27. Mai 2015

Asa Hellberg - Sommerfreundinnen




Autorin: Asa Hellberg
Titel: Sommerfreundinnen


Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-6120-8
Erschienen: 2014
Seiten: 344



Mehr als dreissig Jahre lang waren die vier beste Freundinnen. Dann stirbt Sonja ganz überraschend. Ein letztes Mal verblüfft sie ihre Freundinnen Susanne, Maggan und Rebecka: Mit dem Wusch "ich will, dass ihr glücklich werdet" schickt sie die drei auf eine abenteuerliche Reise zu ihren ganz privaten Orten des Glücks. Zunächst zögern die drei. Sollen sie ihr bequemes, langweiliges Leben wirklich so einfach für einen mutigen Neuanfang hinter sich lassen? Doch Sonja hat nichts dem Zufall überlassen und zeigt den Freundinnen, wie viel das Leben an Freundschaft, Glück und Liebe noch zu bieten hat.




Es beginnt spannend, überraschend und unterhaltsam. Die Freundinnen werden mit Sonjas Geheimnissen konfrontiert, die ihre Leben komplett über den Haufen schmeissen, aber schliesslich zum Besseren wenden sollen. Leider verliert sich diese Abenteuerlust immer mehr bis die Geschichte fast im Sand zu verlaufen droht...

Der Schreibstil ist sehr angenehm und liest sich relativ schnell. Die Diskurse der Freundinnen sind erfrischend, spritzig und hier und da sehr witzig. So wurden mir die Hauptfiguren schnell sympathisch und ich genoss es, in einem Frauenroman zu versinken. Was mich persönlich allerdings etwas störte, waren Beschreibungen der Freundinnen, über ihre Gedanken oder ihren Charakter, in der Art "Sie war für ihr Alter gut in Schuss, Männern fiel regelmässig die Kinnlade herunter, aber sie merkte das schon gar nicht mehr. Denn so perfekt ihr Körper war, sie fühlte sich selbst nicht sexy". Solche Beschreibungen fielen mir negativ auf, weil sie sich immer mehr häuften und später im Zusammenhang mit Männern leicht übertrieben wurde: "Sein perfekter Körper, das markante Kinn, die strahlenden Augen und vollen Haare. Und obwohl er sie ganz wuschig machte, liebte sie ihn wegen seiner Feinfühligkeit, seinem tiefen Verständnis ihres Nicht-Perfekt-seins..." Sorry, da beginne ich automatisch mit den Augen zu rollen, weil es einfach zu gestellt, zu unauthentisch, zu perfekt ist. Woher kommt nochmal der Prinz auf dem Pferd? Ach, aus Schweden scheint mir. 


Die Geschichte selbst beginnt mit grosser Furore und das Abenteuer ruft. Ein Neustart, ein Geheimnis, neue Freunde und und und. Das war es auch, was mich schon am Klappentext fesselte. Doch ich muss sagen, dass es in der zweiten Hälfte des Romanes sich leider im Sand verläuft. Die grossen Neuigkeiten aus Sonjas Testament, die zu neuen Umständen führen und ihr komplettes Leben auf den Kopf schmeissen, das ist nur anfangs der Spannungsbogen. Gegen Ende geht es hauptsächlich um Männer, in die sich jede verliebt, wieder verliebt, widerwillig verliebt, obwohl man schon früh merkt, dass alle glücklich bis zum Lebensende....ja ihr merkt schon, eben auch wieder dieses zu perfekte Passt-alles-zusammen. Auch waren mir die Zufälle viel zu viele. Die Welt ist klein und manchmal gibt es Verbindungen, verheimlichte Kontakte und Geheimnisse zwischen den besten Freunden. Aber diese Vernetzungen von solch vielen Personen, obwohl der Roman schlussendlich in 4 Ländern spielt, war mir dann doch zu viel des Guten. Selbst wenn Sonja der grösste Engel wäre, könnte auch das bestgeplanteste Testament nicht so viele Leben so verändern, dass wirklich alles ausnahmslos aufgeht. Ausserdem finde ich persönlich es etwas überzogen zu denken, man könne über Jahre das Leben von 6 Personen planen, um es nach dem eigenen Tod perfekt zu machen. Auch die Behauptung, dass ihre vorherigen Leben langweilig waren, finde ich eine zu individuelle Bewertung, denn die Freundinnen hatten alles: Arbeit, Familie, Wohnung/Haus...aber eben auch Stress und kein Mann. Dieser Stereotyp scheint alles zu rechtfertigen. Meiner Meinung nach sind Leute sehr unterschiedlich und somit auch ihre Vorstellung von Glück. So gut man seine besten Freunde kennt, würde ich mir nicht zutrauen, deren Leben nach meinen Vorstellungen neu zu planen. 

