28. Februar 2014

Ralf Schmitz - Schmitz' Mama

Autor: Ralf Schmitz
Titel: Schmitz' Mamma
Andere haben Probleme, ich hab' Familie



Verlag: S.Fischer
ISBN: 978-3-596-19110-9
Erschienen: 2011
Seiten: 336




 
Warum sagt Mama immer "Dingens"?
Was hat Mama mit Hannibal gemeinsam?
Wie zum Teufel beendet man ein Telefonat mit Mama?
 
Ralf Schmitz geht für solche und ähnlich knifflige Rätsel ungehemmt auf Lösungssuche. Und spätestens, wenn er von Mamas schlimmsten Geschenken, unpassendsten Umräum-Aktionen und gruseligsten Kochversuchen erzählt, werden Sie sich fragen: Woher kennt Ralf Schmitz eigentlich meine Mutter?
 
 
 
 
Zugegeben, bei Schmitz' Katze habe ich mehr und lauter gelacht. Doch auch bei seinem Buch über seine Mama (wobei die Katze eine kleine Gastrolle ergattern konnte) musste ich häufig schmunzeln oder in manchen Kapiteln sogar das ungehemmte Losprusten doch hinter verkniffenen Lippen behalten (z.B. weil ich im Zug sass und meine Mitmenschen nicht unnötig aufschrecken möchte).
 
Wie bekannt hat Ralf einen ganz eigenen Schreibstil, bzw. seine Art Humor. Wer ihn aus dem Fernsehen kennt und liebt, wird auch seine Bücher mögen. Denn nicht nur der Inhalt ist zum Brüllen komisch, sondern im meinem Kopf lese ich ständig mit seiner Stimme, inklusive der Betonung, seiner nervösen Art und kann mir dabei lebhaft vorstellen wie er mit Händen und Füssen oder Bühneneinlage die Geschichte verbildlicht und mit vollen Körpereinsatz unterstützt.
 
Die Kapitel reichen wie im Klappentext angedeutet von Telefonat-Terror bis "ich-find-mich-in-der-eigenen-Wohnung-nicht-mehr-zurecht". Von lieb gemeinten Geschenken, die man gerne - uupps - fallen lässt, bis zum Thema Mutti und die moderne Welt (Internet, Handy, etc.). Dabei bleibt auch der Rest der Familie nicht verschont und rechnet er nicht nur mit Mama ab, sondern erinnert sich auch detailreich an Geschichten mit Onkel Knochenbrecher Lutz, Tante Depressiva und seinem etwas komischen Schulfreund Winnie. Über Autobahnfahrten mit Rentner am Steuer, Chaos am ersten Schultag, Schwesters Psychotricks und die vergessliche Oma. Neu ausprobierte Rezepte der Mutter wurden bildhaft festgehalten und werden hier öffentlich gemacht wie auch einige Fotos von Ralf als Kind (immer mit Kreuzchen!). Und natürlich versäumt er es auch nicht, dem Leser wertvolle Tipps mit auf den Weg zu geben, falls man selbst noch das Glück hatte, genannte Situation(en) noch nicht erlebt zu haben. Aber was noch nicht ist, das kann ja noch....ihr wisst schon.
 
Nicht jedes Kapitel hat mir gleich gut gefallen und nicht auf jeder Seite habe ich Tränen gelacht, doch das Buch bietet herrliche Unterhaltung und ist sicher ein Geschenkknüller in der Familie (allerdings mit Vorsicht!).
 
Und zuletzt: Meine Mutter hat nicht jeden Knall wie seine, aber irgendwie müssen wir doch verwandt sein =)
 
 
 
4 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
 
Ralf Schmitz, Jahrgang 1974, ist mehrfach ausgezeichneter Comedian und Schauspieler. Bekannt aus den erfolgreichen TV-Serien "Die Dreisten Drei", "Schillerstrasse" und "Genial Daneben", spielte er auch als Zwerg Sunny in Otto Waalkes "Sieben Zwerge" oder verlieh tierischen Darstellern in Animationsfilmen wie "Kung Fu Panda" oder "Ab durch die Hecke" seine Stimme.
Es ist immer noch regelmässig im Fernsehen zu sehen, füllt mit über 100 Gastspielen im Jahr die grossen Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und bewies mit seinem ersten Buch "Schmitz' Katze" (monatelanger Spiegel-Bestseller), dass er ein wahres Entertainment-Multitalent ist.
 
