28. Juli 2014

Mary Janice Davidson - Man stirbt nur zweimal




Autorin: Mary Janice Davidson
Titel: Man stirbt nur zweimal


Verlag: LYX
ISBN: 978-3-8025-8276-9
Erschienen: 2010
Seiten: 214



Betsy Taylor hat Probleme, wie sie nur eine Vampirkönigin haben kann. Wie um Himmels willen soll sie einen Konflikt mit den Wyndhamer Werwölfen verhindern, wenn sie mit einer Leiche im Handgepäck bei ihnen auftaucht? Und zwar der Leiche eines Rudelmitgliedes? Und als wäre das noch nicht genug, macht Betsys Halbschwester ihr einen Riesenärger. Die Tochter des Teufels scheint es auf Betsys untotes Leben abgesehen zu haben...


Vampir-ChickLit mit schwarzem Humor? Versuch ich gerne mal, weil ich ChickLit und besonders schwarzer Humor sehr mag und den Vampiren wieder einmal eine Chance geben möchte...

Naiv und unwissend ging ich an die Lektüre und fand erst danach heraus, dass es eine ganze Reihe Betsy-Romane gibt und dieser Teil etwa das zehnte (von 18) Buch ist. Also fehlte mir ein ganzes Stück Vorgeschichte der Figuren und Gegebenheiten, was man leider gemerkt hat. Zwar gibt die Autorin auf der ersten Seite eine kurze Einführung, eine Art "was bisher geschah", was auch etwas hilft, aber leider zu viel Information ist, um sofort alles zu verstehen. 

Der Schreibstil fand ich leider etwas künstlich. Betsy ist zwar sehr sarkastisch, ironisch, voller schwarzer Humor und frecher Sprüche, was ich normalerweise sehr mag. Doch leider wirkte es sehr gewollt, die Pointe gesucht und der Spass inszeniert. Die Autorin schaffte es höchstens mich wenige Male zum Grinsen zu bewegen. 

Die Figuren fand ich mitunter am bizarrsten. Ich verstand die Beweggründe von fast allen kaum, ihre Reaktionen fand ich unerwartet, manchmal sogar unlogisch oder wie gesagt künstlich. Alles scheint dem Witz, den bissigen Sprüchen zu dienen. Doch mir  war das zu konstruiert und leider nicht glaubwürdig.

Zu dem Buch kam ich dank einer Spezialreihe von Weltbild, die fünf Romane verschiedener Autoren, aber alle über das Thema Vampire, mit gleichem Cover-Layout zusammenstellte. Das sieht sehr toll aus im Regal und eigentlich könnte man meinen, dass man die Romane einzeln sollte lesen können. Warum sie ein Buch aus einer so langen Reihe auswählten, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. 

Unterm Strich konnte ich den Roman leider nicht ernst nehmen und kam mir oft vor wie in einer Vampir- und Werworlf-Version von Sex and the City - und das teils noch als Parodie. Mein Geschmack hat es definitiv nicht getroffen. Mit dieser Rezension möchte ich auch niemanden angreifen, dem die Betsy-Reihe gefallen könnte. Ich persönlich habe jedoch entschieden, dass ich kein weiteres Betsy-Buch lesen werde.




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Mary Janice Davidson wurde am 1. August 1969 geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Minnesota. Sie schreibt vor allem paranormale Romanzen und steht regelmässig auf der The New York Times- und USA Today Bestsellerlisten.




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