Dennoch waren die Lokalitäten der Geschichte(n) sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Es machte Lust auf Meer, Sommer, gutes Essen, nächtelanges Lachen und Reden mit Freundinnen und auch einmal etwas zu wagen.

Der Roman möchte eigentlich sagen: Es ist nie zu spät im Leben, um neu anzufangen, um etwas zu wagen, um aus der Reihe zu tanzen, um Freundschaften zu schliessen und zu stärken, um die grosse Liebe zu finden und seinen persönlichen Traum zu leben. Das ist der Geschichte auch gelungen und man merkt, wie viel Mühe und Liebe die Autorin in ihre Geschichte gesteckt hat. Dennoch muss ich wegen der oben erklärten "zu aufgesetzten Perfektion" und dem "sich verlierenden Spannungsbogen" leider Punkte abziehen.




3 von 5 Lese-Echsen




Asa Hellberg wurde 1962 in Fjällbacka geboren. Heute lebt sie mit Sohn, Katze und ihrem Lebensgefährten in Stockholm. Sie arbeitete unter anderem als Flugbegleiterin, Coach und Dozentin, bevor sie mit dem Schreiben begann. 




16. Mai 2015

Jessica Spotswood - Töchter des Mondes - Cate




Autorin: Jessica Spotswood
Titel: Töchter des Mondes - Cate


Verlag: INK, Egmont
ISBN: 978-3-86396-024-7
Erschienen: 2012
Seiten: 361




Verbotene Zauber

Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen werden verfolgt und verbannt. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg und stösst im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess?



Ein zauberhaftes Debüt und ein grossartiger Auftakt einer Trilogie. Schon jetzt wartet der zweite Teil in meinem Bücherregal und am liebsten würde ich sofort weiterlesen, wie es mit den drei Schwestern weitergeht.

Die Cover sind einfach herrlich schön. Dunkel und mysteriös, mit wunderbaren Mädchen- und Blumenmotiv und dieser verschnörkelten Schrift, die ich persönlich sehr mag. Auch das Buch ohne Schutzumschlag ist es sehr liebevoll gestaltet. Der Schreibstil ist mitreissend mit einer guten Mischung aus Beschreibung und Dialogen. Dabei wird die Geschichte aus Cate's Sicht erzählt. Denn sie ist die älteste der Schwestern und die erste, die aus dem Tagebuch ihrer Mutter von der Prophezeiung erfährt. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet; die Schwesternliebe wie auch die Rivalitäten zwischen Geschwister, unauffällige und auffällige Nachbaren, Finn und ein gewisser Paul. Aber ich möchte nichts verraten...

Neben dem magischen Geheimnis entfaltet sich eine wundervolle Liebesgeschichte, in die man herrlich versinken kann. Irgendwie kitschig und doch nicht aufgesetzt wirkt das Geturtel der Frischverliebten, obwohl es zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt passiert. Auch neue Freunde und Feinde sind mit Liebe zum Detail gezeichnet und sehr authentisch. 

Auch wenn der Aufbau der Geschichte anfangs etwas langsam scheint, erblüht die Geschichte später in den buntesten Farben. Die versteckte Liebe im Rosengarten, die schwarzen Vorahnungen, der grüne Neid von Nebenfiguren, die pinken Cupcakes und sonnengelben Kleider der Teegesellschaft, etc. Die Atmosphäre lädt dazu ein, in dem Roman zu versinken und immer weiter noch ein Kapitel und noch ein Kapitel und noch ein...zu lesen. Für Liebhaber von Hexengeschichten und Fans von Romanen, die Anfang 20. Jahrhundert spielen inklusive pompösen Kleidern, Klatschmäulern, oberer Mächte, die alle möglichen und unmöglichen Regeln der Gesellschaft aufstellen und kontrollieren, verbotene Freunde, weitläufige Herrenanwesen mit gepflegten Gärten. Die Autorin schafft es, dass ich die Rosen riechen und die Äpfel schmecken konnte, ich fühlte mit Cate mit und vergass dabei meine Realität. Genau wie es ein guter Schmöcker eben können muss.

Das Ende ist sogleich der Auftakt für den zweiten Teil. Ich würde es weniger als Cliffhanger bezeichnen, den ich empfand es so, dass die erste Geschichte abgeschlossen ist bis zu diesem Punkt und danach ein neues Abenteuer auf die Schwestern und die Leser zukommen wird. Allerdings fühlte es sich möglicherweise nicht so schmerzhaft an, weil ich den Folgeband schon besitze und sicherlich auch bald verschlingen werde. Denn die Geschichte lässt am Ende viele Fragen offen oder beantwortet einige Fragen so, dass es zwar beantwortet wurde, aber man die nahenden Konsequenzen daraus schon spüren kann. Die Spannung steigt also am Schluss nochmals deutlich.