 
Mehr auf: Ralf Schmitz
 
 
 

24. Februar 2014

Michael Ende - der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Autor: Michael Ende
Titel: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch


Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-35830-1
Erschienen: 1989
Seiten: 237

 
 
Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, stecken in der Klemme: Das Jahr ist bald zu Ende und sie haben ihr Soll an bösen Taten noch nicht erfüllt. Daran sind nur die beiden Aufpasser Kater Maurizio und Rabe Jakob schuld. Doch mit einem besonders raffinierten Plan könnte es den beiden Bösewichten noch gelingen, den Rückstand aufzuarbeiten. Maurizio und Jakob entdecken die finsteren Absichten, aber können sie diese auch verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
 
 
 
Eine tolles Buch aus meiner Kindheit, das sich gelohnt hat
nochmals zu lesen.
 
Auffallend sind auf den ersten Blick die Bilder von Regina Kehn, die im ganzen Buch verteilt sind. Sie illustriert einzelne Szenen aus der Geschichte und zeigen mal den Zauberer und die Hexe oder Jakob und Maurizio. Auch die Uhr, welche als Kapitelüberschrift die Zeit anzeigt, ist gemalt.
 
Der Schreibstil ist lebendig und fantasievoll. Ab und zu stolpert man ein wenig aufgrund schwieriger Wörter. Doch diese Wörter sind nicht kompliziert, weil sie einem zu hohen Wortschatz angehören, sondern weil es sich um Wortkreationen des Autores handelt (ich verweise hierbei auf den Titel).
 
Die Figuren sind wenige, aber sympathische. Jakob, der Rabe aus der Gasse, der somit spricht wie im der Schnabel gewachsen ist. Maurizio der fette, etwas blöde Kater, der am liebsten italienischer Katzenschnulzersänger von adligem Rittergeschlecht wäre. Die dicke Geldhexe, Tante des Zauberers, von aufbrausender Natur und genauso böswillig wie ihr Neffe, der wiederum ein grosser, dünner Mann mit spitzer Nase, Glatze und Brille genauso eine Karikatur darstellt. Alles ist etwas übertrieben, doch es ist schliesslich ein Kinder-/ Jugendbuch und macht einfach sehr viel Spass.
Der Kampf zwischen Gut und Böse war wohl selten so unterhaltsam. Die Diskurse sind witzig, pfiffig und kindgerecht. Der Ablauf simpel, aber somit auch sehr übersichtlich. Meiner Meinung nach ein Buch, das in jede Kindheit gehört - ob vorgelesen oder selber gelesen.
 
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
 
Michael Ende wurde 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er besuchte die Otto-Falckenberg Schauspielschule und lebte als feier Schauspieler in München. Sein erstes Kinderbuch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer wurde mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und machte in auf einen Schlag berühmt. Er lebte viele Jahre in Italien und starb 1995 in Stuttgart. Seine Bücher wurden in nahezu 40 Sprachen übersetzt.
 
Mehr auf: Michael Ende
 
 
 

22. Februar 2014

Àlex Rovira & Francesc Miralles - Einsteins Versprechen

Autoren: Àlex Rovira & Francesc Miralles
Titel: Einsteins Versprechen



Verlag: List
ISBN: 978-3-548-61142-6
Erschienen: 2013
Seiten: 383



 
Eine verleugnete Liebe.
Eine Reise um die Welt.
Eine Geschichte voller Phantasie.
 
Der Verfasser einer bahnbrechenden Einstein-Biographie stirbt während der Arbeit am Manuskript eines rätselhaften Todes. Javier Costa bekommt den Auftrag, diese Biographie zu vollenden. Gemeinsam mit der jungen Autorin Sarah Brunet reist er auf den Spuren des Genies nach Figueras, Zürich, Novi Sad und in die USA. Sarah und Javier versuchen zu ergründen, was für ein Mensch Einstein war, was ihm widerfahren ist und warum so wenig über seine zweite Lebenshälfte bekannt ist. Mehr und mehr geraten sie in den Bann des exzentrischen Wissenschaftlers. Aus den Puzzlestücken entsteht ein Bild Einsteins, das seine verborgene Seite enthüllt: eine tragische Liebe und eine letzte grosse Formel.
 
