11. Juli 2014

Nicole Walter - Wie Sonne und Mond




Autorin: Nicole Walter
Titel: Wie Sonne und Mond



Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-51144-2
Erschienen: 2013
Seiten: 346






Zwei Schwestern, so verschieden wie Tag und Nacht, wie Sonne und Mond: Birgit, glücklich verheiratet, zwei Kinder, ein großes Haus am See. Kira, Weltenbummlerin, unstet und rebellisch aus Prinzip. 

Nach Jahren treffen die beiden ungleichen Schwestern wieder aufeinander, und Birgit beginnt ihr ganzes bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtigen Entscheidungen getroffen? Soll sie noch einmal ganz von vorne anfangen?




Da klang der Klappentext so vielversprechend, lockte mich das fruchtig-leichte Cover und so erhoffte ich mir eigentlich eine schnelle, unterhaltsame Lektüre....was dann leider gar nicht der Fall war.

Angefangen beim Schreibstil, der mir persönlich gar nicht zusagte. Man kann nicht behaupten, dass die Autorin nicht schreiben könne, es ist mehr eine individuelle Einschätzung. Ihre kurzen Sätze, schon fast Satzfragmente wirken irgendwie "poetisch-gewollt". Lesefluss kam bei mir leider nicht auf und so fühlten sich die 346 Seiten wie 500 an. Mir fehlten Beschreibung, die zwar durchaus liebevoll, aber an anderen Stellen auch wieder komplett arbiträr (und somit wenige Male sogar verwirrend oder paradox) waren. Ich wurde einfach nicht warm damit.

Auch die Personen im Buch. Ich glaube, die einzige mir sympathische Figur war das Hündchen von Kira. Nebenfiguren waren zwar zahlreich vorhanden, jedoch unterschiedlich klischeehaft oder zweidimensional, leider. Birgit und Kira wurden liebevoll ausgearbeitet, wie auch andere Personen, die in den Hauptfokus der Geschichte rücken. Doch konnte ich einige Handlungen von allen echt nicht nachvollziehen. 

Ganz allgemein muss ich sagen, dass dieser Erzählstil aufgesetzt für mich wirkte. Und obwohl auf emotionaler Ebene viel passiert, so lässt mich das Buch nun am Ende doch mit einem komischen Gefühl zurück. Dem Gefühl, dass eigentlich gar nicht viel passiert ist. Oder dann passierten Dinge, die ich nicht weiter wichtig empfand für die eigentliche Geschichte, wodurch diese Teile irgendwie fehl am Platz wirken. 

Ich kann mir vorstellen, dass das Buch dennoch erfreute Leser/innen hat und sich an Beliebtheit freut. Mir persönlich hat es jedoch nicht viel gesagt, hat mir zu wenig Spannung, Handlung, Anreiz gegeben. Vielleicht habe ich mir einfach zu viel davon versprochen, mich zuvor zu fest darauf gefreut und mich damit selbst enttäuscht schlussendlich. Fakt ist, dass es einfach nicht meinen Geschmack treffen konnte.




2 von 5 Lese-Echsen





Nicole Walter hat Sprachen in München studiert und dann als Werbetexterin und freie Journalistin gearbeitet. Seit 1994 schreibt sie überaus erfolgreich Drehbücher für Fernsehserien und -filme und zählt heute zu den erfolgreichsten und gefragtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands.

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