24. April 2015

A. Lee Martinez - Der Mond ist nicht genug




Autor: A. Lee Martinez
Titel: Der Mond ist nicht genug


Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-26882-0
Erschienen: 2013
Seiten: 398





Einmal das Universum bitte - geschüttelt, nicht gerührt!

Diana hat endlich eine neue Wohnung gefunden: Top Lage, super Preis, diverse Extras. Zum Beispiel eine Jukebox mit all ihren Lieblingssongs. Und ein Monster im Schrank. Von dem hatte Diana allerdings keine Ahnung. Jetzt hat sie nicht nur den haarigen und vor allem hungrigen Vorm am Hals - nein, plötzlich obliegt es auch noch ihr, die Erde zu retten! Denn Vorm ist nicht das einzige Monster auf der Welt, und schon gar nicht das mit dem grössten Appetit...




Sieht so aus als hätte hier ein Autor eine Überdosis Fantasie mit einer Prise Wahnsinn erhalten, gut geschüttelt mit Humor und mit tollem Schreibtalent garniert. Denn Vorm ist nicht das einzige Monster, das ich auf unerwartete Weise lieben gelernt habe und der Mond ist definitiv nicht genug.

Zuerst fand ich einfach das Cover und den Titel witzig. Auch nach dem Klappentext dachte ich: Könnte einmal etwas anderes sein. Nach der Lektüre denke ich: Es ist definitiv und sowas von sicher etwas anderes! Ganz anders als erwartet, sehr unterhaltsam und ich kann es kaum in ein Genre einordnen. Wahrscheinlich eine fantastische Komödie mit schwarzem Humor und einer Ladung skurriler Figuren.

Der Schreibstil sagte mir sehr zu. Trotz sehr wirrer Beschreibungen einer bekannten und doch ganz anderen Welt, führen vor allem auch viele Gespräche mit Diana durch das Buch. Sie stellt zum Beispiel viele Fragen an West, den Hausvermieter und Hüter anderer unerklärlicher Aufgaben. Auseinandersetzungen mit Vorm, weil er seinen schrecklichen Hunger nicht nur auf Esswaren beschränkt, nein auch mal gerne Möbel, den Nachbarn, die Welt, Diana...ja eigentlich immer alles. Die neuen Freunde, die sie gewinnen: Zap, Pogo, Smorgaz, Chuck, das Stacey- und das Peter-Wesen, Sharon und Calvin und viele mehr, die mehr oder weniger Sinn in diesem ganzen Tumult machen. 

Ehrlich gesagt, geht die "Jagd nach dem Mond" fast etwas unter und so fand ich die Schlussszene etwas verwirrend. Nachdem die Geschichte jedoch mit solch vielen unerklärlichen und nicht voraussehbaren Dingen vollgestopft wurde, war der Schluss auch nicht mehr verwunderlich. Die Alltags-Abenteuer der bunten Truppe um Diana ist einfach urkomisch und irgendwie nicht so ganz von dieser Welt...und doch irgendwie schon. 

Der Roman ist im Ganzen so anders als fast alles, was ich bisher gelesen habe, dass ich es kaum beschreiben kann, ohne zu viel davon zu verraten. Ich kann es bloss empfehlen: Taucht in diese Verrücktheiten ein, es lohnt sich. Der Autor leistet mit immer neuen Idee ein Laufband an Situationskomik, Überraschung und unaufhörlicher Unterhaltung, die man nicht bezeichnen, sondern einfach nur geniessen sollte. 

Ein ganz ulkiges Buch, bei dem man ganz schräge, gestörte, aber liebe Monster und ihre Galaxien kennen lernen darf.





4,5 von 5 Lese-Echsen





Bildergebnis für aleemartinez
A. Lee Martinez wurde mit seinen phantastischen Romanen zum neuen Star der humorvollen Fantasy. Er lebt in Dallas, Texas, wo er schreibt, jongliert, Videospiele spielt und Zeitreisen unternimmt. Vielleicht ist er ein Geheimzauberer (das wäre allerdings gehei), und es könnte sein, dass er Gartenarbeit mag. Sicher ist jedoch, dass er Lebensläufe nicht ausstehen kann. Und eigentlich hat er auch keinen Spass an Gartenarbeit. Alles andere an dieser Biografie ist aber absolut korrekt. 

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