 
 
Eine Mischung aus Detektivgeschichte, Schatzjagt und wahrer Geschichte. Eine kleine Weltreise, etwas wahre Geschichte und ein bisschen Liebesgeschichte....dieser Roman bietet viel, ohne zu vollgestopft zu wirken, ohne schwere Lektüre zu werden und ohne an Spannung zu verlieren.
 
Das Leben Einsteins bildet den Leitfaden in der Geschichte und basiert hauptsächlich auf Wahrheit: Orte, die er besucht hatte, wo er zur Schule ging (ob selbst studierte oder später als Dozent) oder auch Personen, die er gekannt hatte. Unter anderem auch Mileva Maric, die Exfrau Einsteins und Mutter einer gemeinsamen, verschwunden Tochter. Doch was es genau mit ihr auf sich hat, möchte ich hier natürlich nicht spoilern. Die Figuren waren mir jedoch durch die Reihe sehr sympathisch (abgesehen von den Bösewichten zwar) und öfters wusste man auch nicht gleich, auf welcher Seite sie stehen. Fest steht: Verschiedene Personen sind auf der Suche nach der letzten Erkenntnis Einsteins, die Auflösung seiner letzten Formel, die er vor seinem Tod verfasste.
 
Javier wurde dabei unfreiwillig in das Spiel geholt und schlägt sich dann durch die Geschichte, von Hinweis zu Hinweis, zusammen mit Sarah, die anscheinend die gleichen Briefe vom unbekannten Absender bekommt. Die gemeinsame Jagd nach des Rätsels Lösung führt sie in mehrere Länder, auf mehreren Kontinenten, durch das Leben von Einstein. Der Spannungsbogen zieht sich bis in die letzten Kapitel und flacht auch höchst selten ab. Denn die Kapitel sind kurz und knackig ohne Unnötiges Beschreiben. Der Schreibstil ist poetisch, aber nicht zu verträumt oder kompliziert, sondern liest sich trotz vielseitiger, schöner Wortwahl trotzdem sehr flüssig und angenehm. Die kurzen Kapitel sind dazu auch sehr empfehlenswert für "kurze-Bus/Zug-Abstrecken-Leser".
 
Das Buch ist zudem in 4 grössere Teile aufgeteilt, und zwar in die vier Elemente: Erde, Luft, Wasser, Feuer. Ebenfalls wird jedes Kapitel durch ein gescheites und berühmtes Zitat Einsteins oder anderen Persönlichkeiten (Wissenschaftler, Schriftsteller, etc.) eingeleitet. Einige davon musste ich mich hinaus schreiben, weil sie nicht nur höchst intelligent sind, sondern auch wahrlich wunderbare Worte.
 
Bis zum Schluss bleiben vielleicht einige kleine Fragen offen, die jedoch vom Leser selbst abhängen. Die grossen Fragen, die der Roman behandelt, werden jedoch aufgelöst (Einsteins Versprechen, die Formel, Personenbeziehungen, etc.). Diese Auflösung ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, auch wenn es weise Worte sind. Ich persönlich mag es sehr, fiktive Geschichten im Rahmen wahrer Weltgeschichte zu lesen. Man unterhaltet sich mit Intellekt bzw. lernt per tollen Unterhaltung. Einziger Punkt dabei: Oft verschmelzen die Grenzen zwischen Wahrheit und Roman und so weiss der Leser nicht immer, wo Fiktion beginnt und Tatsachen aufhören. Ein tolles empfehlenswertes Buch bleibt es trotzdem.
 
 
 
5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
Àlex Rovira, geboren 1969 in Barcelona, ist ein anerkannter und erfolgreicher Sachbuchautor. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.
 
Mehr auf: Àlex Rovira
 
 
Francesc Miralles, geboren 1968 in Barcelona, arbeitete einige Jahre als Verleger, bevor er selbst zu schreiben begann.
 
