14. April 2014

Carlos Ruiz Zafón - der Fürst des Parnass

Autor: Carlos Ruiz Zafón
Titel: Der Fürst des Parnass



Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-19882-5
Erschienen: 2014
Seiten: 85





 
In "der Fürst des Parnass" erzählt Carlos Ruiz Zafón, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona um 1600 ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft - er heisst Cervantes und wird eines Tages den "Don Quijote" schaffen -, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine berührende Geschichte darüber, dass alles im Leben seinen Preis hat.
 
 
 
 
Eine hübsche kleine Erzählung, die leider etwas kurz ist, aber natürlich auch nicht als Roman gedacht ist. Eine Hintergrundgeschichte zu "Schatten des Windes" und "das Spiel des Engels", die Entstehung des Friedhofes der vergessenen Bücher. Zafón-Fans wissen, wovon ich rede.
 
Die Figuren sind alt bekannt und werden deshalb nicht wirklich vorgestellt. Allgemein ist diese kurze Erzählung so aufgebaut für Leser, die oben genannte Bücher schon kennen und somit auch deren Figuren, Geschichten und Hintergründe. Die Erzählung ist ausserdem der Rahmen für eine weitere Geschichte und so beinhaltet das dünne Büchlein eigentlich 2 Geschichten, die sich allerdings ergänzen.
 
Der Schreibstil ist wie immer angenehm, teils etwas "altertümlich", was allerdings so gewollt ist.
Der Autor entführt diesmal nicht nur nach Barcelona, sondern erzählt zudem die Herkunft von Cervantes und seiner Frau Francesca di Parma und spielt einen Teil auch in Italien.
 
Damit aber die Rezension nicht länger als die Geschichte selbst wird und ich nicht zu viel verraten möchte, kann ich eigentlich nur noch folgendes zitieren:
 
"Ich habe diese kleine Erzählung als Divertissement gedacht, als eine Art Geschenk an die Leser, das mehr von der geheimen Geschichte des Friedhofs der vergessenen Bücher aufblitzen lässt."
Carlos Ruiz Zafón
 
 
 
 
Ein netter Zusatz, ein kurzes Geschichtchen einer meiner Lieblingsautoren. Nicht unbedingt notwendig, aber sehr hübsch und gehört einfach in meine Sammlung.
 
 
 
 



Carlos Ruiz Zafón ist in Barcelona geboren und wuchs dort auf. Er besuchte die Jesuitenschule Sarrià (Col·legi de Sant Ignasi). Sie hat ihren Sitz in einem in der Stadt gelegenen gotischen Schloss aus rotem Backstein, mit Türmen und geheimen Gängen, die nach seiner Aussage seine Phantasie und die Lust auf das Geschichtenerzählen angeregt haben. Er war zuerst in Barcelona in einer Werbeagentur tätig, ging 1994 nach Los Angeles und konzentrierte sich völlig auf das Schreiben. Neben seiner Arbeit an Romanen ist er als Drehbuchautor und Journalist für die spanischen Zeitungen El País und La Vanguardia tätig.

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