten: 383



 
Eine verleugnete Liebe.
Eine Reise um die Welt.
Eine Geschichte voller Phantasie.
 
Der Verfasser einer bahnbrechenden Einstein-Biographie stirbt während der Arbeit am Manuskript eines rätselhaften Todes. Javier Costa bekommt den Auftrag, diese Biographie zu vollenden. Gemeinsam mit der jungen Autorin Sarah Brunet reist er auf den Spuren des Genies nach Figueras, Zürich, Novi Sad und in die USA. Sarah und Javier versuchen zu ergründen, was für ein Mensch Einstein war, was ihm widerfahren ist und warum so wenig über seine zweite Lebenshälfte bekannt ist. Mehr und mehr geraten sie in den Bann des exzentrischen Wissenschaftlers. Aus den Puzzlestücken entsteht ein Bild Einsteins, das seine verborgene Seite enthüllt: eine tragische Liebe und eine letzte grosse Formel.
 
 
 
Eine Mischung aus Detektivgeschichte, Schatzjagt und wahrer Geschichte. Eine kleine Weltreise, etwas wahre Geschichte und ein bisschen Liebesgeschichte....dieser Roman bietet viel, ohne zu vollgestopft zu wirken, ohne schwere Lektüre zu werden und ohne an Spannung zu verlieren.
 
Das Leben Einsteins bildet den Leitfaden in der Geschichte und basiert hauptsächlich auf Wahrheit: Orte, die er besucht hatte, wo er zur Schule ging (ob selbst studierte oder später als Dozent) oder auch Personen, die er gekannt hatte. Unter anderem auch Mileva Maric, die Exfrau Einsteins und Mutter einer gemeinsamen, verschwunden Tochter. Doch was es genau mit ihr auf sich hat, möchte ich hier natürlich nicht spoilern. Die Figuren waren mir jedoch durch die Reihe sehr sympathisch (abgesehen von den Bösewichten zwar) und öfters wusste man auch nicht gleich, auf welcher Seite sie stehen. Fest steht: Verschiedene Personen sind auf der Suche nach der letzten Erkenntnis Einsteins, die Auflösung seiner letzten Formel, die er vor seinem Tod verfasste.
 
Javier wurde dabei unfreiwillig in das Spiel geholt und schlägt sich dann durch die Geschichte, von Hinweis zu Hinweis, zusammen mit Sarah, die anscheinend die gleichen Briefe vom unbekannten Absender bekommt. Die gemeinsame Jagd nach des Rätsels Lösung führt sie in mehrere Länder, auf mehreren Kontinenten, durch das Leben von Einstein. Der Spannungsbogen zieht sich bis in die letzten Kapitel und flacht auch höchst selten ab. Denn die Kapitel sind kurz und knackig ohne Unnötiges Beschreiben. Der Schreibstil ist poetisch, aber nicht zu verträumt oder kompliziert, sondern liest sich trotz vielseitiger, schöner Wortwahl trotzdem sehr flüssig und angenehm. Die kurzen Kapitel sind dazu auch sehr empfehlenswert für "kurze-Bus/Zug-Abstrecken-Leser".
 
Das Buch ist zudem in 4 grössere Teile aufgeteilt, und zwar in die vier Elemente: Erde, Luft, Wasser, Feuer. Ebenfalls wird jedes Kapitel durch ein gescheites und berühmtes Zitat Einsteins oder anderen Persönlichkeiten (Wissenschaftler, Schriftsteller, etc.) eingeleitet. Einige davon musste ich mich hinaus schreiben, weil sie nicht nur höchst intelligent sind, sondern auch wahrlich wunderbare Worte.
 
Bis zum Schluss bleiben vielleicht einige kleine Fragen offen, die jedoch vom Leser selbst abhängen. Die grossen Fragen, die der Roman behandelt, werden jedoch aufgelöst (Einsteins Versprechen, die Formel, Personenbeziehungen, etc.). Diese Auflösung ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, auch wenn es weise Worte sind. Ich persönlich mag es sehr, fiktive Geschichten im Rahmen wahrer Weltgeschichte zu lesen. Man unterhaltet sich mit Intellekt bzw. lernt per tollen Unterhaltung. Einziger Punkt dabei: Oft verschmelzen die Grenzen zwischen Wahrheit und Roman und so weiss der Leser nicht immer, wo Fiktion beginnt und Tatsachen aufhören. Ein tolles empfehlenswertes Buch bleibt es trotzdem.
 
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Àlex Rovira, geboren 1969 in Barcelona, ist ein anerkannter und erfolgreicher Sachbuchautor. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.
 
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Francesc Miralles, geboren 1968 in Barcelona, arbeitete einige Jahre als Verleger, bevor er selbst zu schreiben begann.
 
 


 

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