 


 

17. Februar 2014

Nora Roberts - Fliedernächte

Autor: Nora Roberts
Titel: Fliedernächte



Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38145-6
Erschienen: 2013
Seiten: 414



 
Harte Schale, weicher Kern - das ist Ryder Montgomery. Der attraktive Bauunternehmer ist einer der begehrtesten Junggesellen der Stadt, die Frauen liegen ihm zu Füssen. Nur Hope Beaumont, die Managerin seines Hotels, des Boonsboro Inn, zeigt sich von ihm unbeeindruckt. In ihrem früheren Job in einem Hotel in Washington hat sie mehr gesehen und erlebt, als ihr lieb war - und sich für das Kleinstadtleben entschieden. Nun ist sie genau da, wo sie immer hinwollte, nur in Liebesdingen lässt das Glück noch auf sich warten. Kein Wunder also, dass auch sie gegen Ryders rauen Charme nicht lange gefeit ist. Nach einem Kuss an Silvester knistert es gewaltig zwischen den beiden. Doch dann wird die schöne junge Frau von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wird die zarte Liebe dem standhalten können?
 
 
 

Klappentext gelesen und man kennt die Geschichte? Klischeehaft? Irgendwie schon, aber bei diesem Genre ist das ja meist auch erwünscht. Ich für meine Person werde allerdings damit nicht wirklich warm. Eine Liebesgeschichte darf auch mal kitschig sein, doch nach einem Nora Roberts ist bei mir der Bedarf nach rosaroter Welt schnell wieder gedeckt.

Der Schreibstil ist bekanntlich toll. Die Autorin versteht sich auf Diskurse, aber auch auf Beschreibungen und Erzählungen über das ganze Drumherum. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man wird schnell allen vorgestellt (falls man sie wie in diesem Fall nicht schon aus vorhergehenden Büchern kennt. Denn Fliedernächte ist Teil 3 der Blüten-Trilogie, nach "Rosenzauber" und "Lilienträume"). Ehrlich gesagt habe ich die vorhergehenden Romane nicht gelesen und habe mich dennoch super in der Geschichte zurechtgefunden. Man kann sie also trotz Trilogie auch einzeln lesen ohne grössere Verständnisverluste.

Besonders sympathisch und eine tolle Abwechslung war Lizzy, der Hausgeist des Boonsboro Inn. Ob und inwiefern ihre Vergangenheit mit den aktuellen Geschehnissen zusammen hängt, werde ich hier aus Spoiler-Gründen nicht nennen. Fest steht, dass ich sie schnell ins Herz geschlossen habe und möglicherweise meine liebste Figur in diesem Roman war. Hope, Ryder und deren Familie und Freunde waren mir durch die Reihe auch lieb, allerdings etwas zu klischeehaft manchmal.

Die Geschichte selbst fliesst herrlich dahin, weder zu schnell noch zu langsam. So bekommt man zwar weder von Spannung Herzrasen, noch vor Langeweile schwere Augen. Doch Herzklopfen dank mehr als nur einer Liebesgeschichte kriegt man allemal.


 
 
3,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
 
 
Nora Roberts, eine der meistgelesenen Autorinnen, hat eine Vielzahl von Büchern als Einzelbücher, Serien oder Trilogien im Genre Romance und Ladythriller veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Keedysville, Maryland. Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht sie überdies seit Jahren erfolgreich Kriminalromane.
Mehr auf: Nora Roberts


5. Februar 2014

John Katzenbach - Die Anstalt

Autor: John Katzenbach
Titel: Die Anstalt



Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-86800-572-1
Erschienen: 2006
Seiten: 749





 
Das Böse. Das Grauen. Die Klinik.
 
Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seine Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht - bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat - mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse Engel des Todes, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis' Schreckensphantasien?
 
 
Es steht Psychothriller drauf, es ist aber nur eine etwas unheimliche Nacht darin verborgen. Leider hat mich dieser dicke Wälzer, bei dem ich auf Spannung und Grusel gehofft habe, sehr enttäuscht und so musste ich mich leider durchkämpfen. Denn ein Buch zu unterbrechen liegt mir einfach nicht, und ehrlich gesagt wartete ich bis zum Schluss auf den grossen Knall, die grosse Auflösung, was auch immer...
 
