31. Januar 2018

Lucinda Riley - die Sturmschwester

Autorin: Lucinda Riley
Titel: die Sturmschwester

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48624-3
Erschienen: 2017
Seiten: 608




Ally d'Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den Mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie völlig unerwartet die nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfersee, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters - die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Riese in das raue Land im Norden. Dort wird sie ergriffen von der Welt der Musik, mit der sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können. Und Ally begreift zum ersten Mal im Leben, wer sie wirklich ist...




Teil 2 der fantastischen Schwestern-Reihe, die mich schon komplett in ihren Bann gezogen hat. Eine weitere Schwester, die auf die Suche ihrer Herkunft geht und grosse Geschichten entdeckt und wir haben das Vergnügen, sie begleiten zu dürfen.

Der Schreibstil ist wie zuvor sehr fliessend, mitreissend, leicht und poetisch. Die Autorin glänzt mit ihren Beschreibungen, die nie zu viel wirken, aber herrliches Kopfkino zustande bringen. Wie schon im ersten Band, reiste sie zur Recherche in die entsprechenden Länder der Schauplätze - diesmal vor allem Norwegen und Deutschland, aber auch Griechenland - und auch daher kommt diese tolle Stimmung zustande. Sie bringt ihre Reiseerlebnisse aufs Papier und so geschickt in ihre fiktiven Geschichten, dass man einfach nur geniessen kann. Auch das Verweben von echten Fakten und fiktiven Figuren ist ihr wieder herrlich gelungen.

Diesmal entführt sie uns nach einem Ausflug mit Ally nach Griechenland, hauptsächlich in den kalten Norden. Norwegen muss landschaftlich sehr schön sein, zumindest habe ich nun Lust, selbst dorthin zu reisen, obwohl mich die skandinavischen Ländern, zumindest in Romanen, nicht wirklich stark interessieren. Doch Lucinda Riley konnte mich wieder einmal eines Besseren belehren. Zu den Fakten gehören diesmal die Biografie über den Pianisten und Komponisten Edvard Grieg und seinem musikalischen Werk (international bekannt) Peer Gynt. Auch ohne den Namen zu kennen, so kennt ihr wahrscheinlich alle "die Morgenstimmung" (* klick auf Youtube). Die Autorin selbst verbindet diese Musik stark mit ihrer Kindheit und deshalb war auch von Anfang an klar, dass eine Schwester nach Norwegen reisen würde. Wie der Vater von Lucinda selbst, der ihr die Musik von Grieg und seine Liebe zu den Fjorden nach Hause brachte. 

Eine Schlüsselfigur ist die Sängerin der Solveig in Peer Gynt, die auch in der Wirklichkeit eine Unbekannte blieb und für Lucinda Riley die perfekte Figur für ihre weibliche Verwandte aus der Vergangenheit bot. Wie schon im ersten Band, kann ich mich nur schwer entscheiden, ob mir die Geschichte im Heute mit Ally oder diejenige in der Vergangenheit besser gefällt. Aufgrund einiger Klischees waren einige Passagen voraussehbar, andere Teile des Buches jedoch sehr spannend und unterhaltsam. Dass Ally ihre Herkunft findet und die vergangene Liebe trotz Widersprüchen der Eltern / Gesellschaft / etc. eine Art Zusammenkunft findet, ist eine zu bestätigende Vorahnung. Aber seien wir ehrlich; ohne die Frucht dieser früheren Liebe, käme es zu keinem Kind, dessen Werdegang zur Adoption führt und um das geht es ja bei den 7 Schwestern. 

Unter dem Strich ein hervorragender Schmöcker, der weiter Lust auf Schwester und Band 3 macht, den ich wohl bald zur Hand nehme. Ich glaube die nächste Schwester, Star, geht nach London. Wir werden sehen. Die Sturmschwester gefiel mir sehr, dennoch konnte mich Band 1 mit Maia in Brasilien noch mehr begeistern. Aber wir haben ja noch weitere 4 Schwestern zu entdecken... und das grosse Geheimnis um Pa Salt !




4 von 5 Lese-Echsen



Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Bangkok. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg. Seit ihrem gefeierten Debüt "das Orchideenhaus" stürmte jeder ihrer Romane die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

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