29. März 2015

Social Media Book TAG

Ihr lieben Leser und Leserinnen,

In letzter Zeit komme ich leider nicht so oft zum Lesen wie ich möchte und noch weniger zum Bloggen. Nun habe ich aber wieder einmal einen TAG gefunden, den ich euch hier nicht vorenthalten möchte.



Der Social Media Book TAG ist eine bunte Mischung von Büchern, die mit Social Media Plattformen "verglichen" werden. Aber seht selbst:




1. TWITTER
Dein liebstes, kurzes Buch

- Viele Mütter heissen Anita - Konsalik
(Altes Büchelein, das ich mehrmals gelesen habe und schon gelbliche Seiten hat)









2. FACEBOOK
Ein Buch, bei dem alle gesagt haben, dass du es lesen musst

- die Stadt der träumenden Bücher - Walter Moers
(natürlich DER Buchtipp für jeden Bücherliebhaber, absolutes Muss!)








3. TUMBLR
Ein Buch, das du gelesen hast, bevor es gehypt wurde

- Bartimäus - Jonathan Stroud
(Ich bin stolzer Besitzer aller 4 Hardcover und Fan des Dämons seit erster Stunde)







4. MYSPACE
Ein Buch, bei dem du nicht mehr weisst, ob es dir gefällt oder nicht

- Barfuss - Elin Hilderbrand
(Erinnere mich, es im Sommer gelesen zu haben, war glaube ich durchschnittlich)









5. INSTAGRAM
Ein Buch, das so hübsch war, dass du es bei Instagram posten musstest

- Der Duft der Mondblume - Di Morrissey
(Habe zwar kein Instagram, aber das ist so ein tolles Cover)







6. YOUTUBE
Ein Buch, wo du dir wünscht, das es verfilmt wird

- Die Landkarte der Liebe - Lucy Clarke
(So ein wunderbares Buch, tolle Geschichte - und sicher auch ein super Film!)









7. GOODREADS
Ein Buch, das du jedem empfehlen würdest

- Nachtzug nach Lissabon - Pascal Mercier
(Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, nicht nur weil ich Lissabon liebe. Der Film ist übrigens auch nicht schlecht)








Und wie immer: Ich tagge jeden, der gerne mitmachen möchte. Welche Bücher würdet ihr auslesen?

Eure Lese-Echse Mona

14. März 2015

Catherine Price - Brechreizend





Autorin: Catherine Price
Titel: Brechreizend 
- die fiesesten Reiseziele der Welt


Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-60326-8
Erschienen: 2012
Seiten: 254





Hin und nix wie weg!

Sie ertragen die Touristen-Highlights nicht mehr? Dann lassen Sie sich vom Reiz des Hässlichen verzaubern. Besuchen Sie die eklige Kaugummi-Wand in Seattle oder eine düstere Kohlemine in China. Und vergessen Sie nicht, dem Leitungswasser-Museum in Peking einen Besuch abzustatten.

Diese und 98 weitere schrille Orte sorgen für bleibende Eindrücke und aufregende Geschichten, mit denen man ganz bequem von zu Hause aus die Welt entdecken kann.



Natürlich sollte man dieses Buch mit einer guten Portion Humor - am besten Ironie - nehmen. Auch wenn die Rede von wahren Orten ist, sind es meist keine Reiseziele, die zuoberst auf einer Liste stehen, geschweige denn überhaupt bekannt sind. Darüber soll diese Ansammlung Kuriositäten wohl berichten. Ein Fundus für Smalltalk (mit Besitzern von starken Mägen).

Zuerst fand ich es ganz witzig, der Schreibstil ist humoristisch und berichtet zum einen begeistert von etwas Grausigem, dann aber wieder ehrlich über etwas, was alle für schön hielten, sich aber bei näherem Betrachten als doch nicht soooo toll herausstellt. Die Autorin fühlte sich gestresst durch Artikel und Bücher mit Titeln wie "100 Orte, die sie gesehen haben müssen bevor Sie sterben" oder "1001 Sache, die sie vor Ihrem Tod probiert haben müssen", bis zur uns Leseratten bekannten "1001 Bücher/Klassiker, die man im Leben gelesen haben sollte". Solche Listen können Stress verursachen, also setzte sich die Autorin hin und sammelte Geschichten über Orte, die man eben getrost nicht gesehen haben muss. Diese Idee war auch mein Kaufgrund.

Während der Lektüre schleppte ich mich jedoch fast in eine Leseflaute. Die Geschichten sind zwar toll erzählt, kurz und knapp und wie gesagt peppig mit Humor. Doch ich machte die Erfahrung zu lange am Stück darin zu lesen, schlägt irgendwie auf die Laune und/oder den Magen. Denn es fühlt sich leider an wie eine Sendung von Galileo über die kuriosesten Orte der Welt, wo in einer Viertelstunde zu viel Information (die zwar eigentlich interessant wäre, aber man gar nicht aufnehmen kann) in eine Hitliste gestopft wird. Oder man fühlt sich, als lese man Zeitung: Ein unglücklicher Bericht nach dem anderen. Deswegen empfehle ich das Buch unbedingt für unterwegs. Im Zug, Bus, im Wartezimmer oder sonstwo, für Leser, die nur kurze Zeit ins Buch schauen und deshalb kurze Kapitel mögen. Das ist das perfekte Buch! Die Geschichten sind zwischen 2-5 Seiten lang, manchmal sogar mit einem Bild. 