Zugegeben, der Anfang verspricht Spannung. Der erste Mord, das erste Rätsel. Der Leser wird schnell in die Geschichte geholt, schnell mit den wichtigsten Figuren vertraut gemacht. Das Ende gewinnt ebenfalls an Fahrt, dem Mörder auf Verfolgungsjagd in der Nacht...und es wird blutig. Zu meinem grossen Bedauern ist der Rest dazwischen (gut 500 Seiten) ziemlich langatmig. Francis und seine Freunde, sowie eine Ermittlerin stürzen sich in Untersuchungen, um den Täter ausfindig zu machen. Mal wird der Verdacht auf andere Insassen der Klinik gelenkt, die Direktoren kommen mal wieder nicht gut weg...schlussendlich sind die Vermutungen alle falsch und ich konnte den Mörder nicht erahnen. Doch dies ist auch nicht weiter schlimm, denn leider habe ich sogar das Interesse beim Lesen verloren, den Täter überhaupt ausfindig zu machen (und das darf ja wohl nie in einem Thriller passieren!). Die Auflösung kommt zwar am Ende, doch ich fand sie wenig spektakulär und leider habe ich schon einfache Krimis gelesen, die spannender waren als diese "Mordserie in einer Klinik für psychisch Kranke", was grundsätzlich schon Spannung versprechen sollte.
 
Den Schreibstil kann ich jedoch nicht kritisieren, denn John Katzenbach versteht zu erzählen. Für meinen Geschmack waren es in diesem Roman zu viele Gedanken. Interessante und intelligente Gedanken zwar, aber wie eben gesagt führte zu viel davon zu grossen Spannungsverlust. Die Figuren sind toll ausgearbeitet und authentisch. Man gewinnt gut Sympathie bzw. Abneigung, man fühlt mit den Hauptcharakteren mit (u.a. Francis, der die Geschichte erzählt). Die Erzählung kommt jedoch nicht nur aus Sicht von Francis, sondern kleinere Passagen auch aus Sicht anderer Personen, allerdings indirekt von Francis erzählt. Der Lesefluss wird davon nicht beeinflusst.
 
Unterm Strich war wohl die Grundidee gut und das Schreibzeug bereit, doch das Endresultat konnte mich leider nicht fesseln. Da es mein erster Roman dieses Autors war, weiss ich nun nicht, ob ich einfach den falschen Roman von ihm erwischt habe.
 
 
 
2,5 von 5 Lese-Echsen
 
 
John Katzenbach, geboren 1950, war ursprünglich Gerichtsreporter für den Miami Herald und die Miami News. Viele seiner Kriminalromane sind internationale Bestseller und zweimal wurde er für den Edgar Award nominiert. John Katzenbach lebt mit seiner Familie in Amherst in Westen des US-Bundesstaates Massachusetts.

Mehr auf: John Katzenbach

1. Februar 2014

Was liest du? - Community

Liebe Leser,

Wer von euch ist wo überall vertreten? In der heutigen Zeit hat man nicht nur einfach einen Blog, nein, man ist weit und breit verlinkt. Sei es der Blogzug, Facebook, Goodreads, Twitter, Instragram oder wie all diese Communities heissen. Persönlich bin ich jedoch kein grosser Fan bei all diesen Seiten Mitglied zu sein. Doch nun habe ich eine Seite gefunden, die mir überaus gut gefällt.
Eine Buchcommunity, die Goodreads, Lovelybooks und Facebook-Ideen vereint! Tolles Layout, einfache Handhabung, Austausch mit anderen Bücherwürmern, Gewinnspiele, Rezensionen, Online-Büchermagazin und Umfragen....was will man mehr?
Wovon ich spreche?

Von der Website Was liest du?

Dort bin ich nun auch Mitglied. Ihr findet mich Lese-Echse Mona




Meine Seite ist jedoch noch etwas im Aufbau. Einige Rezensionen habe ich von meinem Blog schon übernommen, damit mein Profil nicht mehr so leer ausschaut und auch mein Wunschbücherregal habe ich schon etwas gefüllt.

Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, möchte ich euch einige Funktionen vorstellen.

1) Profil
Auf eurer Profilansicht (erinnert an Facebook) könnt ihr ein Profilbild, Name und Hintergrundfoto auswählen. Auf dieser Seite werden alle eure Tätigkeiten im Überblick gezeigt, also alle weiteren Punkte, die ich euch noch vorstellen werde, sowie Lieblingszitate, Aktivitätenstatistik, etc.

