1. März 2015

Libba Bray - Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen





Autorin: Libba Bray
Titel: Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen


Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-71228-6
Erschienen: 2007
Seiten: 475



Nach einer Familientragödie wird die 16-jährige Gemma auf ein Londoner Internat geschickt, um zu einer heiratsfähigen jungen Dame der viktorianischen Gesellschaft erzogen zu werden. Trotz Strenge und Intrigen lässt Gemma sich nicht unterkriegen. Ein Lichtblick sind die Kunststunden bei Miss Moore, die den Mädchen auch von einem alten mysteriösen Orden erzählt, dessen Mitglieder in ein magisches Reich übertreten konnten. Gemeinsam mit Felicity, Pippa und Ann gründet Gemma einen geheimen Zirkel, ganz in der Tradition dieses Ordens. Nachts treffen sie sich zu spiritistischen Séancen und lesen in einem geheimnisvollen Tagebuch, das ebenfalls von dem magischen Reich berichtet. Und dann offenbart Gemma, dass sei selbst in Visionen bereits ganz Ähnliches gesehen hat...



Ein spannender Beginn einer Trilogie. Die mitreissende Geschichte katapultiert den Leser zurück in die viktorianische Zeit, aber auch in jenes magische Reich. Eine Prise Magie, eine Prise altes Internat, eine Prise Freundinnen und ganz viele Geheimnisse.

Am Anfang kommt man gleich in die Geschichte, denn es passiert gleich etwas Spannendes. Natürlich muss für das Verständnis die Vorgeschichte, wie Gemma nach London kam, erzählt werden, aber das gelingt der Autorin hervorragend spannend schon. Man fühlt mit den Figuren sehr gut mit. Ehrlich gesagt, waren mir Felicity und Pippa erst sehr unsympathisch, dann ok und dann wieder so la la. Ich hoffe, ich erfahre mehr über sie im 2. Band. 

Der Schreibstil ist absolut mitreissend. Man fliegt über die Seite, da die Buchstaben auch nicht sehr klein gedruckt sind und so habe ich das Buch trotz seiner Seitenanzahl in ca 3 Tagen gelesen. Nebenfiguren wie die strenge Internatsleiterin, die freundliche und für ihre Zeit zu weltoffene Miss Moore, die trockene Französischlehrerin und einige Eltern erfüllen die typischen Stereotypen und überraschen deswegen nicht sehr. Dennoch oder genau deswegen scheint das Internat jedoch sehr authentisch.

Das Buch könnte einige Parallelen mit Harry Potter aufweisen, insofern, dass es sich um eine Art Schule handelt, eine Gruppe Freunde, die sich in der Nacht hinaus in den Wald schleichen und ein magisches Geheimnis haben. Soll nicht heissen, dass sich Libba Bray von JK Rowling inspierierte, sondern damit möchte ich eher sagen, dass weibliche HP-Fans auch diese Trilogie sehr mögen könnten. Man könnte es auch als magisches Hanni & Nanni in der viktorianischen Zeit bezeichnen.

An einigen Stellen merkte ich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Das lag teils an Aussagen, teils an Handlungen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte beziehungsweise ich niemals so machen würde, ein Jugendlicher (zur damaligen Zeit?) vielleicht schon. Auch waren einige Dinge voraussehbar, andere waren wirklich überraschend. 

Auf jeden Fall hat es mich sehr gut unterhalten und ich muss mir unbedingt den zweiten Band besorgen, weil ich wissen muss, wie es weitergeht. Denn "leider" hat der Roman einen kleinen Cliffhanger...




4 von 5 Lese-Echsen



Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. "Der geheime Zirkel I" kam auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York Times. Mittlerweile ist die gesamte Trilogie weltweit auf Erfolgskurs. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.
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