Ein magisches Buch mit magischen Schwestern und einer magischen Feder von einer tollen Autorin geführt.




5 von 5 Lese-Echsen





Bildergebnis für jessica spotswood
Jessica Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Nach ihrem Studium versuchte sich sich zuerst am Theater, merkte aber schnell, dass ihre wahre Berufung das Schreiben ist. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze Monkey lebt sie heute in Washington D.C.
Mehr auf: Jessica Spotswood

10. Mai 2015

Daniel Glattauer - Alle sieben Wellen




Autor: Daniel Glattauer
Titel: Alle sieben Wellen


Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47244-4
Erschienen: 2009
Seiten: 222




1.) Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also "Gut gegen Nordwind" gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben.

2.) Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo!

3.) Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende verdient hätten? Bitte, hier haben Sie's!

4.) Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Sie steigen ohne Nordwind-Kenntnisse in "alle sieben Wellen" ein? Kein Problem. Sie erfahren alles...



1.) Ja, ich kenne Emmi und Leo und fand ihren E-Mail-Austausch höchst unterhaltsam. 2.) Die Geschichte hätte zwar so enden können, aber ich konnte dennoch nicht genug davon bekommen. 3.) Darauf ist es doch hinausgelaufen! Es musste ja so kommen...doch die Auswirkungen waren zugleich absehbar und unvorhersehbar. 4.) Banause! In diesem Roman erfährt man zwar alles, aber es lohnt sich eindeutig, auch "Gut gegen Nordwind" - und vor allem zuerst - zu lesen.


Daniel Glattauer spielt wieder mit Witz und Charme, beleidigter Leberwurst, stiller Post, Aufgewühltheit, Verliebtsein, Warterei und Gehässigkeit....einfach solch einer tollen Palette an Emotionen und Nicht-emotionen. Ein Meer von Gefühlen und wie man damit umgeht, sie interpretiert, welchen Gefühlen man eine Chance gibt, welche man verpasst, und eigentlich warten wir doch alle nur auf die siebte Welle. 

Ein einzigartiger Schreibstil, so dass ich mir fast wünsche, mit dem Autor eine E-Mail-Freundschaft zu haben. Nicht aus persönlichem Interesse an der Person, aber einfach um weiterhin solch tolle Diskurse lesen zu dürfen. Die Wortwahl: fein säuberlich, exquisit, galant, unnachahmlich. Die E-Mails: mal kurz, mal lang, aber immer unterhaltsam. Die Diskurse: facettenreich.

Emmi und Leo sind mir weiterhin sehr sympathisch. Allerdings schaue ich ihnen lieber zu, als mich in sie hinein zu fühlen. Das auf und ab ihrer Gespräche, ihrer verwirrten Gefühlslage...das ist ihr Ding. Das kennt jeder. Da müssen wir nicht auch noch die Achterbahn fremder Leute mitreiten. Doch es war selten so unterhaltsam wie bei Emmi und Leo. Man wünscht sich fast, dass es nie ein Ende nimmt, dass sie niemals zusammenkommen, sich aber auch nie verlieren. Dieser virtuelle Briefaustausch ist zu gut und sollte unendlich sein (auch wenn das höchst anstrengend für die Schreibenden sein dürfte). Das Ende...ja das Ende...war...ach ich verrate nichts. Aber man sollte sich die beiden Romane von Anfang bis Schluss durchlesen und sich an jedem Wort ergötzen, den Verlauf mit einem schrägen Grinsen beiwohnen und die Bücher geniessen. Denn diese Schreibqualität findet man leider nicht sehr alltäglich und somit ist es ein kleines Schmuckstück im Regal. 

Zwei unscheinbare Romane mit unscheinbaren Covern, mit kryptischen Klappentext, aber höchst witziger Ausgangslage. Stille Wasser gründen tief. Doch hinter DIESEN schlichten blauen Covern versteckt sich ein sehr tiefes Gewässer voller Überraschungen, die man entdecken sollte!