2) Bücherregale
Euer Profil hat Bücherregale, die ihr füllen könnt. Einige sind vorgegeben und können nicht gelöscht werden. Dabei handelt es sich allerdings um die meist gebrauchten: Gelesene Bücher, Wunschliste, Favoriten, aktuelle Bücher und ein Tauschregal. Zusätzlich könnt ihr neue Bücherregale erstellen.

Die Namen sind einfach zu verstehen: In "gelesene Bücher" kommen die Rezensionen, "Wunschregal" ist der SuB, im "Tauschregal" kann man Bücher zeigen, die man tauschen (oder verschenken?) möchte, "aktuelle Bücher" werden auf dem Profil gezeigt als "Ich lese gerade...". Auch die Favoriten werden auf der Profilwand gezeigt und Bücher können zudem in mehreren Regal vertreten sein.

3) Zitate & Challenge
Ebenfalls auf der Profilwand kann man sein Lieblingszitat notieren oder sein Jahresziel. Die Challenge ist so eingerichtet, dass man eine Anzahl Bücher als Jahresziel setzt und dann für jeden einzelnen Monat ein Ziel (z.B. Ich möchte bis Ende Jahr 65 Bücher lesen, im Februar 6 davon). Damit errechnet das Programm die Prozentzahl nach der "gelesenen Bücher" / Rezensionen, die man dann in dem jeweiligen Monat schreibt.

4) Gewinnspiele & Leserunden
Auf der Webseite gibt es 1-2 Leserunden, für welche man sich bewerben kann. Dabei werden jeweils 20 Exemplare als Leseexemplar unter den Bewerbungen ausgelost und eine Leserunde veranstaltet. Eine Leserunde kann auch von Mitgliedern gestartet werden, doch meist liegt die Organisation und Teilnahme bei Verlagen/Autoren etc. (Leserunden mit gratis Leseexemplaren).
Daneben gibt es jedoch weitere Chancen, Bücher zu gewinnen: Das aktuelle Monatsgewinnspiel zum Beispiel könnte dein "Wunschregal" bedeutend verkleinern. Es reicht einen Kommentar unter den betreffenden Artikel zu schreiben und zu schreiben, welches Buch man wieso am liebsten sofort hätte. Andere Gewinnspiele können auch in Form von Quiz daherkommen...

5) Prämien
Unter dem Punkt "Verdien's dir" kann man auch Bücher "kaufen". Denn für jede Rezension oder Buchbewertung, die man schreibt bzw. gibt, erhält man Punkte. (So erhält man zum Beispiel auch mehr Punkte, wenn die Rezension länger, in diesem Fall mindestens 500 Wörter umfasst). Diese gesammelte Punkte kann man dann in Sachwerte umtausche ==> sich Bücher verdienen.
Den Link dazu findet ihr auf der Hauptseite, die wiederum auf eine Liste Bücher führt mit Inhaltsangabe und "Preis" bzw. benötigte Punkte für das jeweilige Buch.



6) Online-Magazin
Die Webseite ist nicht nur Rezensions-Versammlungsplatz, sondern bietet auch interessante Artikel wie in einem online-Spezialblatt für Leseratten. Diese Artikel können auch von Mitgliedern geschrieben werden und betreffen alles Mögliche über das Lesen. Do-it-yourself-Büchertaschen, Diskussionen über Lese-Challenges, Tipps zur Platznutzung im Regal, Anmerkungen über Neuerscheinungen, Umfragen über Buchtitel, Anleitungen und Anregungen über Bücher-Accessoires...die Liste ist lang. Lest euch einfach rein!

7) Forum
In einer Art Forum kann man zudem Fragen stellen. Praktische Fragen über Probleme oder Verbesserungen über die Webseite selbst. Fragen über Meinungen zu Büchern. Suche nach bestimmten Büchern. Der Marktplatz für alle Plappermäuler also.
Die Seite hat rechts oben auch den Link "Hilfe", wird man dort jedoch nicht fündig, findet man vielleicht Antworten im Forum.


Neugierig? Dann schaut einfach mal vorbei und vielleicht werdet ihr ja auch Mitglied (dürft mich gerne als Freundin anklicken)!

Auf Wiederlesen
Eure Lese-Echse