15. August 2014

Pascal Mercier - Lea




Autor: Pascal Mercier
Titel: Lea


Verlag: Carl Hanser
ISBN: 978-3-446-20915-2
Erschienen: 2007
Seiten: 253




Ein kalter Tag in der Provence. Adrian Herzog und Martijn van Vliet lernen sich zufällig in einem Café kennen und stellen fest, dass sie beide aus Bern kommen. Auf der gemeinsame Reise nach Hause, die zwischen den beiden Fremden eine ungeahnte Intimität schafft, erzählt Van Vliet die tragische Geschichte seiner Tochter, die ihn nach Südfrankreich geführt hatte.

Alles begann mit dem Tod seiner Frau, die ihn mit seiner Tochter Lea zurückliess. Vor Trauer erstarrt, verschloss sich das Kind gegenüber seiner Umwelt: bis es mit acht Jahren eine Strassenmusikantin hörte, die eine Violinpartita von Bach spielte. Von einem Moment auf den anderen war für Lea klar, dass sie Geige lernen musste. Van Vliet ist überglücklich, dass seine Tochter endlich aus ihrer Starre erwacht. Schon bald zeigt sich ihre ungewöhnliche Begabung. Doch damit beginnt ein tragisches Verhängnis. Lea eilt von Erfolg zu Erfolg, ihren Vater aber treibt es immer tiefer in die Einsamkeit. Bei seinem letzten verzweifelten Versuch, die Liebe und die Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das seine bürgerliche Existenz ruinieren wird. Aber auch Lea ist es nicht vergönnt, ihre musikalische Erfolge auszukosten. Ihr Geist verdunkelt sich und lässt sie schliesslich etwas tun, was alles zerstört.




Eine Novelle, die nicht nur Geigenspieler und Liebhaber klassischer Musik begeistern kann. Eine Geschichte mit Tiefgang, so simpel wie das Leben spielt, aber auch so düster und traurig wie auch glücklich und glänzend Schicksale sein können. 


Nachdem ich mich in "Nachtzug nach Lissabon" verliebt habe, wollte ich unbedingt noch andere Bücher von Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri) lesen. Lea fiel mir dabei auf einem Mängelexemplartisch in die Hand und entpuppte sich als kleiner Schatz.

Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil, in dem ich mich immer wieder verlieren kann. Die Worte sind sorgsam gewählt, zeugen von Intelligenz und überbringen doch mit einer Leichtigkeit auch schwere Gefühle. Der Autor schafft es, in einer harmlos erscheinenden Geschichte psychologische Überlegungen und philosophische Ideen unterzubringen. 
Trotz dieser scheinbaren Schwere des Buches, liest es sich sehr angenehm, dank des erwähnten Schreibstils. Die Worte tragen somit wortwörtlich von Kapitel zu Kapitel.

Die Figuren sind sehr lebensecht, man fühlt mit und kann sich toll in sie hineinversetzen. Hauptsächlich in Van Vliet, der die meiste Zeit aus seiner Sicht die Geschichte in der Vergangenheit erzählt. Der Leser ist somit oft in der Position von Adrian Herzog, dem Mitreisenden. Doch auch aus Adrians Leben erfährt man dunkle, aber auch helle Momente. Lea bleibt immer in der dritten Person, was aber nicht weiter stört, denn sie ist das absolute Hauptthema. Van Vliet tat alles in seinem Leben, um bei und mit Lea zu sein, ihr zu helfen, sie glücklich zu machen...und vergass darüber fast sein eigenes Leben, denn sein Leben ist Lea!

Ohne viel weiter verraten zu wollen, möchte ich einfach das Buch jedem empfehlen, der eine intelligente Novelle mit klassischer Musik, aber auch menschlicher Schicksale und Reaktionen als Hauptthema zusagt. Es lohnt sich wirklich sich in diesen Seiten zu vertiefen. Obwohl der Schreibstil wie gesagt nicht schwermütig ist, die Ideen zwischen den Zeilen jedoch schon, brauchte ich auch etwas länger für das relativ dünne Buch. Aber es ist eben Food for Thought - Nahrung für den Kopf (und nicht nur Unterhaltung, wenn auch das).





4,5 von 5 Lese-Echsen





Pascal Mercier ist das Pseudonym vom Schweizer Autoren Peter Bieri. Er wurde 1944 in Bern geboren und ist heute Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Für sein Romanwerk wurde er mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 2006 ausgezeichnet.

Mehr auf: Peter Bieri



7. August 2014

Lese-Echse Mona auf FACEBOOK

Aufgepasst alle Facebooker....mich gibt es nun auch im berühmten blauen Socialnetwork.

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Eure Lese-Echse