4,5 von 5 Lese-Echsen




Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und ist seit 1985 als Journalist und Autor tätig. Bekannt wurde Glattauer vor allem durch seine Kolumnen, die ihm so genannten "Einserkastl" auf dem Titelblatt des Standard erscheinen. Der Durchbruch zum Bestsellerautor gelang ihm mit dem Roman "Gut gegen Nordwind", der für den Deutschen Buchpreis nominiert, in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch adaptiert wurde.
Mehr auf: Daniel Glattauer




6. Mai 2015

Jennifer Hauff - Traumstimmen




Autorin: Jennifer Hauff
Titel: Traumstimmen


Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN: 978-3-86265-250-1
Erschienen: 2013
Seiten: 214




Hanna wünscht sich nichts sehnlicher als ein normales Leben. Doch schon seit Jahren läuft sie von einem Psychologen zum nächsten. Der Grund: Immer wieder träumt sie von derselben Frau und spricht im Schlaf - und zwar mit einer fremden Stimme. Aus Angst, dass ihre Mitschüler hinter ihr Geheimnis kommen, bleibt die 17-Jährige lieber allein. Selbst Joshua, in den sie sich unsterblich verliebt hat, hält sie auf Abstand. Dabei setzt der alles daran, ihr näherzukommen.

Nach langem Zögern sucht Hanna schliesslich eine Traumexpertin auf, die auch sofort eine Erklärung für die Dinge findet, die Hanna im Schlaf erlebt: Sie vermutet, dass das Mädchen von einer Verstorbenen heimgesucht wird, die noch etwas im Diesseits zu klären hat. Hanna glaubt ihr kein Wort und flüchtet aus der Praxis. Erst als sie Joshuas Einladung folgt und dabei eine unheimliche Begegnung in seinem Haus hat, ahnt sie, dass ihre neue Therapeutin recht haben könnte...



Ich habe mich so auf diesen Roman gefreut, vielleicht sogar zu sehr, denn schlussendlich war es zwar nicht schlecht, aber auch nicht so gut wie erwartet oder erhofft. 

Die Geschichte beginnt etwas flach und ich hatte etwas Mühe, in die Geschichte richtig einzutauchen, sie konnte mich einfach noch nicht ganz mitreissen. Auch wenn der Plot erst einmal aufgebaut werden muss, verrät der Klappentext eigentlich schon relativ viel, weswegen es mir dann doch etwas zu lange "Aufbau" war, auch angesichts der Seitenzahl des gesamten Romans. In der Mitte wird es jedoch plötzlich sehr spannend und diese Spannung kann sich bis zu Ende gut halten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, nicht zu kompliziert, aber doch erzählerisch hübsch. Die Autorin lässt den Leser in die Träume von Hanna eintauchen und schafft witzige Dialoge. Allerdings fand ich die Figuren nicht immer sehr gelungen. Gerade die Hauptprotagonistin Hanna erschien mir manchmal nicht altersgerecht zu reagieren. Einmal ist sie ein trotziges Kind, dann wieder erwachsener als ihre eigene Mutter. Irgendwie trifft die Autorin den Tonfall nicht ganz, dass Hanna ihre Mutter tröstet, wenn eigentlich Hanna ein Problem hat zum Beispiel. Da waren einige Ungereimtheiten, die für die Hauptgeschichte zwar weniger wichtig sind, mich aber dennoch leider störten.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Hanna und Joshua hat mich leider enttäuscht. Sie beginnt sehr klischeehaft und endet für mich irgendwie unverständlich. Oder es bin einfach ich persönlich, die dieses Verhalten zum Schluss nicht gut nachvollziehen kann, aber das sollte jeder Leser für sich selbst entdecken. Schliesslich ist das Buch auch ein Jugendroman und somit an jüngere Leser und Leserinnen gerichtet. Vielleicht können die sich da besser mit identifizieren.

Die Geschichte mit Hannas Träumen, der alten Frau und ihrer Entdeckung ist im Gegenteil sehr gelungen und konnte mich wirklich mitreissen. Teilweise wurde ich zwar an die TV-Serie "Ghost Whisperer" (für jene, die diese Serie kennen) erinnert. Deswegen hatte ich auch zum Schluss das Gefühl, dass man aus dem Roman sehr gut eine Serie mit Hanna schreiben könnte. Denn soviel sei verraten: Das Ende ist zwar kein klassischer Cliff Hanger, aber zumindest eröffnet es möglicherweise ein neues Abenteuer.

Im Ganzen konnte mich der Roman gut unterhalten. Leider hat er mich aber auch teilweise enttäuscht. Ob das an meinen zu hoch gesteckten Erwartungen lag oder daran, dass ich mich für Joshua nicht erwärmen konnte, das kann jeder für sich entscheiden, wenn er den Roman liest. 




3,5 von 5 Lese-Echsen



Jennifer Hauff wurde 1984 in Frankfurt am Main geboren. Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, arbeitet die gelernte Hotelkauffrau als Rezeptionistin in einem Industrieunternehmen. Nach ihrem Roman "Herzverwandt", den sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Jessica verfasst hat, erscheint nun "Traumstimmen".
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