Eine nette Abwechslung war es trotzdem. Ich sehne mich nun zwar wieder nach einem Roman mit einer durchgehenden Geschichte und nicht einer Ansammlung kurzer Berichte. Informativ und unterhaltsam war es dennoch. Denn die Reiseziele sind so unterschiedlich, dass sie teils sogar etwas weit hergeholt sind. Zum Beispiel "eine Tierkörperverwertungsanstalt" oder "das Innere des Geburtskanals einer Tüpfelhyäne". Meiner Meinung nach Lückenfüller, denn diese Orte sind nicht mehr als Reiseziele zu definieren und brachten mich eher zur Annahme, dass die Autorin sich in der Recherche von möglichst ekligen Orten verloren hat. Diese Beiträge waren es auch, die mir die Leselust etwas vermiesten, obwohl Geschichten wie "Euro Disney" und "ein Nachtzug in China am ersten Tag der ersten Menstruation" sehr lustig (ja, Schadenfreude) war. Ausserdem war es amüsant eine Reisedestination im Buch zu finden, die ich selbst schon besucht habe.

Für kurze Geschichten für unterwegs oder als Geschenk für reisewütige Freunde: toll. Als Roman in einem Stück durchzulesen: eher kontraproduktiv.




3 von 5 Lese-Echsen



Catherine Price reist genauso leidenschaftlich gern wie sie schreibt. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie mehrere Monate um die Welt gezogen. Sie arbeitet für Popular Science und hat für die New York Times, O, The Oprah Magazine und andere Medien Artikel verfasst.
Mehr auf: Catherine Price



1. März 2015

Libba Bray - Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen





Autorin: Libba Bray
Titel: Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen


Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-71228-6
Erschienen: 2007
Seiten: 475



Nach einer Familientragödie wird die 16-jährige Gemma auf ein Londoner Internat geschickt, um zu einer heiratsfähigen jungen Dame der viktorianischen Gesellschaft erzogen zu werden. Trotz Strenge und Intrigen lässt Gemma sich nicht unterkriegen. Ein Lichtblick sind die Kunststunden bei Miss Moore, die den Mädchen auch von einem alten mysteriösen Orden erzählt, dessen Mitglieder in ein magisches Reich übertreten konnten. Gemeinsam mit Felicity, Pippa und Ann gründet Gemma einen geheimen Zirkel, ganz in der Tradition dieses Ordens. Nachts treffen sie sich zu spiritistischen Séancen und lesen in einem geheimnisvollen Tagebuch, das ebenfalls von dem magischen Reich berichtet. Und dann offenbart Gemma, dass sei selbst in Visionen bereits ganz Ähnliches gesehen hat...



Ein spannender Beginn einer Trilogie. Die mitreissende Geschichte katapultiert den Leser zurück in die viktorianische Zeit, aber auch in jenes magische Reich. Eine Prise Magie, eine Prise altes Internat, eine Prise Freundinnen und ganz viele Geheimnisse.

Am Anfang kommt man gleich in die Geschichte, denn es passiert gleich etwas Spannendes. Natürlich muss für das Verständnis die Vorgeschichte, wie Gemma nach London kam, erzählt werden, aber das gelingt der Autorin hervorragend spannend schon. Man fühlt mit den Figuren sehr gut mit. Ehrlich gesagt, waren mir Felicity und Pippa erst sehr unsympathisch, dann ok und dann wieder so la la. Ich hoffe, ich erfahre mehr über sie im 2. Band. 

Der Schreibstil ist absolut mitreissend. Man fliegt über die Seite, da die Buchstaben auch nicht sehr klein gedruckt sind und so habe ich das Buch trotz seiner Seitenanzahl in ca 3 Tagen gelesen. Nebenfiguren wie die strenge Internatsleiterin, die freundliche und für ihre Zeit zu weltoffene Miss Moore, die trockene Französischlehrerin und einige Eltern erfüllen die typischen Stereotypen und überraschen deswegen nicht sehr. Dennoch oder genau deswegen scheint das Internat jedoch sehr authentisch.

Das Buch könnte einige Parallelen mit Harry Potter aufweisen, insofern, dass es sich um eine Art Schule handelt, eine Gruppe Freunde, die sich in der Nacht hinaus in den Wald schleichen und ein magisches Geheimnis haben. Soll nicht heissen, dass sich Libba Bray von JK Rowling inspierierte, sondern damit möchte ich eher sagen, dass weibliche HP-Fans auch diese Trilogie sehr mögen könnten. Man könnte es auch als magisches Hanni & Nanni in der viktorianischen Zeit bezeichnen.

An einigen Stellen merkte ich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Das lag teils an Aussagen, teils an Handlungen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte beziehungsweise ich niemals so machen würde, ein Jugendlicher (zur damaligen Zeit?) vielleicht schon. Auch waren einige Dinge voraussehbar, andere waren wirklich überraschend. 

Auf jeden Fall hat es mich sehr gut unterhalten und ich muss mir unbedingt den zweiten Band besorgen, weil ich wissen muss, wie es weitergeht. Denn "leider" hat der Roman einen kleinen Cliffhanger...




4 von 5 Lese-Echsen



Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. "Der geheime Zirkel I" kam auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York Times. Mittlerweile ist die gesamte Trilogie weltweit auf Erfolgskurs. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.
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