21. März 2014

Bianka Minte-König - Mona Lisas Tränen

Autor: Bianka Minte-König
Titel: Mona Lisas Tränen



Verlag: Thienemann
ISBN: 978-3-522-50242-9
Erschienen: 2011
Seiten: 219

 
Bei einem Malkurs auf Schloss Rosenheim entdeckt die talentierte Schülerin Mona, dass sie von ihrer Grossmutter nicht nur die künstlerische Begabung geerbt hat. Kaum ist sie angekommen, zieht sie das Porträt eines geheimnisvollen Mannes in seinen Bann: Wolfram von Rosenheim, der schon in jungen Jahren tragisch verstarb. Mona empfindet eine seltsame Verbindung zu ihm und seinem Schicksal. Sie kann sich der sonderbaren Traurigkeit, die auf dem Schloss lastet, einfach nicht mehr entziehen. Unheimliche Dinge geschehen und Albträume rauben ihr den Schlaf. Auch ihre besondere PSI-Gabe scheint sie nicht vor dem Bösen schützen zu können, das schon Wolframs Liebe bedroht hat...
 


Ein Fantasy-Jugendroman, der weniger mit Kunst, aber dafür mit einem Spukgespenst in einem Schloss und Erinnerungen an die Hexenjagd des 17. Jahrhundert beinhaltet.

Das Buch zog mich nicht nur mit dem Cover, sondern ehrlich gesagt auch durch die Namensvetternschaft an. Es wirkt zwar dunkel, und auch wenn die Geschichte durchaus düstere Seiten zeigt, ist es dennoch ein altersgerechter, unterhaltsamer Roman, der keine Albträume verursacht. Das Spukgespenst ist etwas sehr karikaturistisch und die Geschichte orientiert sich an bekannten Mustern. Dennoch ist der Roman irgendwie anders...so folgt er bekannten Ideen und Plots, doch in dieser Zusammensetzung habe ich es noch nicht angetroffen.

Der Schreibstil ist flüssig und für meinen Geschmack schon fast zu einfach. Natürlich muss man bedenken, dass das Buch für junge Leser ist und kein philosophischer Schinken. So kommen eher einfache Sätze vor und es wird eher geschrieben "Mona ist fröhlich" anstatt Formulierungen wie "Mona lächelt und ihre Augen glänzen". Zwischen den Linien gibt es kaum Information, der Schreibstil ist simpel und direkt und doch unterhaltsam und fantasievoll. Der Autorin gelingt es trotz etwas platten Beschreibungen, tolle Atmosphären zu schaffen und mit wenig Schnickschnack den Ablauf mit Details auszuschmücken.

Die Figuren sind nett. Ausser den Hauptfiguren bleiben sie jedoch etwas zweidimensional. Besonders lebhaft wirkt jedoch Mona, einige andere Schüler des Malseminars sowie Wolfram und "der Geist".
Mit der Spukgeschichte bedient sich die Autorin an geläufigen Mustern zu Schlosslegenden und kombiniert dies mit einem wahren Stück Geschichte, der Hexenjagd. Das Thema wird genügend für den Roman vertieft, allerdings doch nur angekratzt, wenn man historisch interessiert ist.

Lässt man die altersgerechte Sprache weg und einige mir zu schnell gewechselte und somit etwas unrealistische Handlungen oder Stimmungswechsel der Figuren, ist es eine tolle Geschichte für jugendliche Fantasy-Fans.

 
 
4 von 5 Lese-Echsen
 
 
Bianka Minte-König, als Tochter eines Buchhändlers in Berlin geboren, promovierte in Literaturwissenschaft und lehrte als Professorin für Literatur-, Theater- und Medienpädagogik. Mit ihren Jugendbüchern der Reihen "Freche Mädchen - freche Bücher" und "Liebe & Geheimnis" hat sie sich in die Bestsellerlisten und die Herzen ihrer Leserinnen geschrieben.
 
 
 

 


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